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Versicherung Hausrat wg. Wohnungbrand und Haftung

| 05.08.2014 14:33 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Schadenshergang für Wohnungsbrand am 23.Juni in Frankfurt am Main

Am 23.Juni fand ein Wohnungsbrand in meiner o.g. Wohnung statt. Folgendes hatte sich zugetragen.
Um ca. 9.30 h vormittags stellte ich ein Gericht mit Pommes und Hähnchen in den Backofen in der Küche, schaltete diesen ein, begab mich dann in das Wohnzimmer und arbeite. Als das Gericht fertig war um ca. 11:30 h, entnahm ich die Pommes, schaltete den Backofen aus und ließ das Hähnchen im Backofen und die Tür des Backofens einen Spalt offen stehen und arbeite im Wohnzimmer weiter. Um ca. 13:00 h sagte ich meiner Frau Bescheid dass ich die Wohnung verlassen würde, um
etwas zu erledigen.

Um ca. 15.00 h erhielt ich einen Anruf von meinem Nachbarn, dass meine Wohnung brennen würde und ich schnell nach Hause kommen solle.
Als ich zu Hause ankam sah ich das Haus brennen und die Einsatzkräfte
arbeiten.

Es wurden auch Nachbarwohnungen beschädigt und die Dachböden. Meine Frau wurde von den Rettungskräften in das Markus-Krankenhaus befördert. Gegen meine
Frau wurden polizeiliche Ermittlungen getätigt. Meine Frau hatte vor kurzem eine Knie-Operation hinter sich und begab sich ins Bett nachdem sie Medikamente eingenommen hatte. Leider überhörte sie das Piepen des Rauchmelders und wurde erst wach als die Nachbarn geklopft hatten, die Tür musste aufgebrochen werden, da der Schlüssel von innen steckte.


Jetzt ergeben sich folgende Probleme:
die Gebäude-Versicherung der Wohnungsgesellschaft hält mich als Mieter haftbar für
die entstanden Schäden.
Ich verfüge leider über keiner Haftpflichtversicherung.
Ich hatte den Schaden telefonisch meiner Hausratversicherung gemeldet,
die auch die Denkung wie folgt zusagte:

Zitat Anfang:
„wir haben mit unserer Inkassoabteilung Rücksprache genommen und hier die Information erhalten, dass der Beitrag zum Vertrag am 23.06.2014 bei unserer Gesellschaft eingegangen ist.

Das vom VN auf dem Überweisungsträger eingetragene Datum sagt nichts zum Tag der Überweisung durch die Bank aus

Aber nichts desto trotz bestand somit am Tag des Schadens (23.06.2014) Versicherungsschutz im Rahmen des Vertrages."
Zitat Ende

Allerdings ging die fällige Versicherungsprämie genau am Schadenstag bei dem Konto der Versicherung ein (leider hatte ich versäumt nach Fälligkeit und auch Mahnungen die Prämie zu zahlen. Allerdings hatte ich die Überweisung bereits am 5.Juni ausgestellt um diese abzugeben, bin mir aber nicht sicher, an welchem Tag ich die Überweisung bei der Bank abgegeben habe.

Nachdem die Versicherung w.o. angemerkt, bereits zugesagt hatte, verlangt sie nun folgendes im Wortlaut:
Zitat Anfang:
„Wir brauchen daher noch das Datum und Uhrzeit der Überweisung aus dem hervorgeht wann der Überweisungsauftrag bei der Bank eingegangen und abgesendet wurde. Dazu können Sie uns eine Vollmacht geben, dass wir entsprechende Infos
bei seiner Bank in Erfahrung bringen können." Zitat Ende
Ich bitte um Einschätzung ob ich verpflichtet bin, der Versicherung diese Information zur Verfügung zu stellen.
Kann die Versicherung die bereits zugesagte Deckung widerrufen?
Ich bitte um eine gesamte Einschätzung der Problematik und Beratung, welche
Schritte ich noch einleiten muss.

Kann die Gebäudeversicherung Forderungen an mich stellen obwohl noch kein Schuld festgestellt wurde.



Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Zunächst:

Natürlich kann die Gebäudeversicherung keine Forderungen an Sie stellen, wenn Sie den Brand nicht verursacht haben.

Grundsätzlich ist die Gebäudeversicherung eine Versicherung des Hauseigentümers. Ist durch das Feuer ein Schaden am Gebäude eingetreten, der gemäß der Bedingungen der Versicherung versichert war, muss die Gebäudeversicherung den Schaden zunächst dem Eigentümer ersetzen.

Haben Sie den Schaden verursacht, hat Ihr Vermieter gegen Sie einen Schadenersatzanspruch, der bei Zahlung des Schadens durch die Gebäudeversicherung auf die Gebäudeversicherung übergeht.

Im Endeffekt heisst das also: Die Gebäudeverischerung kann den Schaden von Ihnen ersetzt verlangen, wenn Sie den Schaden verursacht haben, also verantwortlich für das Feuer sind.

Das muss die Gebäudeversicherung natürlich beweisen.

Haben Sie den Schaden also nicht verursacht, weil Sie den Herd ausgemacht haben, wie Sie schreiben, kann die Versicherung von Ihnen auch keinen Ersatz verlangen.

