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Versetzung möglich? Neue Tätigkeit möglich?


02.04.2007 17:40 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Karin Plewe



Hallo!

Ich habe folgende Fragen:

1. Kann mein Arbeitgeber mich mit einer anderen Aufgabe bzw. Tätigkeit betrauen, als die, die im Arbeitsvertrag (s. u.) vertraglich festgelegt ist?
2. Ist es ihm einfach möglich, dass er mich in eine andere Großstadt, z. B. Hamburg, Köln oder Berlin versetzt, obwohl der Dienstsitz München ist?

Mich interessiert vor allem, ob mein Arbeitgeber und wenn ja, unter welchen Voraussetzungen bzw. aus welchen Gründen er solche Maßnahmen einleiten darf? Ich benötige entsprechende Argumente, wenn diesbezüglich die Gespräche mit der Personalabteilung beginnen sollten.

Der Hintergrund ist, dass man mich aus dem Vertrieb „raus haben“ will, da ich von der Mentalität nicht mehr in die neue vertriebliche Unternehmensstrategie passe. Das Beste wäre für meinen Arbeitgeber, wenn ich selber kündige! Es finden z. Zt. keine betrieblichen Rationalisierungen statt, sondern es werden neue Mitarbeiter eingestellt! Meine Umsatz-Zielerfüllung als Key Account Manager ist derzeit ca. 80 bis 100%. Das liegt mir auch schriftlich vor.

Nachfolgend zitiere ich auszugsweise meinen Arbeitsvertrag:

1.Sie treten am 15.04.2004 als Key Account Manager in unsere Gesellschaft ein. Der Dienstsitz ist, bis zu einer evtl. anderweitigen Festlegung durch die Gesellschaft, München.
2.Sollte es sich als notwendig erweisen, behalten wir uns vor, Sie in unserer Gesellschaft auch mit anderen Ihren Fähigkeiten, Kenntnissen und Erfahrungen entsprechenden Aufgaben, ggf. auch an anderen Standorten im Inland, zu betrauen. Im gegenseitigen Einvernehmen können Versetzungen auch ins Ausland erfolgen.

Danke im voraus für die Antwort.

Gruss

Gerti


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Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Anfrage beantworte ich auf der Grundlage Ihrer Angaben wie folgt:

Leider muss ich Ihnen mitteilen, dass Ihr Arbeitgeber aufgrund der Formulierung im Arbeitsvertrag das Recht hat, Sie sowohl an einen anderen Ort im Inland zu versetzen als auch Ihnen eine andere Tätigkeit zuzuweisen.

Die Grenze liegt allenfalls dort, wo Sie krass unter- oder überfordert sein könnten.

Die Einschränkung "sollte es sich als notwendig erweisen" bedeutet zwar, dass Ihr Arbeitgeber diese Maßnahmen mit betrieblichen Erfordernissen begründen muss, jedoch fällt dies einem Arbeitgeber in der Regel nicht schwer. Es muss nicht mit Rationalisierung/Personalabbau begründet werden, sondern es kann jede nachvollziehbare Begründung verwendet werden. Gerade bei Neueinstellungen liefert dies oftmals die Begründung (Ausrede), dass am anderen neuen Standort zu wenig qualifizierte Mitarbeiter sind und man Sie dort dringend benötigt.

Lassen Sie sich alles in Ruhe erläutern und bitten Sie sich in jedem Fall Bedenkzeit aus.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine erste Orientierung geben.

Mit freundlichen Grüßen

Karin Plewe
Rechtsanwältin

info@kanzlei-plewe.de















Nachfrage vom Fragesteller 02.04.2007 | 18:46

Danke für die Antwort.

Muß nicht eine Änderungskündigung erfolgen gegen die ich dann anwaltlich vorgehen kann?

Muß er den Betriebsrat einschalten?

Die willkürliche Versetzung an einen anderen Standort soll seitens des AG nämlich dazu führen, daß ich von selber kündige ...

Gruss

Gerti

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 02.04.2007 | 19:32

Sehr geehrte Fragestellerin,

eine Änderungskündigung muss nicht erfolgen, soweit sich der Arbeitgeber im Rahmen der arbeitsvertraglichen Regelung hält.

Die Einschaltung des Betriebsrates durch den Arbeitgeber ist erforderlich. Insofern wäre es sinnvoll, wenn Sie sich bereits vor dem Personalgespräch mit dem Betriebsrat in Verbindung setzen, denn dort können Sie möglicherweise wertvolle Hinweise zur Situation des Betriebes und zur weiteren Taktik erhalten.

Mit freundlichen Grüßen

Karin Plewe
Rechtsanwältin

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