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Versäumte Klageeinreichung


14.07.2006 11:19 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz



Im Herbst 2003 habe ich einen Anwalt beauftragt eine KFZ-Werkstatt zu verklagen da meiner Meinung nach die Reparatur meines Fahrzeugs nicht zufriedenstellend ausgeführt wurde. Die KFZ-Werkstatt hatte begonnen - nach Fristsetzung meinerseits - nachzubessern, hat mir auch ein Leihwagen zur Verfügung gestellt, dann aber mit der Nachbesserung aufgehört. Ich habe das KFZ bei 2 weiteren Firmen fertig reparieren lassen. Diese Kosten wollte ich ersetzt haben.

Obwohl ich meinen Anwalt mehrmals per e-mail und fax darauf aufmerksam gemacht habe hat er es versäumt die Klage fristgemäß im Jahr 2003 einzureichen. Die Klage wurde erst Ende 2005 eingereicht, zugestellt erst im Februar 2006. Im nunmehr erfolgten Urteil wird meine Klage aufgrund einer Verjährung abgelehnt.
Kann ich gegen den Anwalt oder gegen die zu erwartenden Rechnung für diese schlechte Dienstleistung vorgehen. Soll oder kann ich meine Rechtsschutzversicherung darüber informieren.

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Sehr geehrter Ratsuchender ich möchte mich für Ihre Anfrage bedanken und diese auf Grund Ihrer Angaben und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt beantworten:

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass ich hinsichtlich eines eventuellen Fehlverhaltens eines Kollegen hier zurückhaltend antworten möchte, solange ich die streitgegenständlichen Unterlagen, die Auskunft über den genauen Hergang bringen, nicht einsehen und mir dadurch ein fundiertes Urteil erlauben kann.

Allerdings gilt der Grundsatz, dass ein Rechtsanwalt alle Maßnahmen treffen muss, um einen Prozesserfolg herbei zu führen. Hierbei muss er alle Angriffsmittel rechtzeitig geltend machen und darf keine prozessualen Fristen versäumen.

Der Rechtsanwalt muss sicherstellen, dass seinem Mandanten keine Rechtsnachteile durch Verjährung entstehen. Er muss den Verjährungsbeginn und die Verjährungsfrist prüfen und für die rechtzeitige Hemmung oder Unterbrechung der Verjährung sorgen.
Dem Rechtsanwalt darf allerdings nicht die Verantwortung für eine fehlerhafte Rechtsanwendung des Gerichtes überbürdet werden.

Sollte die Verjährung Ihrer Forderung und das Verlieren bei Gericht tatsächlich nur dadurch eingetreten sein, dass Ihr Anwalt die Klage schuldhaft nicht rechtzeitig eingereicht hat, dann können Sie Ersatz des dadurch entstehenden Schadens fordern. Somit unter Umständen die Forderung, wenn Sie bei sachgemäßer anwaltlicher Vertretung gewonnen hätte.

Es ist sicherlich sinnvoll, wenn Sie die Rechtschutzversicherung über den Vorfall informieren. Auch sollten Sie mit Ihrem Anwalt über eine eventuelle Freistellung von der Rechnung sprechen.
Da gerichtlich nicht geklärt, ob eine schuldhafte Pflichtverletzung Ihres Anwaltes vorliegt und Ihr Anwalt für Sie tätig geworden ist, hätte er grundsätzlich einen Anspruch auf Vergütung.
Hier könnte man aber über eine Aufrechnung nachdenken.

Ergänzend möchte ich auf folgendes hinweisen. Meine Auskunft umfasst wesentliche Gesichtspunkte die im geschilderten Fall allgemein zu beachten sind. Daneben können weitere Tatsachen von Bedeutung sein, die zu einem ganz anderen Ergebnis führen können. Deshalb sind verbindliche Empfehlungen darüber, ob und wie Sie Ihre Rechte durchsetzen können nur im Rahmen einer Mandatserteilung möglich.

Ich hoffe Ihnen im Rahmen dieser Erstberatung einen Überblick verschafft zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia Vetter


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