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Verpflegungsmehraufwand versteuern?

31.08.2010 12:34 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Marlies Zerban


Ich bin in diesem Jahr relativ lange an einem unserer Standorte im Ausland gewesen, insgesamt etwas mehr als drei Monate für verschiedene Projekte am gleichen Standort. Diese >drei Monate waren allerdings in mehrere kürzere Aufenthalte unterteilt, die einzelnen Aufenthalte waren zwischen 2 Tagen und maximal 3,5 Wochen lang. Die Zeit zwischen den Aufenthalten dort aber jeweils kürzer als 4 Wochen (die längste Unterbrechung war 24 Tage).

Jetzt soll ich laut unserer Lohnbuchhaltung die Spesen angeblich versteuern müssen, da ich mehr als drei Monate am gleichen Ort gewesen sei und müsste jetzt mindesten 4 Wochen nicht an diesen Standort reisen, bevor der Verpflegungsmehraufwand wieder steuerfrei sei.

Ich habe weiterhin meinen festen Arbeitsplatz in Deutschland und bin nur vor Ort um mich bei Bedarf um entsprechende Projekte zu kümmern. Die erste Reise begann Mitte April, der vorerst letzte Aufenthalt war Mitte August.

Ist das korrekt? Bezieht sich die drei Monatsfrist tatsächlich auch auf mehrere Einzelaufenthalte für verschiedene Projekte wenn nicht mehr als vier Wochen zwischen den Aufenthalten liegen? Wie genau werden die drei Monate berechnet?

Sehr geehrter Fragesteller,

ich beantworte gerne Ihre Frage im Rahmen einer
Erstberatung unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes
und den Vorgaben dieser Plattform.

Ob bei Ihnen die Dreimonatsfrist zur Anwendung kommt, hängt
im Wesentlichen davon ab, ob es sich um "dieselbe" Auslands-
tätigkeit handelt.

Eine längerfristige vorübergehende Auswärtstätigkeit ist nach den Lohnsteuerrichtlinien noch als dieselbe Auswärtstätigkeit zu beurteilen, wenn der Arbeitnehmer nach einer Unterbrechung die Auswärtstätigkeit mit gleichem Inhalt am gleichen Ort ausübt und ein zeitlicher Zusammenhang mit der bisherigen Tätigkeit besteht (R 9.6 Abs. 4 Satz 2 LStR).

Wenn die jeweiligen Projekte etwa mit wechselnden Kundenbesuchen verbunden sind, dann handelt es sich nicht um dieselbe Tätigkeit.

Dies müsste in Ihrem Einzelfall anhand der konkreten Tätigkeit
näher geprüft werden.

Sollte es sich um dieselbe Tätigkeit handeln, so liegt eine neue
Auswärtstätigkeit und der Neubeginn der Dreimonatsfrist nur vor,
wenn die Unterbrechung mindestens vier Wochen gedauert hat (R 9.6 Abs. 4 Satz 4 LStR).

Zur Klärung ist eine Anfrage im Rahmen einer verbindlichen Auskunft betr. Lohnsteuer beim Finanzamt möglich oder Sie klären die Frage im Rahmen Ihrer Einkommensteuererklärung.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen ersten Überblick verschaffen.

Mit freundlichen Grüßen

Marlies Zerban
Rechtsanwältin
Steuerberaterin

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