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Verschwiegenheitspflicht


08.03.2018 13:33 |
Preis: 80,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Norman Schulze



Hallo.

Ich habe folgende Frage:
Ich habe ein Unternehmen und lasse dieses in Steuerangelegenheit (Buchführung, Lohn, Jahresabschlüsse) von einem Rechtsanwalt betreuen. Steuerberater ist diese Anwalt nicht. Es ist ihm aber wohl durch das Steuerberatergesetz gestattet.
Ich bin auch zufrieden mit seiner Arbeit.

Ich habe nun jedoch erfahren, dass mein wichtigster Geschäftspartner (also ein anderes Unternehmen mit dem ich fast ausschließlich Umsätze realisiere) ebenfalls von diesem Rechtsanwalt betreut wird.

Meine Frage lautet:
Ist dies zulässig? Immerhin kennt der Rechtsanwalt ja alle meine Daten.

Vielen Dank.

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Sehr geehrte(r) Rechtssuchende(r),
vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt summarisch beantworten möchte:

Ist dies zulässig?

§ 6 BOStB (Berufsordnung der Bundessteuerberaterkammer) – Interessenkollisionen, lautet in den wesentlichen Punkten:

(1) Steuerberater dürfen nicht tätig werden, wenn eine Kollision mit eigenen Interessen gegeben ist.

(2) Mehrere Auftraggeber dürfen in derselben Sache beraten oder vertreten werden, wenn dem Steuerberater ein gemeinsamer Auftrag erteilt ist oder alle Auftraggeber einverstanden sind.

Die eigenen Interessen des Beraters sehe ich hier nicht berührt.

Auch wenn Sie mit einem weiteren Mandanten des Beraters in einem Auftragnehmer/Auftraggeber - Verhältnis stehen, betreut der Steuerberater sie nicht in einer Sache. Denn jede Steuerberatungssache, also sowohl Ihre als die des Geschäftspartners, sind zwei getrennte Sachen. Daher wird Ihr Steuerberater auch nicht in ein und derselben Sache für Sie beide tätig.
Die für Sie unangenehme Sache ist daher berufsrechtlich nicht greifbar. Sie können der Situatiuon nur dann enfliehen, wenn Sie sich steuerlich anders beraten lassen.

Ich möchte abschießend zudem darauf hinweisen, dass dieses Forum lediglich die Funktion hat, einen ersten Überblick über die Rechtslage zu geben. Eine vollständige und persönliche Rechtsberatung kann hierdurch nicht ersetzen werden. Auch führt das Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen unter Umständen zu einer völlig anderen rechtliche Beurteilung.

Mit freundlichen Grüßen
N. Schulze

Nachfrage vom Fragesteller 08.03.2018 | 16:10

Hallo.

zunächst vielen Dank für die Antwort.

Ich habe folgende Frage:
Wie ich schrieb, ist der Rechtsanwalt kein Steuerberater.
Warum findet die Berufsordnung der Steuerberater Anwendung?

Vielen Dank.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 08.03.2018 | 16:23

Sehr geehrte(r) Rechtssuchende(r),


§ 3 Steuerberatungsgesetz (StBerG) lautet im wesentlichen Teil wie folgt:

Zur geschäftsmäßigen Hilfeleistung in Steuersachen sind befugt:

1.

Steuerberater, Steuerbevollmächtigte, Rechtsanwälte, niedergelassene europäische Rechtsanwälte, Wirtschaftsprüfer und vereidigte Buchprüfer [...]

Daher ist der Kollege als Rechtsanwalt befugt, geschäftsmäßige Hilfeleistung in Steuersachen zu erledigen, obwohl er kein Steuerberater ist. Es kommt daher auch entsprechende Berufsordnung zur Anwendung.



Mit freundlichen Grüßen
N. Schulze


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