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Versicherung zahlt keinen Mietausgleich

| 25.05.2016 20:27 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


07:23
Die Eigentumswohnung meiner Mutter ist durch 3 unverschuldete Wasserschäden seit November 2015 bis jetzt zu 100 % nicht bewohnbar gewesen. Meine Mutter lag zum Zeitpunkt der Wasserschäden (ab 21.9.2015) bis zum 19.1.2016 im Krankenhaus, danach musste sie in einem Pflegeheim untergebracht werden, da sie wegen der Sanierungsarbeiten nicht in ihre Wohnung zurück konnte. Angedacht war, dass ich bei meiner Mutter einziehe und ein ambulanter Pflegedienst in Anspruch genommen wird. Nun weigert sich die Versicherung, die Betriebskosten von 400 Euro und einen mietgleichen Wert ( VGB Paragraph 9, selbstbewohnte Eigentumswohnung) von 600 Euro für die 7 Monate (insgesamt 7000 Euro) zu erstatten, mit der Begründung meine Mutter hätte zum Zeitpunkt der Schäden nicht mehr in der Wohnung gewohnt. Sie boten uns jetzt eine einmalige Zahlung von 1500 Euro an.

Ich sehe das anders, meine Mutter war lediglich krank gewesen und musste im Krankenhaus behandelt werden. Man ist ja nicht automatisch ausgezogen, wenn man im Urlaub oder im KH ist. Telefonanschluss, Betriebskosten etc wurden und werden ja von ihr weiter gezahlt. Natürlich hat sie ab Beginn der Sanierung nicht mehr in der Wohnung wohnen können, deswegen die Unterbringung im Heim.

Wie sehen Sie das? Wie soll ich weiter vorgehen?
25.05.2016 | 21:27

Antwort

von


(1942)
Brandsweg 20
26131 Oldenburg
Tel: 0441-7779786
Web: http://www.jan-wilking.de
E-Mail:
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Die Versicherungsbedingungen der Wohngebäudeversicherer sehen in der Regel als Voraussetzung für eine Mietausfallentschädigung vor, dass die Wohnung vom Versicherungsnehmer selbst bewohnt wird. Selbst bewohnt ist eine Wohnung aber auch während eines (auch längeren) Krankenhausaufenthaltes. Als Indiz hierfür zählt zum Beispiel die offizielle Anmeldung des Wohnsitzes Ihrer Mutter, die zum Zeitpunkt der Schäden und auch jetzt noch auf die beschädigte Wohnung lautet - denn auch bei längerem Krankenhausaufenthalt ist eine Abmeldung der Wohnung und Anmeldung des Krankenhauses nicht notwendig, vgl. § 28 Meldegesetz NRW.

Sie sollten daher auf die volle Auszahlung bestehen und bei weiterer Weigerung der Versicherung einen auf Versicherungsrecht spezialisierten Rechtsanwalt vor Ort mit der Durchsetzung der Rechte Ihrer Mutter beauftragen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Jan Wilking

Rückfrage vom Fragesteller 25.05.2016 | 22:54

Vielen Dank für ihre Antwort, die mir sehr geholfen hat. Unklar ist mir nur noch, ob auch die anschliessende Unterbringung im Pflegeheim für den Zeitraum der Sanierung, die Anmelderegelung gilt. Bis dato ist meine Mutter noch in der Wohnung gemeldet, sie wird aber umgemeldet sobald die Wohnung verkauft ist.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 26.05.2016 | 07:23

Vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Solange Ihre Mutter noch Eigentümerin der Wohnung ist und grundsätzlich dort auch weiterhin wohnen könnte (wenn der Wasserschaden dies nicht verhindern würde), kann Sie für diese Wohnung gemeldet bleiben. Nach dem Verkauf sollte aber eine Ummeldung auf die Adresse des Pflegeheims erfolgen. Die Versicherungsleistung hindert dies nicht, da der momentane Umzug ja dem Wasserschaden geschuldet ist - also der klassische Fall von Ersatzwohnraum, dessen Kostenbelastung die Mietausfallversicherung ja gerade abfedern soll.

Mit freundlichen Grüßen
Jan Wilking, Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 28.05.2016 | 16:44

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 28.05.2016
5/5,0

Ich habe sehr schnell eine Antwort bekommen, die mir sehr geholfen.


ANTWORT VON

(1942)

Brandsweg 20
26131 Oldenburg
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