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Verpachtung Grundstück nach Kauf

| 14.04.2021 12:11 |
Preis: 60,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von


15:05

Seit 2003 gehörten 2 direkt zusammenhängende ungefähr gleichgroße Grundstücke
(Hinterland direkt am Haus, Grünfläche, Rasen, Bäume) mit zusammen ca. 1050m²
meiner Schwester und mir als Erbengemeinschaft.

Ich habe in 01/2019 meine Schwester dann ausbezahlt (Teilerbauseinandersetzung).
Das lief natürlich über den Notar. Der Eintrag ins Grundbuch erfolgte ca. 10/2019 nach
mehrmaliger Rückfrage (Umstellung, Überlastung des Grundbuchamts).

Da ich keine Information über den Grundstückwert von der Gemeinde erhalten habe und
auch mehrere persönliche Vorsprachen bei der Gemeinde zu nichts geführt haben
(Aussage war „ist nicht viel Wert", wir melden uns wieder), erfolgte die Auszahlung zum geltenden Bodenrichtwert für eine Wiese (in Absprache mit meiner Schwester). Es gibt natürlich auch keinen Bebauungsplan.

Ab 05/2021 möchte ich die gesamte Fläche aus gesundheitlichen Gründen verpachten, da der Aufwand für Gartenarbeit hoch ist (Mähen, Bäume schneiden usw.).

Der Jahrespachtpreis wird vermutlich höher sein als der einmalige Kaufpreis bei der Teilerbauseinandersetzung, da eine erstaunlich hohe Nachfrage besteht.

Die Jahrespacht werde ich dann natürlich bei meiner Einkommensteuererklärung ganz normal
angeben.

Meine Frage: Es gibt ja die 10-Jahresfrist bei Immobilien (gilt soweit ich informiert bin für Wertsteigerungen bei Kauf und Verkauf). Kann es sein dass auch in meinem Fall (Verpachtung) es zu
unliebsamen Überraschungen kommen könnte?

14.04.2021 | 13:07

Antwort

von


(195)
Niedergründauer Straße 32
63505 Langenselbold
Tel: 01702047283
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Sehr geehrter Fragesteller,

gerne möchte ich Ihre Frage auf der Grundlage Ihrer Angaben im Rahmen dieser Erstberatung beantworten.
Wenn ich Sie richtig verstehe, geht es Ihnen um die Frage, ob die 10-jährige Frist des § 23 EStG, als Spekulationsfrist bezeichnet,
auch bei Grundstücken zur Anwendung kommt. Die Antwort ist eindeutig: ja.

Aufgrund des geringen Kaufpreises (Zahlung an Ihre Schwester) und der mittlerweile eingetretenen Wertsteigerung (Hohe Nachfrage)
dürfte wahrscheinlich ein Gewinn entstehen. Dieser ist immer dann steuerpflichtig, wenn zwischen Anschaffung und Veräußerung weniger als
10 Jahre vergangen sind. Für den Teil, welchen Sie von Ihrer Schwester erwarben, kommt es auf den Zeitpunkt des notariellen Vertrages an.
Für Ihren Teil kommt es darauf an, wann der Erblasser das Grundstück erworben hat. Der Gewinn wäre dann entsprechend aufzuteilen.

Die Tatsache, dass Sie das Grundstück verpachten, hat hierauf keine Auswirkung. Der Veräußerungsgewinn wäre auch ohne Verpachtung zu
versteuern. Veräußern Sie hingegen nicht - wozu ich in einer solchen Konstellation in jedem Fall raten möchte - entsteht auch kein steuerpflichtiger
Gewinn.

Für Rückfragen stehe ich Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.

Herzliche Grüße
Michael Krämer
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 14.04.2021 | 14:29

Danke für Ihre Antwort.
Ich glaube da gibt es ein Mißverständnis.
Natürlich möchte ich das Gesamtgrundstück nicht verkaufen bzw. erst nach
Ablauf von 10 Jahren (also ca. 2029). Wobei vermutlich die Hälfte von den 1050m²
steuerfrei wäre, da ich die es ja schon seit 2003 besitze.

Hier meine Frage nochmals in kompakter Form:

2 Grundstücke schon lange im Eigentum der Erbengemeinschaft (Bruder/Schwester).
Erworben durch Erbschaft in 2003 also schon lange steuerfrei. Jeder besitzt die Hälfte.

Bruder kauft in 2019 die Hälfte der Schwester günstig ab (in Abstimmung mit Schwester, ist kein Bauland). Zahlt sie damit aus und ist seitdem alleiniger Besitzer der 2 Grundstücke.

Bruder möchte ab 05/2021 das Gesamtgrundstück (das seit 2019 ihm gehört) verpachten und stellt fest, dass es eine überraschend hohe Nachfrage gibt (ist aber nur ein Garten bzw. Freizeitgrundstück).
Die Pachteinnahme pro Jahr wäre höher als der Kaufpreis für die Hälfte im Jahr 2019.

Die Pachteinnahme gibt der Bruder ganz normal bei seiner Einkommensteuererklärung an und wird natürlich versteuert. Ist damit alles erledigt?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 15.04.2021 | 15:05

Sehr geehrter Fragesteller,

bitte entschuldigen Sie die verzögerte Beantwortung Ihrer Nachfrage.

Ihre Pachteinnahmen sind im Rahmen der Anlage V der Einkommensteuererklärung zu erklären.
Auf den Kaufpreis kommt es da überhaupt nicht an. Steuerlich im Sinne der Einkommensteuer ist insofern alles in Ordnung.
Solange sich als Ihre Schwester nicht übervorteilt fühlt, gibt es keine Probleme

Für Rückfragen stehe ich Ihnen gerne per E-Mail (m.kraemer@mbk-office.de)
zur Verfügung.

Herzliche Grüße
Michael Krämer
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 16.04.2021 | 12:05

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Vielen Dank für die Antwort, das hat mir sehr weitergeholfen.

(Anmerkung: Meine Schwester und ich wohnen im gleichen Haus und die Pachteinnahme wird für Instandhaltungsmaßnahmen am Haus durchgeführt - somit profitiert sie natürlich auch davon...)

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 16.04.2021
5/5,0

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(Anmerkung: Meine Schwester und ich wohnen im gleichen Haus und die Pachteinnahme wird für Instandhaltungsmaßnahmen am Haus durchgeführt - somit profitiert sie natürlich auch davon...)


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