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Verschwiegener Mangel beim Autokauf


| 07.05.2007 10:47 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Stefanie Helzel



Ich habe im November in einem großen Autohaus in Berlin einen A 3, 3 Jahre alt, gekauft.
Mir wurde vor dem Kauf bekannt gegeben, das Fahrzeug hätte einen Frontschaden gehabt. Ich habe das Auto trotzdem genommen.

Im Dezember kam die erste Nachbesserung, die Sicherheitsgurte ließen sich nicht aufrollen. Wurden ausgetauscht.

Danach schloss das Kofferraumschloß nicht mehr, wurde auch ausgetauscht. Schließt aber immer noch nicht richtig.

Von mir wurde jetzt ein weiterer Mangel angemeldet, Kofferraumschloß schließt immer noch nicht und die hintere Stoßstange klappert. Termin zur Besichtigung und Garantieleistung wurde gegeben.

Letztes Wochenenende dann, platzte mir auf der Autobahn der linke hintere Reifen. Alles gut gegangen, nichts passiert.

Reklamation beim Autohaus, sie hätten mir minderwertige Ware -Reifen- verkauft.
Das wurde mir jetzt alles zu bunt, habe mir einen Gutachter bestellt, der sollte nur die Reifen begutachten. Es ist leider so, ich habe mir einen Nagel eingefahren. Keine Verschulden des Autohauses.
Aber:
Habe dem Gutachter mein Leid mit dem Auto geklagt, auch von der hinteren Stoßstange usw.

Fakt ist jetzt, Frontschaden kann er bestätigen, da war was.

Zusätzlich hat er festgestellt, dass die Beifahrertür nachlackiert wurde und dass der Audi einen Heckschaden hatte. Díeser Schaden wurde nicht einmal vollständig behoben, daher auch die klappernde Stoßstange und das nicht schließende Kofferklappenschloß.
Auch jetzt für mich leicht zu erkennen, die Rücklichter waren ausgebaut und sitzen nicht original.

Es ist lt. Gutachter eindeutig, dass dort ein Schaden bestanden hat.
Diese Schäden wurden mir vom Verkäufer verschwiegen.

Noch ein Sachverhalt zum Kauf: das Auto hat 18.000 Euro gekostet, für 5.000 Euro habe ich eine Finanzierung aufgenommen.

Meine Frage:

Ich möchte das Auto an das Autohaus zurück gegeben, sprich Wandeln des Kaufvertrages.
Kann ich das uneingeschränkt verlangen, wenn ja, wie wird in solchen Fällen die Rückzahlung vorgenommen, was passiert beim Kredit mit den Vorfälligkeitszinsen, kann ich Barauszahlung verlangen. Wie lange dauert erfahrungsgemäß eine Wandlung des Vertrages, ist es besser gleich einen Anwalt einzuschalten.

Ich brauche täglich ein Fahrzeug, kann mich da auf lange Wartezeiten eigentlich nicht einlassen.

Vielen Dank im Voraus für Ihre Mühe.

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Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Frage beantworte ich auf der Grundlage Ihrer Angaben und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt:

Aufgrund der Schäden haben Sie zwei Möglichkeiten, den Kaufvertrag rückgängig zu machen:

1. Sie können den Rücktritt vom Vertrag erklären (das entspricht der früheren Wandlung)

2. Sie können den Vertrag wegen arglistiger Täuschung anfechten.

Aufgrund der Erheblichkeit der Mängel scheint ein weiteres Festhalten an dem Vertrag unzumutbar, so dass Ihnen ein gesetzliches Rücktrittsrecht zusteht.

In beiden Fällen ist der PKW an das Autohaus zurückzugewähren, im Gegenzug gegen Rückzahlung des Kaufpreises (Bar oder durch Überweisung). Gezogene Nutzungen (halbjährige Nutzung des PKW) sind in Abzug zu bringen; diese werden Sie sich anrechnen lassen müssen.
Zusätzliche Kosten (Vorfälligkeitsentschädigung für den Kredit) sind durch das Autohaus als Schaden zu ersetzen, sofern dieses nachweislich schuldhaft gehandelt hat.
Von einem Verschulden des Autohauses kann vermutlich ausgegangen werden. Gerade aufgrund des bekannten Unfallschadens hätte diesem eine gesteigerte Untersuchungspflicht oblegen.

Wie lange die ganze Angelengheit dauern wird ist einzig und allein abhängig von der Kulanz des Autohauses, so dass ich dazu kein Aussage treffen kann.

Sie sollten unbedingt einen Rechtsanwalt vor Ort zu Rate ziehen, der Sie bei der Abwicklung unterstützt. Dies könnte auf das Autohaus zu einer schnelleren Rückwicklung bewegen. Die Kosten dieser Inanspruchnahme werden im Wege des Schadensersatzes ebenfalls zu ersetzen sein.

Ich hoffe Ihnen eine erste Orientierung vermittelt zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Stefanie Helzel
- Rechtsanwältin -

Bitte beachten Sie, dass meine Ausführungen allein die von Ihnen geschilderten Aspekte umfassen. Das Verschweigen von wesentlichen Informationen kann u.U. zu einer anderen Beurteilung führen.

Nachfrage vom Fragesteller 08.05.2007 | 13:15

Guten Tag Frau RA Hetzel,

keine Frage, aber kurze Info.
Wie gesagt, Ihre Antwort hat mir sehr geholfen, denn ich hatte ja bereits am Abend einen Termin im Autohaus. Hatte mein Anliegen per Fax vorher angekündigt, Rückgabe des Fahrzeuges. Durch Ihre Antwort war ich natürlich sehr bestärkt und konnte festen Fusses die Rücknahme verlangen.

Und so ist es auch geschehen, man hat mir dann aber gesagt, es sei wohl kein Unfall am Heck und an der Tür gewesen, man habe das Auto vor dem Verkauf nur noch verschönern wollen, Kratzer beseitigen usw. das darf man als Autohaus schon. Aus dem Grunde habe man es eben mal das halbe Auto überlackiert. Von mir jetzt etwas zynisch geschrieben. Aber es ist doch wohl ein Witz und eine glatte Lüge. Wenn nur Kratzer gewesen wären, warum die Lackiert haben, hätten Sie doch sagen können. Hätte ich dann zwar auch nicht mehr gekauft, aber ehrlich wärs gewesen.

Die haben das Auto sofort Beiseite geschafft. Ich hoffe, doch die Rückzahlung klappt noch reibungslos. Zinsen soll ich auch hälftig zahlen, habe ich aber abgelehnt.
Meine Anwältin ist auch schon informiert, sollte die Rückzahlung nicht klappen, schaltet Sie sich ein.
Soweit denke ich ist es ganz gut gelaufen.

Es war ganz erfolgreich und ich bedanke mich nochmals für Ihre kompetente und schnelle Antwort.

Viele Grüße H. Lange

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 08.05.2007 | 13:22

Vielen Dank für die Information.

Ich halte die Aussage des Autohauses ebenfalls für eine faule Ausrede. Ihre Anwältin sollte sich auf eine schnellstmögliche Rückzahlung drängen.

Es freut mich, dass ich Ihnen weiterhelfen konnte.

Freundliche Grüße

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