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Versicherungsbetrug? In der eigenen Familie…


| 27.02.2005 18:59 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Sehr geehrte Damen und Herren

Der Mann meiner älteren Tochter hat meiner jüngeren Tochter im Dez. 04 seinen finanzierten Toyota MR2 verkauft. Bei dem Gespräch sagte er ihr nicht, dass nach den 37 Raten a’ 189,76 € noch die Restsumme von 7450 € auf sie zukommt. Unterlagen zeigte er ihr nicht. (Familie… sie vertraute ihrem Schwager) Das Auto hatte 100.000 gefahrene Km und ist Baujahr 2000.

Das zur Einführung. Der Mann meiner Tochter ist selbstständiger Versicherungsmakler. Meine jüngere Tochter hat einen Maklerauftrag bei ihm unterschrieben. Sie hat mit ihm besprochen den MR2 Vollkasko zu versichern lassen, zumal er noch als Finanzierung läuft.
Vergangene Woche bekam sie die Rechnung der Versicherung. Gestern hatte meine Tochter einen selbstverschuldeten Unfall. Ihr Toyota weist einen großen Frontschaden auf. In 100%iger Überzeugung eines Vollkaskos beruhigte ich meine Tochter. (ich, die Mutter war Zeuge bei dem Gespräch bezüglich Vollkaskos).
Nach Einsicht der kürzlich eingetroffenen Unterlagen stellte ich fest, dass es nur ein Teilkasko ist.

Wie hoch schätzen Sie die juristischen Erfolgsaussichten ein, die Versicherung oder den Makler rechtlich zu belangen?

Eine Frage was ist jetzt zu tun?

Vielen Dank

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Sehr geehrte Ratsuchende,

die Versicherung selbst werden Sie kaum belangen können. Der Vertrag wurde geschlossen, die Unterlagen wurden zugestellt und offenbar nicht ordnungsgemäss überprüft. Ansprüche gegen die Versicherung halte ich daher für wenig aussichtsreicht.

Anders sieht es beim Schwiegersohn aus. Dieser hat nicht nur die Unwissenheit der jüngsten Tochter ausgenutzt, sondern diese offenbar auch arglistig getäuscht und zwar sowohl in Hinblick auf den Verkauf selbst als auch den Versicherungsvertrag.

Hier besteht nun die Möglichkeit, den KAUFVERTRAG wegen Täuschung anzufechten und alle bisher gezahlten Raten und Aufwendungen zurück zu verlangen. Allerdings muss Ihre Tochter diese Täuschung im Streitensfall beweisen.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 27.02.2005 | 19:22

Sehr geehrte Frau Sylvia True-Bohle

Ich als Mutter kann bezeugen, dass der Wagen Vollkasko versichert werden sollte. (ich, Mutter, war beim Gespräch dabei)

Wir glauben, dass eine arglistige Täuschung vorliegt, weil der verkaufte ratenfinanzierte PKW einen derzeitigen nachweißlichen Händlereinkaufspreis hat von 8100,- Euro.

Immerhin differiert es zu dem bezahlten Preis über 6000,- Euro.

Wie hoch schätzen Sie nach den Ihnen vorliegenden Informationen den juristischen Erfolg für meine Tochter ein?

Wer muss in dem vorliegenden Fall für den Unfallschaden aufkommen?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 27.02.2005 | 19:31

der Erfolg dürfte ziemlich hoch liegen, so wie Sie den Fall schildern. Ich rate Ihrer Tochter, einen RA vor Ort aufzusuchen; ggfs. kann auch Beratungshilfe beim Amtsgericht beantragt werden, so dass auch keine nennenswerte Kosten auf Ihre Tochter zukommen, die sie sonst als Auftraggeberin ZUNÄCHST tragen müsste.

Wenn der Vertrag angefochten wird, wird Ihre Tochter so zu stellen sein, als ob der Vertrag nie zustande gekommen ist; sie wird daher auch nicht für den Unfallschaden aufkommen müssen (es sei denn, er wurde vorsätzlich begangen), da hier durch den Schwiegersohn die Täuschung erfolgt ist.

Bewertung des Fragestellers |


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