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Verrechnung Arbeitszeit an Krankentag und Aufrundung Arbeitszeit

| 01.10.2012 20:54 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Zwei Fragen hätte ich:
Betrieb hat 40h Woche mit Kernarbeitszeit von 10-16Uhr. Arbeitszeitkonto gibt es keines, Überstunden sind gleich abzugleiten. Keine Zeiterfassung. Jeder führt (wenn überhaupt) für sich eine Excelliste, in der Regel erfolgt keine Überprüfung, "Vertrauensarbeitszeit".

1) Angestellte(r) arbeitet an einem Tag für 2-3h, meldet sich danach aber krank. Krankschreibung erfolgt. Kann hier der/die Angestellte sagen, ok die 2-3h schreibe ich meinem Zeitkonto gut, so daß ich etwa am Freitag die 2-3h weniger arbeiten muß?

2) Können Angestellte, die ihre Arbeitszeit selbst erfassen, diese aufrunden zb auf die nächsten 15min? An für sollte doch jeder minutengenau seine Zeit erfassen, oder?

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Frage möchte ich anhand des geschilderten Sachverhalts wie folgt beantworten:

Sofern am Tag der Krankmeldung noch Arbeitsstunden geleistet worden sind, entstehen dadurch grundsätzlich keine Überstunden, die anderweitig für eine reduzierte Arbeitszeit eingesetzt werden könnten. Für Tage an denen zumindest noch teilweise gearbeitet wurde, beginnt u.a. die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall grds. am darauf folgenden Tag der Arbeitsunfähigkeit. Auch eine Teilarbeitsunfähigkeit gilt als Arbeitsunfähigkeit i.S.d. Entgeltfortzahlungsgesetzes, da die vertragliche vollumfänglich geschuldete Arbeitsleistung (Umfang, Inhalt, Arbeitszeit u.a.) als Einheit betrachtet wird.

Bezüglich der Aufrundung von Arbeitsstunden auf die nächsten 15 min. ist festzuhalten, dass Arbeitnehmer in „selbstkontrollierten" Zeiterfassungssystemen grundsätzlich die arbeitsvertragliche Verpflichtung trifft, die Arbeitszeit korrekt zu dokumentieren. Dies insbesondere, wenn wie im aktuellen Fall die Kontrolle durch den Arbeitgeber schwer möglich ist. Der Arbeitgeber muss auf eine korrekte Dokumentation der Arbeitszeit der am Gleitzeitmodell teilnehmenden Arbeitnehmer vertrauen können. Überantwortet der Arbeitgeber wie vorliegend den Nachweis der geleisteten Arbeitszeit den Arbeitnehmern selbst und füllt ein Arbeitnehmer die dafür zur Verfügung gestellten Formulare oder Excell-Tabellen wissentlich und vorsätzlich falsch aus, so stellt dies in aller Regel einen schweren Vertrauensmissbrauch dar, der zur Kündigung führen kann.

Ich hoffe, Ihnen mit diesen Ausführungen eine erste Orientierung verschafft zu haben. Hinweisen möchte ich noch darauf, dass diese Plattform nur eine erste Einschätzung des von Ihnen geschilderten Sachverhalts leisten kann. Eine umfassende Rechtsberatung kann und soll hierdurch nicht ersetzt werden.

Mit freundlichen Grüßen,

Bewertung des Fragestellers 01.10.2012 | 22:04

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