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Verschwiegene Vorschäden beim Kauf eines gebrauchten Kfz vom Händler

08.02.2016 21:27 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von


22:45
Guten Abend,

Folgender Sachverhalt:
Im März 2015 kaufte ich von einem Händler einen Gebrauchtwagen (Mercedes Bj 2010, 50.000km, 25400€) . Mir wurde mündlich mehrfach bestätigt das der Wagen keine Unfallschäden oder sonstige Vorschäden hatte. Nun ist mir vor einigen Wochen eine ältere Dame beim einparken in die Fahrertür gefahren welche daraufhin neu lackiert werden musste. Als ich beim Mercedes Autohaus, wo die Reparatur durchgeführt wurde den entstandenen Farbunterschied bemängelte wurde mir gesagt, dass das Fahrzeug bereits früher an beinahe jedem Karosserieteil nachlackiert wurde.
Dies bestätigte mir auch der Sachverständige der Kfz Versicherung der Unfallverursacherin nach einer Messung mit einem Lackschichtendickenmesser.
Jetzt fühle ich mich natürlich arglistig getäuscht.
Ich Kaufvertrag steht:
"Nachlackierungen auf Grund von Park- oder Blechschäden möglich".
Jedoch keine präzise Schadensbeschreibungen oder ähnliches. Darauf angesprochen sagte mir die Verkäuferin damals das steht bei gebrauchten immer drin bei dem Kfz war aber nichts. Ok, naiv, gutgläubig unterschrieben.

Jetzt zu meiner Frage:
Habe ich die Möglichkeit den Händler in irgendeiner weise zu belangen ob nun durch einen finanziellen Ausgleich oder gar eine Anfechtung des Kaufvertrages. Oder ist er durch die Klausel aus dem Schneider?
Bei persönlicher Vorstellung beim Händler wurde der Sachverhalt herunter gespielt und abgestritten und auf eine Email mit Fristsetzung und bitte um Stellungnahme an den Geschäftsführer habe ich keine Antwort bekommen.

Wie kann ich sinnvoll vorgehen?

Besten Dank im Voraus für die Antwort.
08.02.2016 | 21:53

Antwort

von


(2068)
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30449 Hannover
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Sehr geehrter Fragesteller,

es gibt zwei Möglichkeiten, um von Kaufvertrag zurückzutreten. Entweder können Sie dem Händler nachweisen, dass er von den Vorschäden wusste (hier kann auch der Vorbesitzer befragt werden) oder aber die Unfallfreiheit wurden Ihnen schriftlich oder mündlich unter Zeugen zugesichert. Das scheint bei Ihnen auch der Fall gewesen zu sein.

In diesen Fällen könnten Sie vom Kaufvertrag zurücktreten (am besten per Einwurfeinschreiben und Zahlungsfrist von zehn Tagen) und den Kaufpreis zurückverlangen.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall Hilfe brauchen sollten, stehe ich Ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung, da meine Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung vollständig angerechnet oder auch erstattet werden, wenn Sie eine Rechtsschutzversicherung besitzen sollten.

Mit freundlichen Grüßen

Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 08.02.2016 | 22:04

Vielen Dank für die prompte Antwort.
Die unfallfreiheit wurde mir mündlich zugesagt, bei der Besichtigung auch vor einem Zeugen. Im Kaufvertrag steht aber nicht explizit "unfallfrei".
Blechschäden müssen ja soweit ich weiß auch nicht zwingen auf einen Unfallschaden zurück zu führen sein. Laut meiner Auffassung aber sehr wohl um "meldepflichtig Vorschäden".
Weiter steht im Kaufvertrag "mündliche Vereinbarungen bestehen nicht..."
Die Frage ist eben ob eine Klage in dem Fall erfolgversprechend ist aufgrund der Klauseln im Kaufvertrag und ich eben keine Beweise außer den einen Zeugen habe der bei der ersten Besichtigung dabei war.
Besten Dank

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 08.02.2016 | 22:45

Sehr geehrter Fragesteller,

eine mündliche Zusicherung kann nicht durch eine spätere schriftliche Klausel zunichte gemacht werden, da es sonst Missbrauch Tür und Tor öffnen würde. Der Erfolg hängt wesentlich davon ab, wie glaubwürdig der Zeuge vor Gericht ist und mit welchem genauen Wortlaut der Händler dies sagte.
Das ist meist schwierig vorauszusehen, die Chancen stehen allerdings nicht schlecht.

Wenn Sie noch weitere Fragen haben oder rechtliche Hilfe brauchen sollten, sprechen Sie mich bitte direkt per E-Mail an, da diese Plattform nur eine einmalige Nachfrage erlaubt, ich Ihnen aber gerne weitere kostenlose Nachfragen beantworte und sich meine Kanzlei auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung vollständig angerechnet oder auch erstattet werden, wenn Sie eine Rechtsschutzversicherung besitzen sollten.

Über eine ggf. positive Bewertung würde ich mich freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt

Ergänzung vom Anwalt 08.02.2016 | 22:48

Es empfiehlt sich hier erfahrungsgemäß außerdem den Vorbesitzer des Händlers zu befragen, was er diesem mitteilte.

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