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Verrechnung von Unterhalt mit Anwaltshonorar


| 20.01.2005 19:29 |
Preis: ***,00 € |

Anwaltsrecht, Gebührenrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Guten Abend,
ich habe mithilfe meines Anwalts einen Teil der (Kindes-)Unterhaltsansprüche über einen Gerichtsvollzieher erfolgreich einklagen lassen. Nun hat er seine Honorarforderung gleich mit dem eingegangenen Unterhalt verrechnet, d.h. statt 1200 Euro erhalten wir nur 630 Euro. Ich bin der Meinung, daß die Forderung des Anwalts nicht mit meiner eingeklagten Forderung des Kindesunterhalts verrechnet werden kann, da der Kindesunterhalt "geschützt" ist und an die Berechtigten unverändert durchgeleitet werden muss. Zudem handelt es sich um zwei verschiedene Forderungen, genau genommen ja um drei, da ich ja die Anwaltskosten beim Unterhaltsschuldner ebenfalls einfordern kann. Zudem bin ich bei der Anwaltsforderung noch garnicht im Verzug. Ich wäre um eine ehrliche Antwort aus Ihren Kreisen sehr dankbar!Mein Anwalt war sauer und erklärte, dass dies so zulässig sei, konnte mir aber keinen rechtlichen Hintergrund dafür nennen.

Die Frage ist also: Ist eine Verrechnung von Anwaltshonorar mit eingeklagten Kindesunterhalt zulässig?






Sehr geehrte Ratssuchende,

der Kollegen hat ein Problem.

Solange Sie keine Rechnung erhalten haben, ist das Honorar noch nicht fällig; schon allein deshalb verbietet sich die Aufrechnung.

Da es sich um Kindesunterhalt handelt, und mit der Aufrechnung DEM KIND die Lebensgrundlage entzogen werden würde, verbietet sich auch deshalb die Aufrechnung (lieber Kollege, lese einmal § 394 BGB gut durch).

Klären Sie die Sache noch einmal mit dem Kollegen und bieten Sie ihm an, dass Sie ihm den Kostenerstattungsanspruch gegen den Kindesvater abtreten.

Lenkt er dann immer noch nicht ein, sollten Sie die Rechtsanwaltskammer einschalten (Lieber Kollege, tut mir leid, aber Recht muss Recht bleiben).

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 20.01.2005 | 20:22

Der Anwalt hat dem Unterhaltsschuldner bereits die gleiche Forderung über sein Honorar geschickt! Dies teilte mir der Schuldner soeben auf Nachfrage mit.
Frage: Wie soll ich mich nun verhalten? Ich fühle mich wirklich getäuscht und bin sehr verärgert.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.01.2005 | 23:21

Fordern Sie das Geld vom Kollegen UNVERZÜGLICH heraus; zahlt er nicht, wenden Sie sich an die RA-Kammer.

Bewertung des Fragestellers |


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