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Versicherungsrecht - Frage zu Verzicht auf den Einwand der groben Fahrlässigkeit

| 28.07.2011 23:38 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Tobias Rösemeier


Guten Tag,

Verzicht auf den Einwand der groben Fahrlässigkeit bei Versicherungen:

Ist es inzwischen Standard, dass Versicherungen -wenn überhaupt- nur bis z.B. 3000EUR Gesamtschaden darauf verzichten?

Unsere Hausrat den Passus in ihren neuen AGB... vorher waren die nicht vereinbart.

Ist die Versicherung grundsätzlich raus, wenn man z.B. die Waschmaschine trotz längerer Abwesenheit (über die Laufzeit eines Waschprogerammes hinaus) laufen lässt und einen Wasserschaden verursacht oder eine Kerze aus Versehen brennen lässt, das Haus verlässt und es abbrennt? - ist der Verzicht ein nettes oder böses "Bonbon"? :o)

MfG
Holger Klein

Sehr geerhter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne wie folgt beantworte. Dieses Forum dient dazu, Ihnen eine erste Orientierung zu verschaffen, kann und soll keinesfalls die Beratung bei einem Kollegen vor Ort ersetzen.

Dies vorausgeschickt, gehe ich auf Ihre Frage wie folgt ein:

Gerade im Versicherungsrecht ist die grobe Fahrlässigkeit ein entscheidender Streitpunkt. Es muss im Versicherungsfall festgestellt werden, ob grobe Fahrlässigkeit vorliegt und ob die Versicherung von der Leistung teilweise oder sogar gänzlich befreit ist.

Einheitliche Vorgaben, wann grobe Fahrlässigkeit vorliegt, gibt es nicht, da es sich hier immer um eine Einzelfallentscheidung handelt. Um das Prozessrisiko zu senken, nehmen daher immer mehr Versicherer in die AGB´s die Einrede auf die grobe Fahrlässigkeit auf.

Dies bedeutet, dass die Versicherung in jedem Schadensfall bis zur vereinbarten Summe in Bezug auf den Verzicht der Einrede der groben Fahrlässigkeit leistet. Ist hier ein Betrag von 3.000 € vereinbart, wird dieser in jedem Fall bezahlt, übersteigt der Schaden allerdings diesen Betrag, so behält sich die Versicherung für den darüberhinausgehenden Betrag die Einrede der groben Fahrlässigkeit vor. Dies bedeutet, dass dann über die tatsächliche Entschädigungssumme ggf. ein Rechtsstreit geführt werden muss, heißt aber keinesfalls, dass die Versicherung gänzlich von der Leistung befreit ist.

Vorzugsweise ist ein Versicherungsprodukt in Anspruch zu nehmen, dass die Einrede der groben Fahrlässigkeit betragsmäßig nicht begrenzt. Diese Produkte sind in der Regel teuer, dafür ist gewährleistet, dass auch bei vorliegender grober Fahrlässigkeit der gesamte Schaden reguliert wird.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine erste Orientierung verschaffen.

Mit freundlichen Grüßen

Tobias Rösemeier
- Rechtsanwalt -

Bewertung des Fragestellers 31.07.2011 | 09:45

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