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Versicherung weigert sich Haftpflichtschaden nach Kostenvoranschlag abzurechnen

29.11.2018 23:37 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ralf Hauser, LL.M.


Sehr geehrte Anwältinnen und Anwälte,

bei der Lieferung neuer Möbel wurden die Wände eines Neubau Hauses beschmutzt (Die Plane, die als Schutz der Möbel diente, war durch das Wetter dreckig und hat im Flur sowie bis ins 3. OG).

Der Schaden wurde per Fotos dokumentiert und an das Möbelhaus geschickt. Dieses hat einen Kostenvoranschlag angefordert, welcher ebenfalls eingeholt wurde.
Die schriftliche Bestätigung des Schadens wurde durch die Lieferanten direkt vor Ort erteilt.

Der Schaden wurde auf Grund der Höhe (ca. 850 Euro inkl. Mwst) an die jeweilige Versicherung des Möbelhauses weitergeleitet. Diese stellt sich nun quer und möchte Materialkosten , Rechnungen usw haben, die damals bei Fertigstellung des Hauses angefallen sind.

Der Sachbearbeiter der Versicherung möchte auf den Fotos erkennen, dass die Arbeiten zuvor nicht fachmännisch durchgeführt wurden und bietet daher lediglich 400 Euro Schadenregulierung an. Die Arbeiten an den Wänden (Spachteln, Schleifen, Streichen) wurden vor Einzug natürlich sehr wohl von einem ausgebildetem Maler und Lackierer durchgeführt und für weit aus mehr Geld als 400 Euro.

Wir möchten nun aber nach Kostenvoranschlag abrechnen und eine fiktive Abrechnung (ohne Mwst), da ich bald ins Krankenhaus komme und ich kurz vor Weihnachten keine erneuten Renovierungen im Haus möchte.
Wir würden die Korrekturen dann im nächsten Jahr nach meiner OP durchführen lassen, möchten den Schaden aber natürlich bereits jetzt regulieren.

Kann die Versicherung auf ehemalige Rechnungen/Materialkosten usw bestehen oder müssen Sie nach dem Kostenvoranschlag einer Fachfirma abrechnen? Greift hier der § 249 nach BGB (Art und Umfang des Schadensersatzes) ?
Muss die gegnerische Versicherung nicht sogar einen Rechtsanwalt zahlen, wenn man sich als Geschädigter einen nehmen muss, da die Regulierung nicht erfolgt?

Ich bedanke mich im Voraus sehr für Ihre Antwort !

Einsatz editiert am 30.11.2018 12:05:03

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sie sind berechtigt, fiktiv abzurechen. Wie Sie selbst schon erkannt haben, haben Sie dann allerdings lediglich Anspruch auf die Nettokosten aus dem Kostenvoranschlag, weil Mehrwertsteuer nur ersetzt wird, wenn diese auch anfällt.

Es gibt keine Verpflichtung, Belege über die Arbeiten an den Wänden oder über Materialkosten des Neubaus vorzulegen. Sie haben Anspruch auf die Kosten aus dem Kostenvoranschlag, unterstellt diese sind nicht aus irgendeinem Grund erhöht.

Richtig ist, dass der Schädiger Ihnen auch im Rahmen des Schadenersstzes Rechtsanwaltskosten für die Geltendmachung Ihres Schadens ersetzen muss. Niemand ist gezwungen, Schadensersatzansprüche ohne anwaltliche Hilfe durchzusetzen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Ralf Hauser, LL.M.
Rechtsanwalt

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