Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.463
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Versicherungsbedingungen


03.03.2007 17:16 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Jutta Petry-Berger



Ein Baum hat meine Terrassenüberdachung, die mit Baugenehmigung errichtet wurde, mit einem Schaden von ca. 7 000 € zerstört. Die Gebäudeversicherung, Bedingungen von 1980, lehnt die Schadensübernahme mit der Begründung "außen angebrachte Sache" ab. Die Hausratversicherung, die "außen angebrachte Sachen, Markisen u.ä." mit umfasst, weist den Schaden auch zurück.
Ist eine Terrassenüberdachung Teil des Gebäudes damit gebäudeversichert oder außen angebrachte Sache wie eine Markise und damit hausratversichert?

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre online-Anfrage, zu der ich wie folgt Stellung nehme:

Als Gebäudebestandteile gelten alle Bauteile, die in das Gebäude eingefügt wurden und mit ihm zur dauerhaften Nutzung bestimmt sind. Hierbei handelt es sich um zuvor selbständige Sachen (Bauteile, Baustoffe), die im Zuge der Errichtung im Gebäude derart aufgegangen sind, dass sie ihre Selbständigkeit verloren haben. Bestandteile können nicht von der Sache getrennt werden, ohne dass der eine oder der andere Teil zerstört oder in seinem Wesen verändert wird. Gebäudebestandteile sind beispielsweise eingebaute Ziegel, eingefügte Balkone, Fahrstühle, Heizung, Klimaanlage, Dachrinnen, Vordächer, Schneefanggitter.

Beim Gebäudezubehör handelt es sich um bewegliche Sachen, die der Instandhaltung eines versicherten Gebäudes oder dessen Nutzung zu Wohnzwecken dienen. Zubehör grenzt sich von den Bestandteilen eines Gebäudes dadurch ab, dass es entfernt werden kann, ohne das Gebäude in seinem Wesen zu verändern. Als Gebäudezubehör gelten Markisen, Durchlauferhitzer, Schilder, Antennen.

Ist die Terrassenüberdachung mit dem Gebäude fest verbunden und kann sie nicht entfernt werden, ohne sie oder das Gebäude zu beschädigen oder in ihrem Wert zu minderen, wird ein Gebäudebestandteil angenommen werden müssen. Zwar haben Sie nicht mitgeteilt, in welcher Weise die Terrassenüberdachung an Ihrem Haus konkret angebracht ist, ich gehe jedoch davon aus, dass eine zu der Anbringung eines Vordachs vergleichbare feste Verbindung besteht und damit ein Gebäudebestandteil. Im Übrigen sind jedenfalls nach den neueren VGB nicht nur das Gebäude selbst, sondern nach § 1 Nr. 2 VGB auch das Zubehör, das der Instandhaltung eines versicherten Gebäudes oder dessen Nutzung zu Wohnzwecken dient, mitversichert, soweit es sich in dem Gebäude befindet oder außen an dem Gebäude angebracht ist.

Ich hoffe, Ihnen eine hilfreiche erste Orientierung gegeben zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen
Petry-Berger
Rechtsanwältin

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60176 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Kompetent und verständlich besten Dank ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Besten Dank!!! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen herzlichen Dank für die ausführliche Beantwortung meiner Frage! ...
FRAGESTELLER