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Versetzung von Lager Tätigkeit zum LKW Fahrer

07.09.2018 23:44 |
Preis: 51,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Diplom Kaufmann Peter Fricke


Hallo,

Ich habe als LKW Fahrer bei meinem AG angefangen.
Nach zwei Jahren wollte ich in die Ladeschicht ( Lagertätigkeit Nachts wo die LKW´s beladen werden), weil ich in diesen zwei Jahren so viele Punkte in Flensburg hatte das mein Führerschein in Gefahr war.

Ich bin zu meinem Betriebsleiter gegangen und habe ihn gefragt ob ich in die Ladeschicht darf der mir das erlaubte.
Nach ein halben Jahr ca. hat er mich gefragt ob er meinen damaligen LKW jemand anderes als festes Auto geben soll und ich fest in der Ladeschicht bleiben will.
Ich habe ihn gesagt das es ok ist und ich fest in der Ladeschicht bleibe.
So war ich bis gestern in der Ladeschicht. Ungefähr 3 bis 4 Jahre.

Vor ein Paar Wochen nun hat mein Vorgesetzter ( Betriebsleiter ) angefangen mich zu Moppen.
Es hat angefangen weil ein anderer Mitarbeiter wegen Streitigkeiten mit mir nicht mehr mit mir Arbeiten wollte und die Position gewechselt hat.
Diesen Mitarbeiter mag der Betriebsleiter mehr wie mich weil ich nicht der Typ bin der sich alles gefallen Lässt im Gegensatz zu anderen die er rum schubst.

Es fing an mit Unterstellungen wie:
1. ich habe falsches Material geladen obwohl es angeblich richtig ausgezeichnet war.
(ich habe alles richtig geladen aber die Kommissionierer haben es falsch ausgezeichnet, daher habe ich mehr geladen. Die Etiketten haben alle zu meinen Lieferscheinen gepasst. Dafür gab es zeugen)

2. Ich hätte mit einen andere Mitarbeiter zusammen einen LKW zusammen gemacht obwohl noch LKW´s für jeden von uns da gewesen wären.
( Das stimmt auch nicht. Uns hat keiner bescheid gesagt und vorne auf dem Pult lag nur noch ein LKW zum laden daher haben wir schnell kurz vor Feierabend den Lkw zusammen fertig geladen)

3. Ich würde nur rum stehen und Trödeln und mich mit meinem Kollegen Unterhalten, er hätte mich die Letzten Stunden extra beobachtet.Und ich würde mit dem Gabelstapler extra weite strecken fahren um Zeit zu schänden.
(das stimmt auch nicht)
Er hat zu mir gesagt ich wäre ein fauler Sack und hat sich Rassistisch über mich geäußert und sagte das gute Leute wegen mir nicht mehr in der Ladeschicht sein wollen.
Ich habe versucht ihn zu erklären warum ich solche weiten strecke mit dem Stapler fahren muss und das ich mich gar nicht mit dem Kollegen unterhalten habe aber er wollte mir nicht zuhören und hat mich ständig Faul und Lügner genannt und gesagt er wäre nicht blöd er weiß das ich lüge.
Ich habe ihn gesagt das er sich von der Kammera Überwachung die Bilder holen soll das wäre beweiss genug aber das wollte er einfach nicht hören.
Daraufhin ist mir der Kragen geplatzt und ich habe ihn gesagt das all diese Behauptung lügen sind und das er sich das alles zusammen spinnt.Ich habe ihn auch einen Rassist genannt und das er andere bevorzugt.

Nun musste ich am Donnerstag zum Chef und der hat mich wieder zum LKW Fahrer gemacht damit sich die Gemüter in der Ladeschicht beruhigen. Der Betriebsleiter hat ihn alles mögliche erzählt damit ich aus der Ladeschicht fliege.

Dadurch das ich nicht mehr in der Ladeschicht bin verliere ich jeden Monat ca. 1000 Euro (Nachtzulagen).

Da ich solange in der Nachtschicht war und mir der Betriebsleiter diesen Platz fest zugesagt hatte hab ich mir ein Haus gekauft das ich mit dem Gehalt des LKW Fahrers nicht bezahlen kann.
Ich habe versucht das zu erklären aber es war den Herrschaften egal.

Nun zu meiner Frage:

Darf der Betriebsleiter mich einfach raus Moppen und jemanden andren bevorzugen?
Darf der Chef mich einfach versetzen obwohl es vorher so vereinbart war und ich so lange in dieser Position gearbeitet habe?
Und kann ich dagegen was tun?

