Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Versetzung/Umsetzung wider Willen

02.07.2010 08:17 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


14:11

Guten Tag,
ich bin 60 Jahre alt und seit 40 Jahren als Verw.-Angest. in versch. Funktionen bei einer mittelgroßen Stadtverwaltung in NRW tätig. Gegen mich wurden noch niemals arbeitsrechtl./diszipinarische Maßnahmen ergriffen. Jetzt soll ich gegen meinen Willen in eine andere Abteilung versetzt werden. Der zunächst vorgeschobene Grund (Arbeitsverweigerung) war nicht haltbar und hat sich in Luft aufgelöst. Übrig geblieben ist nur noch eine persönliche Verstimmung zwischen mir und meinem Fachbereichsleiter, der kategorisch meine Versetzung "raus aus seinem Umfeld" fordert. Er führt einen Vertrauensverlust an, ausgelöst durch eine Beschwerde von mir über ihn bei seinem nächsten Vorgesetzten. Auf Druck des Fachbereichleiters hat die Personalverwaltung mir nun eine andere, höherwertige Stelle in einem anderen Fachbereich angeboten und angekündigt, mich ggf. auch gegen meinen Willen zu versetzen, um "das Gesicht des Fachbereichsleiters zu wahren". Ich sehe darin einen Akt der Willkür, der mich tief kränkt.

Frage: Kann ich unter diesen Umständen gegen meinen Willen versetzt werden? Womit muss ich rechnen, wenn ich mich konsequent weigere, die neue Stelle anzutreten?

02.07.2010 | 09:01

Antwort

von


(2307)
Damm 2
26135 Oldenburg
Tel: 0441 26726
Web: http://www.rechtsanwalt-bohle.de
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrter Ratsuchender,


eine Versetzung kann aus dienstlichen Gründen oder auf Ihren Antrag erfolgen, wobei hier ja nur die erste Alternative in Betracht kommt.

Auch dann wäre eine Versetzung dem Grunde nach gegen Ihren Willen durchaus möglich. Voraussetzung sind dabei, dass besondere dienstliche Gründe bestehen, da natürlich auch diese Art der Versetzung einen Eingriff ins berufliche und private Leben darstellt, besonders bei dieser "Vorgeschichte".

Sie sind vor der Versetzungsentscheidung anzuhören; ob dieses schon tatsächlich erfolgt ist, lässt sich Ihrer Sachverhaltsdarstellung nicht entnehmen - auch sollte der Personalrat hinzugezogen werden. Die Versetzung muss aber durch dienstliche Bedürfnisse begründet sein und die Tätigkeit muss mindestens gleichwertig sein (was hier der Fall ist). Allerdings sehe ich hier keine dienstliche Gründe:

Denn wenn die Begründung tatsächlich nur mit der Gesichtswahrung des Fachbereichsleiters begründet worden ist, ist dieses für sich allein betrachtet, sicherlich kein dienstliches Bedürfnis, auf das eine Versetzung gestützt werden könnte.


Wird die Versetzung trotzdem angeordnet, könnten Sie dann die gerichtliche Klärung herbeiführen, wobei je nach Ausgestltung des Beschäftigungsverhältnisses dann das Arbeits- oder Verwaltungsgericht zuständig wäre. Hierzu müsste der Vertrag ergänzend geprüft werden.

Gegen Sie gegen die versetzung mit rechtsstaatlichen Mitteln vor, werden Sie mit keinen rechtlichen Konsequenzen zu rechnen haben, da der Dienstherr daraus keine negativen Folgen ableiten darf.

Ob daneben dann aber das "Klima weiter vergiftet" wird, lässt sich nicht beurteilen, steht aber zu vermuten. Sicherlich haben Sie Recht, dass das Verhalten der Verwaltung willkürlich und auch kränkend ist; im Falle eines gerichtlichen Erfolges



Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt
Thomas Bohle


Rückfrage vom Fragesteller 02.07.2010 | 14:05

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt,
bitte erlauben Sie eine Nachfrage:

Bei dem in Rede stehenden Fachbereichsleiter handelt es sich nicht um meinen direkten Vorgesetzten, sondern um den "übernächsten". Meine direkte Vorgesetzte ist die Amtsleiterin, und die hat sich dem Druck des Fachbereichsleiters nicht gebeugt; sie hat nicht meine Versetzung gefordert, sondern im Gegenteil das Vorgehen des FB-Leiters kritisiert. Selbst der Personalchef, mit dem ich ein sehr angenehmes Gespräch in dieser Sache hatte, fühlt sich unbehaglich, will aber einen "Gesichtsverlust" des FB-Leiters vermeiden.

Ich habe mich noch nicht an den Personalrat gewandt, werde das aber bald nachholen.

Wie beurteilen Sie meine Erfolgsaussichten vor Gericht, wenn ich mich gegen die Versetzung wehre? Ich bitte um ein offenes Wort, natürlich unverbindlich.

Freundliche Grüße und besten Dank !

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 02.07.2010 | 14:11

Sehr geehrter Ratsuchender,


nach Ihrer Sachverhaltsschilderung sehe ich gute bis sehr gute Erfolgsaussichten. Denn wenn die direkte vorgesetzte Amtsleiterin diese Versetzung nicht unterstützt und sogar entgegentritt, werden dienstliche Belange nicht eingreifen.

Dann kommt eine Versetzung nicht gegen Ihren Willen in Betracht und das Gericht müsste eigentlich in Ihrem Sinne entscheiden.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle

ANTWORT VON

(2307)

Damm 2
26135 Oldenburg
Tel: 0441 26726
Web: http://www.rechtsanwalt-bohle.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Arbeitsrecht, Familienrecht, Zivilrecht, Baurecht, Miet und Pachtrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,7 von 5 Sternen
(basierend auf 90130 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Eine hilfreiche und detaillierte schnelle Antwort. Mit diesen Informationen lässt sich das Problem gut einschätzen und beurteilen was getan werden kann. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr schnelle und kompetente Beratung! Vielen Dank. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Danke für die sehr gute und verständliche Antwort auf meine Frage. ...
FRAGESTELLER