Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
479.629
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Versicherung bestimmt Schadensregulierung u. Firma danach lehnt sie den Schaden ab


14.12.2010 01:30 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht



Ich hoffe, hier Hilfe eines kompetenten Anwaltes zu erhalten, denn ich verstehe die Welt nicht mehr.
Ich hatte einen Wasserschaden im Haus,gleich Versicherung verständigt diese schickte mir eine Firma zur Schadensaufnahme und Regulierung. Nach 14 Tagen kam ich ins Haus und sah welchen "Pfusch" diese Fa. vor Ort lieferte. Wieder rief ich bei der Versicherung an und man schickte mir noch am selben Tag einen Gutachter der Versicherung, dieser bestätigte den Pfusch, schlug die Hände über dem Kopf zusammen, telefonierte mit der Versicherung und rief dann eine neue Firma, ebenso Vertragspartner der Versicherung an, der Chef der Firma kam 2 Stunden später, bestätigte das Chaos und erklärte, dass er sofort mit den Arbeiten beginnen müsse, da sonst mein Haus ein "Totalschaden" wird. Ich war geschockt von dem Ereignis mein Haus in so einem Zustand vorzufinden, kam direkt von der Beerdigung meines Vaters und mir war klar, dass hier gehandelt werden musste, also gab ich ihm die Schlüssel vom Haus und stimmte zu, dass er anfing mit den Arbeiten und der Gutachter telefonierte dann nochmals mit der Versicherung und erklärte, dass er der alten Firma den Auftrag entziehen würde, dass ich mich nicht darum kümmern muss.
Monate später bekam ich eine Rechnung von der Firma die die Bautrocknung durchgeführt hat. Die Versicherung lehnte die Schadensregulierung ab.
Ich war wieder wie vor den Kopf geschlagen, denn es war ein eindeutiger Wasserschaden. Die Versicherung suchte 6 Argumente, die ich allesamt mit Beweisen entkräften konnte, danach hieß es kurz und knapp, ich hätte den Wasserschaden manipuliert. So ein Wahnsinn, denn wer würde ein neuwerrig hergerichtetes Haus unter Wasser setzen???!!!
Diese Ablehnung kann mich meine Existenz kosten und jetzt macht mir die Baufirma, die von der Versicherung geschickt wurde den Prozeß und will EUR 25.000,-- von mir. Ich habe weder einen Auftrag mündlich, noch schriftlich erteilt und ich bin immer davon ausgegangen, dass die Versicherung zahlt, erstens war es ein Wasserchaden, zweitens waren Gutachter im Hause, die eine Manipulation hätten feststellen gemusst und drittens habe ich noch nie in meinem Leben einen Auftrag erteilt ohne nach den Kosten zu fragen. Der Gutachter wurde jetzt vor Gericht geladen (er arbeitet mit der Versicherung und dieser Firma ständig zusammen) und nach Befragen erklärte er, dass ich gesagt hätte die Firma kann anfangen und ich habe a auch den Schlüssel zum Hause hergegeben. Ich fragte ihn vor dem Richter ob ich gesagt hätte, dass ich den Auftrag erteile, da meinte er , dass man wissen müsste, dass es klar wäre, dass wenn die Versicherung nicht zahlt, dass man dann den Schaden selbst zahlen müsse. Wörtlich hätte ich nicht gesagt ich erteile den Auftrag, aber durch meine Zustimmung zum Anfangen wäre dies das Gleiche gewesen. Er hat auch bestätigt, dass ich heulend und unter Schock gestanden war an diesem Tag, wegen dem Chaos und wohl der Beerdigung meines Vaters. Der Richter meinte danach es sei klar, dass rechtlich von mir Auftrag erteilt wurde. Er findet fast 400 Stunden der aufgeschriebenen Stunden für die Trocknungsarbeiten auch etwas hoch gegriffen, aber die Firma sollte nochmals die Stunden genauer aufgliedern und dann müsse ich zahlen. Ich stand zu diesem Zeitpunkt sowieso unter enormem Stress mit meiner Existenz (große finanzielle Probleme), mein Vater verstarb und die 1. Firma, die die Versicherung geschickt hatte war überhaupt Schuld daran, dass der Schaden so ein Ausmaß angenommen hatte.
UND ich ging immer davon aus, dass die Versicherung den Schaden bezahlt sonst hätte sie wohl auch keine Gutachter und Firmen zur Schadensregulierung geschickt. Keiner hat mich jeh aufgeklärt, dass ich eventuell zur Kasse gebeten werden könnte. Sonst hätte ich ja nachgefragt was es kostet und eventuell eine 2. Firma nach meiner Wahl zum Vergleich befragen gekonnt. In meiner finanziellen Situation hätte ich dann mit Familie und Freunden versucht den Schaden zu regulieren. Der ersten Firma, die einen Auftrag von mir unterschrieben haben wollte, habe ich extra den Zusatz dazu geschrieben "laut Kostenübernahmeerklärung" der HUK. Ich zweifle an unserem Rechtssystem und habe jetzt mindestens 20 Leute befragt was sie in meiner Situation getan hätten, jeder sagte den Schlüssel hergegeben und Einverständnis zum Anfangen gegeben, da ich ja qausi vor Ort vom Gutachter und der Firma dazu "genötigt" wurde, entweder wir fangen an oder das Haus ist Totalschaden. Der Richter meinte, wenn ich jetzt meine damals unter psychischem Druck gestanden zu sein,hätte ich später eine Anfechtungserklärung abgeben gemusst. Erst Monate später erhielt ich von der Firma die Rechnung. Was für ein Rechtssystem haben wir? Kann das wirklich wahr sein, hier wird jeder Glaube an Gerechtigkeit vernichtet. Bitte helfen Sie mir. Was kann ich tun. Ganz herzlichen Dank!

