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Verpflichtung Ausstellung einer Lohnsteuerbescheinigung (Arbeitgeber im EU-Ausland)

18.10.2019 18:33 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


00:25

Sehr geehrte Frau Rechtsanwältin,
sehr geehrter Herr Rechtsanwalt,

der Sachverhalt stellt sich wie folgt dar:
Mein Arbeitgeber hat seinen Sitz in Brüssel, Belgien. Alle Vertreter des Unternehmens sind ebenfalls in Belgien.
Meine Person ist in Deutschland ansässig (keine weiteren Beschäftigten in Deutschland). Ich bin in Deutschland gemeldet und mein ständiger Aufenthaltsort ist Frankfurt/Deutschland. Ich habe einen deutschen Arbeitsvertrag und arbeite ausschließlich vom Home-Office. Mein Tätigkeitsschwerpunkt liegt im Bereich New Business Development.
Die Sozialabgaben (Rentenversicherung , Krankenversicherung etc.) werden über einen Dienstleister meines Arbeitgebers direkt abgeführt. In Bezug auf die Lohnsteuer erfolgen quartalsweise Vorauszahlungen. Die Beträge wurden vom Finanzamt festgelegt auf Basis meines Festgehaltes.
Die monatlichen Gehaltsabrechnungen werden ebenfalls vom Dienstleister ausgestellt.

Frage:
Ist mein Arbeitgeber verpflichtet eine Lohnsteuerbescheinigung für mich zu erstellen?
Wenn nein, auf welcher Basis soll mein Steuerberater (Lohnsteuerhilfeverein) die Steuererklärung erstellen?
Ist mein Arbeitgeber verpflichtet eine Lohnsteuerbescheinigung an das Finanzamt zu übermitteln?

Bitte berücksichtigen Sie noch folgenden Textausschnitt aus www.haufe.de:
"Beschäftigen ausländische Arbeitgeber im Inland einen Arbeitnehmer und hat der Arbeitgeber weder einen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt noch seine Geschäftsleitung, Sitz, Betriebsstätte oder einen ständigen Vertreter im Inland, ist für den gezahlten Arbeitslohn keine Lohnsteuer einzubehalten. In diesem Fall müssen die in Deutschland steuerpflichtigen Arbeitnehmer die vom ausländischen Arbeitgeber gezahlten Löhne durch die Abgabe einer Einkommensteuererklärung dem Finanzamt mitteilen und versteuern." (Zitat: haufe.de)

Herzlichen Dank im Voraus.

18.10.2019 | 19:06

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:

Vorab, die Aussage bei haufe.de ist korrekt.

Da hier keine Betriebsstätte in Deutschland nach § 41 Abs. 2 EStG vorliegt, ist Ihr Arbeitgeber auch nicht zur Meldung und Abfuhr der Lohnsteuer gemäß § 41a EStG verpflichtet.

Ihr Arbeitgeber muss Ihnen daher auch keine deutsche Steuerbescheinigung ausstellen. Er wird Ihnen aber sicherlich eine Gehaltsabrechnung zur Verfügung stellen, aus dem sich Ihr Bruttogehalt und die Sozialabgaben erkennen lassen.

Anhand dieser Angaben kann dann die Steuerlast in Deutschland berechnet werden. Dies sollten Sie Ihrem Steuerberater zur Verfügung stellen.

Sie tragen vor, dass eine Vorauszahlung im Quartal stattfindet, auch dies ist möglich. Meist wird das Problem des § 41a EStG im Arbeitsvertrag ausgeglichen und dem Arbeitnehmer wird ein monatlicher Betrag bezahlt, welcher dieser an das Finanzamt weiter leitet.

Mit freundlichen Grüßen


Rückfrage vom Fragesteller 18.10.2019 | 21:48

Haben Sie vielen Dank.

Mit Gehaltsabrechnung meinen Sie die monatlichen Gehaltsabrechnungen?
Er hat mir die monatlichen Gehaltsabrechnungen zur Verfügung gestellt (diese wurde mir immer am Monatsende zur Verfügung gestellt). Ferner hat er mir einen Auszug in Tabellenform vom Lohnkonto zukommen lassen.

Mein Lohnsteuerhilfeverein meinte, dass er ohne deutsche Lohnsteuerbescheinigung keine Steuererklärung erstellen kann. Wissen Sie, ob ich nun die jährlichen Beiträge vom Lohnsteuerhilfeverein erstattet bekommen kann? In diesem Fall erbringt der Verein ja keine Leistung bzw. kann diese möglicherweise wegen fehlender Kompetenz nicht erbringen.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 19.10.2019 | 00:25

Gerne beantworte ich auch Ihre Nachfrage.

Mit der monatlichen Abrechnung können Sie Ihr Jahresbrutto bestimme und so eine Steuererklärung in Deutschland abgeben.

Die Lohnsteuerbescheinigung führt alle Daten auf, diese sind dann für die Steuererklärung nur abzuschreiben. Auch ohne diese Bescheinigung ist eine Steuerklärung möglich.

Ob Sie hier eine Erstattung verlangen können, hängt von dem Vertrag ab, den Sie geschlossen haben.

Mit freundlichen Grüßen

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