Wer das Feuer verursacht hat, also die "Schuld" hat, wird im Zweifel in einem Gerichtsprozess zu klären sein.

Vollkommen unabhängig hiervon ist die Angelegenheit mit Ihrer Hausratversicherung. Ich kenne natürlich Art und Umfang der von Ihnen abgeschlossenen Hausratversicherung.

Allgemein gilt aber: Die Hausratversicherung deckt NUR IHRE EIGENEN SCHÄDEN, also nicht die Schäden Dritter, hier den Schaden des Vermieters bzw. Eigentümers.

Die Hausratversicherung, vorbehaltlich des Umstandes, dass es sich um eine übliche Hausratversicherung handelt, kommt also NICHT für die Forderung der Gebäudeversicherung auf.

Die Hausratversicherung kommt nur für die Schäden an Ihren Sachen auf.

Diesbezüglich scheint problematisch zu sein, ob Sie nach Mahnung mit der Zahlung der Versicherungsprämie im Verzug waren. Tritt der Versicherungsfall nämlich ein nach Ablauf einer zweiwöchigen Mahnfrist durch die Verischerung ein, ist die Versicherung nicht zur Leistung verpflichtet, § 38 Abs.2 VVG, nachzulesen hier:

http://dejure.org/gesetze/VVG/38.html

Weitere Voraussetzung für die Leistungsfreiheit ist, dass Sie den Zahlungsrückstand zu vertreten hatten.

Allerdings hatte Ihre Verischerung wohl bestätigt, dass das Geld am Schadentag eingegangen ist. Die Voraussetzungen für eine Leistungsfreiheit lägen dann nicht vor.

Ob eine Versicherung eine einmal erteilte Deckungsbestätigung widerrufen kann, ist strittig, wird aber im Zweifel wohl zulässig sein, wenn sich neue Anhaltspunkte ergeben, die eine Ablehnung der Deckung rechtfertigen, und die so bei Erteilung der Deckung noch nicht bekannt waren.

Ich halte dies, wie auch die von der Versicherung angeforderten Informationen aber für irrelevant, wenn feststeht, dass das Geld am Schadentag bei der Versicherung eingegangen ist.

Letzlich gilt Folgendes: Eine Leistungsfreiheit kommt nicht in Betracht, wenn die Zahlung vor Eintritt des Feuers bei der Versicherung eingegangen ist.

Dies wurde bestätigt. Letzlich kommt es also nicht darauf an, wann die Überweisung veranlasst wurde. Eine Verpflichtung zur Info Ihrerseits, wann Sie die Überweisung getätigt haben, kann ich nicht ersehen. letzlich wäre es aber zur Beschleunigung wohl ratsam, die Info mitzuteilen, es sei denn, die Info brächte das Ergebnis, dass eine pünktliche Zahlung nicht vorlag.

Sie sehen: Alles in allem liegt hier eine recht komplexe Angelegenheit. In Anbetracht der Summen, um die es hier womöglich geht, empfehle ich die Vertretung durch einen Rechtsanwalt in der Angelegenheit, der sich sodann auch eimnal mit den konkreten Verischerungsbedingungen auseinandersetzen kann. Dies konnte ich zur Beantwortung der Frage natürlich nicht, was ich bitte zu berücksichtigen.

Ich hoffe allerdinsg trotzdem, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 06.08.2014 | 11:20

Vielen Dank für Ihre Antwort.
Bitte erlauben Sie uns noch folgende Nachfragen.
1. Sind Sie in Frankfurt evtl. zugelassen.
2. Könnten Sie uns einen kompetenten Anwalt in Ffm. oder Umgebung
empfehlen ?.

3. zu meiner Ehefrau, gegen die polizeilich ermittelt wird,
möchte ich gerne Ihre Einschätzung wissen: Sollte die Schuld
meiner Frau festgestellt werden, bin ich dann zur
Zahlung verpflichtet. Unser Güterstand ist die
Gütertrennung.


Vielen Dank für Ihre Mühe

mit freundlichen Grüssen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 06.08.2014 | 12:15

Danke für die Nachfrage!

Leider komme ich aus Flensburg, einen Kollegen aus Frankfurt kann ich Ihnen deswegen leider nicht empfehlen. Sie finden aber auf der Homepage www.anwaltsauskunft.de sicher einen kompetenten Kollegen aus Ihrer Nähe!

Zu der Frage Ihrer Zahlungsverpflichtung:

Dies lässt sich pauschal und ohne Kenntnis des Mietvertrages leider nicht beantworten. Sind Sie beide Mieter? Dann ist eine Haftung Ihrerseits eher unwahrscheinlich. Sind Sie alleine Mieter? Dann ist eine Veranwortlichkeit Ihrerseits für von Ihrer Ehefrau schuldhaft verursachte Schäden eher wahrscheinlich.

Alleine aus Ihrer Stellung als Ehegatte allerdings folgt eine Verpflichtung zur Zahlung von durch Ihre Ehefrau verursachte Schäden allerdings nicht.





Bewertung des Fragestellers 08.08.2014 | 12:15

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

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"alles ok, danke"
Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 08.08.2014 4,8/5,0
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