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Ich möchte diese anhand des geschilderten Sachverhaltes im Rahmen dieser Erstberatung wie folgt beantworten:

Nach Ihrer Schilderung weist die Versicherung die Kostenübernahme für die Schadensbeseitigung erst jetzt im Nachhinein von sich, weil angeblich Sie selbst den Wasserschaden herbeigeführt bzw. manipuliert hätten. Somit sind Sie derzeit in der Situation, dass Sie der Versicherung nachweisen müssen, dass der Wasserschaden nicht von Ihnen verursacht wurde. Sie sollten daher – da dies scheinbar noch nicht erfolgt ist – jetzt erst einmal die Schadensursache eindeutig klären bzw. feststellen lassen. Notfalls muss für diese Feststellung ein eigener Sachverständiger eingeschaltet werden, da derjenige der Versicherung nach Ihrer Schilderung wohl zu sehr „im Lager" der Versicherung steht. Sofern noch keine gutachterliche Feststellung der Schadensursache erfolgt ist, wären die hierfür erforderlichen Kosten später dann auch ggf. von der Versicherung zu erstatten.

Grundsätzlich läuft eine Regulierung bei den Versicherungen so ab, dass alsbald nach Schadensmeldung und Aufnahme die Eintrittspflicht geprüft und dann Kostenvoranschläge für die Beseitigung einholt werden. Danach entscheidet die Versicherung ob eine entsprechende Firma beauftragt werden kann, was dann einer Zustimmung zu der Beauftragung durch den Versicherungsnehmer und Bestätigung der Schadenseintrittspflicht dem Grunde nach entspricht. Da insoweit nach Ihrer Schilderung die Versicherung ihre Zustimmung erteilt hat, anderenfalls die Beauftragung sicherlich nicht erfolgt wäre, konnten Sie davon ausgehen, dass die Kosten auch übernommen werden. Sie haben in diesem Zusammenhang auch korrekt gegenüber der Versicherung gehandelt, da insbesondere nach den jeweiligen Versicherungsbedingungen vorgeschrieben ist, dass Sie als Versicherungsnehmer grundsätzlich den Weisungen der Versicherung Folge zu leisten haben, was nach Ihrer Schilderung auch erfolgt ist. Insbesonder sind sie auch der Ihnen ferner obliegenden Schadensminderungspflicht durch sofortige Beauftragung zur Vermeidung eines weiteren Totalschadens gegenüber der Versicherung nachgekommen.

Anhand des Verhaltens der Versicherung war also für Sie zu erkennen, dass die Schadensbeseitigung in Auftrag gegeben werden darf, ja sogar muss, da die Versicherung diese Arbeiten ausdrücklich gebilligt hat. Damit verbunden konnten Sie ebenfalls davon ausgehen, dass die Versicherung ihre Einstandspflicht bereits geprüft und bejaht hat. Die Versicherung wird sich daher wohl nicht mehr darauf berufen können, dass Sie das Trocknungsunternehmen ohne vorherige versicherungstechnische Prüfung und ohne ihre Bewilligung beauftragt haben. Diese ursprüngliche Annahme der Eintittspflicht der Versicherung hat diese nun jedoch nach Ihrer Schilderung erst im Nachhinein mit der Begründung einer Manipulation wieder entzogen bzw. abgelehnt, wobei nicht klar ist, auf welcher Grundlage die Versicherung diesbezüglich Erkenntnisse bzw. Anhaltspunkte gewonnen haben will. Jedenfalls muss daher wie eingangs schon aufgezeigt jetzt erst einmal die genaue Ursache des Schadens geklärt werden, um dann später die Versicherung notfalls im Klagewege erfolgreich im Regresswege zur Kostenerstattung verpflichten zu können.

Ansonsten wird Ihnen leider zum gegenwärtigen Zeitpunkt nach derzeitigem Stand weiterhin nichts anderes übrig bleiben, als zu prüfen, ob und wie Kürzungen der Rechnungen der beauftragten Unternehmen erfolgen können. Entsprechende Kürzungen können sich dabei daraus ergeben, dass Arbeiten abgerechnet wurden, die nicht unmittelbar mit der Schadensbeseitigung zu tun haben oder die Arbeiten nicht in dem abgerechnetem Umfang erforderlich gewesern sind. Je nachdem, aus welchen Gründen die Versicherung dann weiter die Kostenerstattung ablehnen will, sollte nach entsprechender nun gleichzeitig erfolgender Feststellung der Ursachen des Schadens mit dieser noch einmal nachverhandelt werden, um doch noch eine vollständige Kostenübernahme zu erlangen. Notfalls muss dann eben die Versicherung bei weiterer, unrechtmäßiger Ablehnung der Kostenübernahme im Klagewege verpflichtet werden.

Letztlich möchte ich Ihnen noch nahelegen, sich bezüglich der aufgezeigten Schritte weiterer anwaltlicher Hilfe vor Ort zu bedienen, um insbesondere auch Ihre Verhandlungsposition gegenüber der Versicherung verbessern zu können.

Ansonsten hoffe ich, Ihnen vorerst behilflich gewesen sein zu können und verbleibe

Mit freundlichen Grüßen


Thomas Joschko
Rechtsanwalt
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 59978 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Sehr schnelle, ausführliche und ich hoffe auch kompetente Antworten. So richtig weiß man das ja erst später, wenn es zum Streitfall kommt. Jedenfalls weiß ich jetzt viel mehr wie ich weiter vorgehen sollte im Streitfall mit ... ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Die Antwort ist klar verständlich, ausführlich und zeugt von fachlicher Kompetenz. Besser geht's nicht. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Super sehr schnelle Antwort.preislich günstig. ...
FRAGESTELLER