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Versicherung zahlt nach 16 Wochen immer noch nicht

| 27.03.2017 09:27 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Roger Neumann


Ich hatte am 26.11.2016 einen Unfall, Ampelkreuzung. Schuldfrage eindeutig. Unfallgegner hatte die Vorfahrt missachtet, Polizei hat den Unfall aufgenommen, Bußgeldverfahren gegen den Unfallgegner eingeleitet, Zeugin war auch vorhanden.
Ich habe den Unfall am selben Tag bei der ÖSA gemeldet.
Gutachter ist gekommen und hat den Schaden auf 3000 Euro Netto festgelegt.
Ich habe die Versicherung mehrmals angeschrieben und angerufen. Dort gab es immer neue Ausreden
1. Unfallgegner meldet sich nicht, dann bestreitet er Schuld am Unfall
2.Die Sachbearbeiterin hat nicht gesehen das die Zeugin auf der Unfallmeldung angegeben ist. Zeugin hat Unfallhergang bestätigt nach 5 Wochen und wieder keine Reaktion
3. Nach 8 Wochen angeblich noch keine Polizei Ermitlungsakte angekommen.
4. 08.03.2017 wurde mir auf telefonische Nachfrage gesagt, die Sachbearbeiterin hat den Fall überhaupt nicht bearbeitet und die Papiere von der Polizei nicht angefordert.
Auf die Frage wie lang es dauern wird konnte man mir keine Antwort geben. Auch auf die Frage ob man mir einen gleichwertigen Leihwagen bezahlt gab es keine Antwort

Das Fahrzeug ist ein Wohnmobil und seit dem 26.11.2016 laut Gutachten durch den Unfall nicht fahrbereit.
Im Februar musste wegen einen lang im voraus gebuchten Termin ein Leihwagen genommen werden, Kosten 508 Euro.
Weiterhin ist das Fahrzeug seit 4 Monaten versichert und versteuert, kann aber nicht genutzt werden. Kosten ca 300 Euro

Da hier eindeutig ein Fehler der Versicherung vorliegt, ist es möglich Leihwagen und Versicherung-Steuer für mein Wohnmobil von der ÖSA ersetzt zu bekommen und wie lange muss ich auf die Schadensregulierung noch warten.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

So wie Sie den bisherigen Verlauf der Angelegenheit schildern, werden Sie mit weiteren privaten Briefen oder mit Anrufen nichts erreichen. Sie sollten so schnell wie möglich einen Rechtsanwalt mit der Wahrnehmung Ihrer Rechte beauftragen. Dieser wird im Zweifel zügig Klage erheben. Bei eindeutiger Schuldfrage wird die Versicherung auch die Rechtsanwalts- und gerichtskosten zu tragen haben. Bei eindeutiger Schuldfrage sind die Kosten eines mit der Regulierung beauftragten Rechtsanwalts stets von der gegnerischen Versicherung zu tragen.

Die Mietwagenkosten und die unnütz aufgewandten Kosten für Versicherungen und Steuern werden Sie jedoch leider nicht ersetzt verlangen können. Das liegt daran, dass Sie nicht gehalten sind, mit der Reparatur des Fahrzeugs auf eine Zahlung der Versicherung oder eine Deckungszusage derselben zu warten. Unter Berücksichtigung dieses Aspekts so wie der jeden Geschädigten treffenden Schadensminderungspflicht hätte das Fahrzeug bereits repariert sein können.

Mir ist bewusst, dass diese Auskunft sehr unbefriedigend für Sie ist, sie entspricht aber der geltenden Rechtslage.

Einen Anspruch auf Ersatz der Mietwagenkosten haben Sie jedoch für die Zeit der eigentlichen Reparatur.

Wenn es erforderlich ist, für die Reparatur ein Darlehen aufzunehmen, hat der Schädiger beziehungsweise seine Versicherung auch die Zinskosten zu tragen. Das gilt auch für die Zinsen, die durch die unfallbedingte Inanspruchnahme eines Dispositionskredits auflaufen.

Wenn das Fahrzeug vollkaskoversichert ist, können Sie auch über die Vollkaskoversicherung abrechnen. Ihre Kaskoversicherung wird den Schaden dann von der gegnerischen Haftpflichtversicherung im Wege des Regresses zurückverlangen. Sie selbst könnten dann von der gegnerischen Versicherung noch die Beträge verlangen, die von der Kaskoversicherung nicht gedeckt sind. Beachten Sie, dass die Versicherungsbedingungen Ihrer Kaskoversicherung für die Schadensmeldung Fristen vorsehen.

Abschließend wiederhole ich meine Empfehlung, so schnell wie möglich einen Rechtsanwalt zu beauftragen und die Angelegenheit der gerichtlichen Klärung zuzuführen, denn da der Gegner seine Schuld am Unfall bestreitet, wird die Versicherung vermutlich ohne Klage nicht regulierungsbereit sein.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 27.03.2017 | 12:24

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