Sorry für die Länge des Textes aber ich habe versucht so gut wie möglich alles zu erklären.
Ich hoffe es war verständig.

Im voraus schon mal danke...

MfG



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Sehr geehrter Ratsuchender,

da die Sache für Sie finanziell wichtig zu sein scheint, teile ich Ihnen mal mit, was man hier machen kann. Prinzipiell ist die Sache aber nicht so brenzlig, wie Sie das vielleicht erhoffen.

Das Mobben am Arbeitsplatz ist zunächst ein Problem, welches von vielen Arbeitnehmern behauptet wird. Hier muss aber eine gewisse Erheblichkeitsschwelle überschritten sein, so daß arbeitsrechtlich dagegen vorgegangen werden kann. Die Beanstandungen von Ihrem Vorgesetzten scheinen ungerecht zu sein, jedoch beschränken sich Ihre Vorwürfe ( noch ) auf einen gewissen Streit, der erst seit kurzer Zeit besteht. Ein Mobbing würde ich hier noch nicht annehmen.

Bei der Versetzung ist zunächst zu schauen, was Ihnen arbeitsvertraglich zugesichert wurde. Danach waren Sie ein LKW Fahrer mit einem Anspruch auf nur diese Tätigkeit. Durch Ihre langjährige Praxis, in der Ladeschicht tätig werden zu dürfen, kann dieser vertragliche Anspruch aber aufgehoben worden sein und durch Betriebspraxis eine Veränderung Ihres Arbeitsverhältnisses vorgenommen worden sein. Da müssen Sie mal im Arbeitsvertrag nachschauen, ob dort eine Klausel vorgesehen ist, die Änderungen der faktischen Handhabe zu einem neuen Rechtsanspruch werden lässt oder nicht.

Beide Parteien haben hier gute Argumente, die Versetzung in Streit zu stellen oder die Richtigkeit derselben zu behaupten. Diesen Streit können Sie vor dem Arbeitsgericht ausfechten, welches tendenziell Ihnen sogar wegen der letzten mehrjährigen Handhabe Recht geben könnte. Der Versuch ist es also wert, hier einen Rechtsanwalt zu konsultieren, der gerichtlich gegen die nunmehrige Versetzung vorgehen kann. Für Sie kann möglicher Weise Prozesskostenhilfe beantragt werden, um den Streit finanziell überschaubar zu halten.

Gefallen lassen würde ich mir dies erst einmal nicht. Bei dieser Klärung kann der Rechtsanwalt auch Sorge dafür tragen, daß ehrverletztende Äußerungen in Zukunft unterlassen werden.

Wenn Sie hierzu meine Hilfe benötigen, können Sie mich gerne in meiner Kanzlei kontaktieren.

Bis dahin verbleibe ich mit freundlichen Grüssen und hoffe, Ihnen erst einmal einen ersten Eindruck über die Möglichkeiten der hiesigen Streitansätze verschafft zu haben.

Fricke
RA

Nachfrage vom Fragesteller 20.09.2018 | 08:20

Hallo
Danke für die Antwort und Sorry für die verspätete Frage.

In meinen Vertrag steht "der Arbeitnehmer wird als kraftfahrer/ Lager Arbeiter eingestellt"

Ich war übervoll knapp 6 Jahren über 3 Jahre nur nachts im Lager eingesetzt .

Besteht die Möglichkeit mich wieder ins Lager zu klagen?
Und wenn die möglichkeit besteht muss der Arbeitgeber mich wieder nachts einsetzen oder kann er mich auch tagsüber einsetzen? Ich möchte natürlich wieder in die Nachtschicht.

Vielen Dank
MfG

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 21.09.2018 | 18:17

Sehr geehrter Nachfragender,

was mir gerade neu ist, daß im Arbeitsvertrag sogar beide Tätigkeiten aufgeführt sind.
Damit kann das Weisungsrecht in beide Richtungen ausgeübt werden, wobei die betriebliche
Übung der letzten Jahre kein bindender Maßstab ist.

Bei der Schicht besteht kein Anspruch auf eine bestimmte Schicht, es sei denn auch das
wurde im Vertrag geregelt.

Der Arbeitgeber scheint in der Tat zur Zeit relativ frei zu sein, Sie im Lager oder als Fahrer anzustellen.
Die Schichtfrage kann abschließend nicht verlässlich bewertet werden. Sie können sich aber vorsorglich dennoch
auf die betriebliche Übung der zuvorigen Zeit berufen, dann aber besser mit dem AG eine einvernehmliche Lösung suchen.

Mit besten Grüssen

Fricke
RA

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