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Versehentlich mit falschem Auto weggefahren


10.03.2018 17:37 |
Preis: 25,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Tamás Asthoff



Sehr geehrte Damen und Herren,

folgender Fall würde mich interessieren:

Nehmen wir an, A kommt aus dem Supermarkt, geht zum Parkplatz und steigt versehentlich in ein falsches Auto, da es dasselbe Modell ist und optisch auch genau dem von A entspricht und auch ziemlich in der Nähe von ihrem Auto geparkt ist und sich aufgrund eines technischen Defektes auch mit ihrem Funkschlüssel öffnen lässt. A bemerkt dies aber nicht und fährt unbemerkt mit dem fremden Auto zu sich nach Hause und merkt dies auch weiterhin nicht, dass es nicht ihr Fahrzeug ist. Am nächsten Tag steht die Polizei vor der Tür und beschlagnahmt das Auto und erklärt, dass ein Strafverfahren gegen A eingeleitet wurde.

Ich bitte um eine ausführliche Erläuterung (kein Gutachten, sondern nur Erläuterung) unter Verwendung von juristischen Fachbegriffen, ob das Strafverfahren Aussicht auf Erfolg hätte.

Vielen Dank schonmal im Voraus!

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Zunächst möchte ich darauf hinweisen, dass nach den AGB dieser Plattform und nach allen Prüfungsordnungen von Lehreinrichtungen das "Beantwortenlassen" von Prüfungsaufgaben unzulässig ist.

Im Übrigen gilt für Ihre allgemein gehaltene Frage, von der ich annehme, dass es keine Prüfungsaufgabe ist, folgendes:

A könnte sich wegen eines Diebstahls strafbar gemacht haben.

In objektiver Hinsicht hat A nämlich einen Diebstahl erfüllt: Er hat eine fremde(1.) bewegliche (2.) Sache (3.) weggenommen.

Die Wegnahme bedeutet übrigens den Bruch fremden, und die Begründung eigenen Gewahrsams. Das liegt vor.

In subjektiver Hinsicht müsste die Wegnahme auch in der Absicht geschehen sein, sich die Sache rechtswidrig zuzueignen.

Daran scheitert es hier. A hatte nämlich zu keiner Zeit die Absicht, sich einen fremden Wagen zuzueignen. Es fehlt somit schon am Vorsatz und damit schon am Tatbestand. Dies nimmt diese "Absicht" nämlich (als subjektives Merkmal) mit in den Tatbestand auf. Sonst würde man den Vorsatz erst nach der Erfüllung des (objektiven) Tatbestandes prüfen wollen

Spätestens bei der Vorsatzprüfung würde die Strafbarkeit aber auch scheitern: § 16 STGB
Irrtum über Tatumstände

(1) 1Wer bei Begehung der Tat einen Umstand nicht kennt, der zum gesetzlichen Tatbestand gehört, handelt nicht vorsätzlich.

Da A nicht wusste, dass der Wagen fremd ist, und dies laut SV auch nicht merken musste, handelte er ohne VOrsatz und ist nicht wegen Diebstahls strafbar.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


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