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Versicherungslücke während Arbeitslosigkeit


23.11.2016 07:56 |
Preis: ***,00 € |

Sozialversicherungsrecht



Hallo,
Ich erhalte das ALG1 und bin während der Arbeitslosigkeit krank gewesen und habe von der Krankenkasse Krankengeld erhalten.

Meine Krankenmeldung endete am 17.06.2016 beim Arbeitsamt habe ich mich aber am 14.07.2016 wieder gemeldet. ( Bin bis heute arbeitslos und erhalte auch ALG 1)

Die gesetzliche Krankenkasse hat mich jetzt angeschrieben, dass in dieser Zeit eine Versicherungslücke entstanden ist.

Die Krankenkasse würde für einen vollen Monat über 700 EUR verlangen

Meine Frage:
- muss ich das bezahlen, oder kommt in dieser Zeit das Arbeitsamt dafür auf, da ich ja Leistungsanspruch hatte, bin halt nur zu spät hingegangen
und habe das Arbeitslosengeld dann ab dem 14.07.2016 wieder erhalten

- könnte ich mich für diese Zeit bei meiner Frau nachträglich familienversichern?

Vielen Dank


Sehr geehrte Fragestellerin,

ich bedanke mich für Ihre Anfrage, welche ich aufgrund des geschilderten Sachverhaltens beantworten möchte, wie folgt:

Aufgrund Ihrer Schilderung gehe ich davon aus, dass eine Sperrfrist verhängt wurde, da Sie sich verspätet bei der Bundesagentur "zurückgemeldet" haben. Sollte ein anderer Sachverhalt vorliegen, bitte ich um Klarstellung.

Während des ers­ten Mo­nats ei­ner Sperr­zeit be­steht zwar kei­ne Ver­si­che­rungs­pflicht in der ge­setz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung, doch hat der Ar­beits­lo­se während ei­nes Mo­nats nach Be­en­di­gung ei­ner zu­vor be­ste­hen­den Pflicht­mit­glied­schaft gemäß § 19 Abs.2 SGB V wei­ter­hin An­spruch auf Leis­tun­gen der Kran­ken­ver­si­che­rung. Hier wäre allerdings der Vorrang der Familienversicherung zu beachten, deren Voraussetzungen sich nach § 10 SGB V richten. Ob für Sie ein solcher Anspruch besteht, müsste seitens der zuständigen Krankenkasse geprüft werden.

Nach Ab­lauf die­ses Mo­nats, d.h. ab Be­ginn des zwei­ten Mo­nats bis zur zwölf­ten Wo­che ei­ner Sperr­zeit setzt die re­guläre Kran­ken­ver­si­che­rung der Ar­beits­lo­sen ein, § 5 Abs.1 Nr.2 SGB V. Dieser Zeitraum dürfte bei Ihnen jedoch nicht überschritten sein.

Ich hoffe, Ihnen mit meinen Aiusführungen einen ersten Überblick über die Rechtslage verschafft zu haben. Bei Bedarf nutzen Sie gerne die kostenfreie Nachfragefunktion.



Mit freundlichen Grüßen


Yvonne Müller
Rechtsanwältin

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