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Verringert sich der Nachlass auch um die Kosten, die ein Pflichtteilberechtigter hat, um seinen Ante

| 16.06.2010 10:44 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Mathias Drewelow


Zum Thema Pflichtteil habe ich zwei Fragen:

1. Der Nachlass verringert sich um gewissse Posten wie Beerdigungskosten ect. Verringert sich der Nachlass auch um die Kosten, die ein Pflichtteilberechtigter hat, um seinen Anteil geltend zu machen?

2.1 Durch die Zahlung eines Pflichtteils soll der Berechtigte so gestellt werden, als hätte er dieses zum Todeszeitpunkt erhalten. Der Nachlass meines Vaters besteht überwiegend aus Bundeswertpapieren. Der Pflichtteil wurde knapp drei Jahre nach dem Todesfall geltendgemacht. Stehen mir die Erträge aus diesem Zeitraum zu?
2.2 Falls Sie diese Frage verneinen, sind Erträge für die Zeit zwischen der Geltendmachung des Pflichteils und seiner Auszahlung zu berücksichtigen?

Bitte geben Sie eine Rechtsvorschrift an, falls Sie eine Frage bejahen. So kann ich über die webeigene Suchfunktion zu Rechtsprechung gelangen.

Viele Grüße und besten Dank im Voraus



Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Frage unter Berücksichtigung des geschilderten Sachverhaltes sowie des Einsatzes wie folgt:


Der Pflichtteilsanspruch wird im Wege einer Nachlassbilanz berechnet, in der gem. § 2311 BGB alle Aktiv- und Passivwerte eingesetzt werden.

Vom Nachlasswert werden dann verschiedene Verbindlichkeiten abgezogen.
Dazu gehören neben Geldschulden des Erblassers, Zugewinnausgleichsforderungen unter anderem auch Kosten der Nachlassverwaltung sowie Prozesskosten von Erbschaftsstreitigkeiten.

Diese Nachlassprozesskosten beziehen sich z. Bsp. auf die Kosten der anwaltlichen Inanspruchnahme, wenn diese Inanspruchnahme von Erben im Interesse des Nachlasses ist. Es sind also stets Kosten der Erben/Erbengemeinschaft gemeint – nicht solche von Dritten.
Sonach werden die Kosten des Pflichtteilsberechtigten (der obgleich einer gewissen Nahstellung zum Erbe als „Dritter" behandelt wird) zur Geltendmachung seiner Ansprüche nicht von der Erbmasse abgezogen. Anwaltskosten der Erben für die Pflichtteilsberechnung sind ohnehin nicht abzusetzen.


Für die Höhe des Pflichtteiles ist Stichtag der Tag des Ablebens des Erblassers. ( § 2303 Abs. 1 S. 2 BGB)
Für die Ermittlung des Wertes des Nachlasses zu diesem Zeitpunkt stehen dem Pflichtteilsberechtigten auch die umfangreichen Auskunftsansprüche aus § 2314 BGB zur Verfügung.

Auch die Bundeswertpapiere sind mit dem Wert anzusetzen, den sie an diesem Tag hatten.
Dementsprechend werden auch keine Wertunterschiede, den die Papiere zwischen Geltendmachung und Auszahlung des Wertes erfahren, berücksichtigt.




Ich hoffe, ich habe Ihnen mit der Beantwortung der Fragen weitergeholfen.


An dieser Stelle sei der Hinweis erlaubt, dass diese Internetplattform eine eingehende, rechtliche Beratung nicht ersetzen kann, sondern vielmehr der ersten rechtlichen Orientierung dienen soll.
Das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen kann das Ergebnis der juristischen Bewertung beeinflussen und sogar zu einem völlig gegensätzlichen Ergebnis führen.

Gern können Sie mich bei Rückfragen oder einer gewünschten Interessenvertretung kontaktieren.



Bewertung des Fragestellers 18.06.2010 | 00:31

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