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Versicherung Spedition übernimmt Transportschaden nicht.

07.10.2021 09:07 |
Preis: 30,00 € |

Transportrecht, Speditionsrecht


Beantwortet von


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich verschicke gewerblich häufiger Maschinen via Spedition. So auch beim letzten Fall. Ich habe eine antike Rohrbiegemaschine auf einer Palette verzurrt via Spedition versendet. Das ist ein mächtiges Gusseineres Teil was so schnell nicht kaputt geht.

Nun ist es beim Käufer angekommen und war an diversen Stellen gebrochen, eine solche Beschädigung kann nur entstehen wenn das Teil von der Bühne des LKW fliegt. Das ist 5cm dicker Stahlguss.

Die Versicherung der Spedition beruft sich nun mal wieder auf eine unzureichende Verpackung. Aber aufgrund der Beschädigung erkennt man das bei diesem Schaden keine Verpackung der welt etwas genützt hätte.

In wie weit hätte ich chancen den Transportschaden durchzubekommen? Schadenshöhe liegt bei 1200 euro.

Mit freundlichem Gruß

08.10.2021 | 12:15

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworte:

Wie ich Ihrer Schilderung entnehmen kann, ist Ihnen die seitens der Versicherungen der Speditionen oft reflexartig wirkende Ablehnung wegen unzureichender Verpackung durchaus bekannt.

Die Verpflichtung zur entsprechenden Verpackung ergibt sich aus § 411 HGB:

Zitat:
Der Absender hat das Gut, soweit dessen Natur unter Berücksichtigung der vereinbarten Beförderung eine Verpackung erfordert, so zu verpacken, daß es vor Verlust und Beschädigung geschützt ist und daß auch dem Frachtführer keine Schäden entstehen. Soll das Gut in einem Container, auf einer Palette oder in oder auf einem sonstigen Lademittel, das zur Zusammenfassung von Frachtstücken verwendet wird, zur Beförderung übergeben werden, hat der Absender das Gut auch in oder auf dem Lademittel beförderungssicher zu stauen und zu sichern. Der Absender hat das Gut ferner, soweit dessen vertragsgemäße Behandlung dies erfordert, zu kennzeichnen.


Zudem wird diese ggf. noch durch die entsprechenden Bedingungen der Spedition konkretisiert. Da die Spedition die Palette aber ja offenbar ohne Beanstandungen aufgeladen hat, spricht zunächst einmal jedenfalls alles dafür, dass zumindest äußerlich die Verpackung nicht bemängelt wurde.

Der Ausschluss der Haftung bei ungenügender Verpackung ist in § 427 Abs. 1 Nr. 2 HGB geregelt:

Zitat:
Der Frachtführer ist von seiner Haftung befreit, soweit der Verlust, die Beschädigung oder die Überschreitung der Lieferfrist auf eine der folgenden Gefahren zurückzuführen ist: […]
2. ungenügende Verpackung durch den Absender;


Ihre Schilderung verstehe ich so, dass selbst wenn man darüber streiten könnte, ob hier für eine ordnungsgemäße Verpackung noch zusätzliche Maßnahmen erforderlich gewesen wären, dies bei dem Schadensbild alles nichts genützt hätte und die Maschine in jedem Fall zerstört worden wäre.

In dem Fall kann sich die Versicherung nicht erfolgreich auf einen Ausschluss berufen, weil die Beschädigung eben gerade nicht auf die unzureichende Verpackung zurückgeführt werden kann.

Sie sollten hier also nicht vorschnell aufgeben und dies der Versicherung noch einmal vor Augen führen und eine Frist zur Regulierung setzen. Sollte die Versicherung bei Ihrer Ablehnung bleiben, würde ich die Einschaltung eines Anwalts empfehlen.

Mit freundlichen Grüßen

Arnd-Martin Alpers
Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Arnd-Martin Alpers

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