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Verrechnung Steuer auf Abfindung mit Verlustvortrag aus Immobilienverkauf

| 10.02.2009 12:14 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Hallo, wir haben im Jahre 2002 unsere damals vermietete Immobilie an die damaligen Mieter mit Verlust verkauft und ich habe seitdem auf mienem Steuerbescheid vom Finanzamt einen Verlustvortrag aus Immobiliengeschaeften von ca. 36000 Euro.

Nun wird zum 28.2. 2009 meine Firma, in der ich bis jetz beschaeftigt bin liquidiert und ich erhalte eine Abfindung von ca. 55000 Euro.

Meine Frage lautet: Kann ich die auf die Abfindung zu zahlende Steuer mit dem vorgenannten Verlustvortrag verrechnen, so dass ich auf die Abfindung keine Steuer bezahlen muss, bzw. erkennt das Finanzamt eine derartige Verrechnung an ?

Mit freundlichen Grüßen.

O.Schwandt




-- Einsatz geändert am 10.02.2009 12:19:14

Sehr geehrte/r Ratsuchende/r,

gern beantworte ich Ihre Frage unter Berücksichtigung des geschilderten Sachverhaltes wie folgt:

Ich gehe davon aus, dass zwischen Erwerb und Veräußerung Ihrer Immobilie nicht mehr als 10 Jahre liegen. Für diesen Fall liegt ein sogenanntes Spekulationsgeschäft vor. Eine Verrechnung ist daher nur mit anderen Spekulationsgeschäften möglich. Eine Verrechnung mit anderen Einkunftsarten findet somit nicht statt. Die Abfindung ist eine sonstige Einkunftsart nach § 24 I 1 a EStG .

Zudem ist ab 2009 zu beachten, ob "Altverluste" oder "Neuverluste" vorliegen.
Bei "Altverlusten" handelt es sich um Spekulationsgeschäfte, bei denen der Erwerb vor dem 1.1.2009 erfolgt ist und die Veräußerung innerhalb der Spekulationsfrist stattgefunden hat. Solche Verluste können ab 2009 bis einschließlich 2013 alternativ mit den eben genannten Spekulationsgewinnen (§ 23 EStG ) oder mit Wertzuwächsen im Bereich der Kapitaleinkünfte (§ 20 Abs. 2 EStG ) verrechnet werden. Für diese Verrechnung eignen sich neben "Spekulationsgewinnen" auch Wertzuwächse bei Kapitalforderungen, z. B. aus abgezinsten Wertpapieren.

Bezüglich Ihrer Abfindung gilt Folgendes: Der Teil einer Abfindung, der den Freibetrag nach § 3 Nr 9 EStG übersteigt, ist grundsätzlich steuerpflichtig. Hier greift die so genannte Fünftelregelung: Die Abfindung wird fiktiv auf fünf Jahre verteilt, um zu einem ermäßigten Steuersatz für den Arbeitnehmer zu kommen. Eine Sonderregel greift jedoch, wenn die Abfindung höher ist als das sonstige Einkommen. Ist dieses etwa wegen Sonderausgaben, außergewöhnlichen Belastungen oder Verlusten aus anderen Einkunftsarten negativ, wird die ermäßigte Besteuerung der Abfindung auf ein Fünftel des insgesamt zu versteuernden Einkommens berechnet und dieser Betrag dann verfünffacht.

Für den Fall, dass mehr als 10 Jahre zwischen Erwerb und Veräußerung liegen, bitte ich um eine Mitteilung an die unten genannte E-Mail-Adresse. Ich werde Ihren Fall dann selbstverständlich neu prüfen und beantworten.



Ich hoffe, Ihre Fragen -basierend auf den von Ihnen gemachten Angaben- zunächst beantwortet zu haben, da im Rahmen dieses Online -Forums nur eine erste anwaltliche Einschätzung des Problems erfolgen kann. Dies ist demzufolge kein Ersatz für eine eingehende rechtliche Beratung. Ich bitte des-wegen um Ihr Verständnis, dass eine abschließende rechtliche Bewertung Ihres Falles, die Kenntnis des vollständigen Sachverhaltes und / oder der vollständigen Unterlagen erfordert.
Ich empfehle Ihnen daher, einen Rechtsanwalt Ihres Vertrauens zu beauftragen, sofern Sie eine ab-schließende Beurteilung erhalten möchten. Bitten beachten Sie, dass dabei weitere Kosten anfallen.
Gerne stehe auch ich Ihnen bei der weiteren Geltendmachung Ihrer Interessen zur Verfügung. In die-sem Falle wird die von Ihnen im Rahmen dieses Online-Forums bezahlte Gebühr angerechnet.
Sollten Sie dies wünschen, können Sie sich jederzeit - gerne auch per E-Mail - mit mir in Verbindung setzen.

Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen

Maraike Barte
Rechtsanwältin





Rechtsanwältin
Maraike Barte
Walderseestr. 13
30177 Hannover

Tel: 0511 / 26277784
Fax: 0511 / 26277786
E-Mail: RA.Barte@gmx.de



Bewertung des Fragestellers 10.02.2009 | 19:48

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"Ich hätte mir noch Vorschläge gewünscht, die zur Senkung der Steuern führen würden.
mfG."