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Veröffentlichung von Kindergeschichten aus einem Schreibwettbewerb in einem Buch


31.05.2005 11:27 |
Preis: ***,00 € |

Urheberrecht, Markenrecht, Patentrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Stefan Steininger



Guten Tag,

ich veranstalte zur Zeit im Internet einen Schreibwettbewerb für Kinder. Die 50 besten Geschichten hieraus möchte ich in einem Buch veröffentlichen und muss mir dafür die Nutzungsrechte an den Texten übertragen lassen.

Wie muss ein solcher Vertrag genau aussehen? Welche Punkte sind besonders wichtig, damit es im nachhinein nicht zu Streitigkeiten kommt?
Am liebsten wäre es mir, wenn mir jemand einen Mustervertrag erstellen könnte.


Hier noch ein paar weitere Informationen:

- Alle Teilnehmer des Wettbewerbs sind minderjährig.
- Eine Vergütung an die Kinder gibt es nicht.
- Die am Schreibwettbewerb teilnehmenden Geschichten sind bereits im Internet veröffentlicht. Es handelt sich um ein Internetportal, auf dem die User Beiträge selbst einstellen können. Diese werden von mir kontrolliert und freigeschaltet.
- Im Buch sollen unter den Texten Vor- und Zuname und Alter des Kindes genannt werden.

MfG
Sehr geehrte Fragestellerin,
sehr geehrter Fragensteller,

Ihre Online-Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der von Ihnen übermittelten Informationen wie folgt beantworten:

Bitte haben Sie zunächst Verständnis dafür, dass hier im Forum keine kompletten Verträge erarbeitet werden können. Gerne bin ich bereit – außerhalb dieses Mediums – die Angelegenheit mit Ihnen ausführlich zu besprechen und entsprechende Vertragstexte zu entwerfen.

Ganz allgemein sind folgende Überlegungen wichtig:

Im Rahmen der Anmeldung müssen Sie die Zustimmung des Urhebers zur Veröffentlichung einholen. Dies wird in Ihrem Fall die Zustimmung der Erziehungsberechtigten sein. Denn Das Recht zur Veröffentlichung steht dem Urheber zu (§ 12 UrhG).

Sie sollten auf die Art der Veröffentlichung hinweisen, da nach § 12 UrhG der Urheber auch über die Art der Veröffentlichung entscheidet. Zu klären wäre, wie die Urheberschaft zu kennzeichnen ist, denn der Urheber kann dies verlangen (§ 13 UrhG). So könnte z.B. vereinbart werden, dass – wie Sie vorschlagen – Name und Alter angegeben werden.

Darüber hinaus können noch weitere Regelungen zu den Verwertungsrechten (§§ 15 ff. UrhG) getroffen werden.

Ich rate Ihnen, bei der Anmeldung möglichst genau bestätigen zu lassen, was Sie mit den Werken vorhaben. dann sollte eigentlich nicht viel passieren können.

Ich hoffe, Ihre Frage hinreichend beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen

Stefan Steininger
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 01.06.2005 | 11:00

Sehr geehrter Herr Steininger,

da es sehr aufwändig ist, die Einwilligung aller Teilnehmer des Wettbewerbs einzuholen, habe ich mich dazu entschlossen, die Einwilligung zur Veröffentlichung nur bei den Siegern einzuholen.
Das ist jetzt auch nicht mehr zu ändern, da der Wettbewerb bereits läuft.

Folgenden Vertragstext habe ich hierzu entworfen:

Vereinbarung zwischen ... und den teilnehmenden Autorinnen und Autoren folgenden Schreibwettbewerbs: .....

1. Ich erkläre mich einverstanden, dass meine Geschichte ............... als Sieger des Schreibwettbewerbs in dem Buch ... veröffentlicht wird.
2. Der Autor/ die Autorin wird im Buch mit Vor- und Zunamen und Alter genannt.
3. Alle Rechte bezogen auf die eingereichten Texte bleiben bezüglich der eigenen Werke beim Autor/ der Autorin.
4. Das Buch wird als Taschenbuch gedruckt und erscheint voraussichtlich Mitte August auf dem Buchmarkt.
5. Eine Vergütung für die eingereichten Texte findet nicht statt.
6. Der Autor/ die Autorin räumt ... alle zur Herstellung und dem räumlichen unbegrenzten Vertrieb notwendigen Rechte ein.
7. Erfüllungsort und Gerichtsstand ist ...

Gibt es Fehler oder habe ich etwas vergessen? Einige Punkte habe ich mir bei anderen Verträgen abgeschaut. Ist es richtig, dass alle Rechte beim Autor bleiben? Ist Punkt 6 ausreichend genau formuliert?

MfG

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 01.06.2005 | 11:05

Ich denke, Sie haben alle wesentlichen Punkte klar und verständlich zusammengefasst. Niemanden ist ean einer mehrseitigen Ausarbeitung gelegen, so dass ich Sie hier auf der sichern Seite sehe. Wer der veröffentlichung zustimmt wird (zumindest in Ihrem Bereich) später sicherlich nicht versuchen, irgendwelche Ansprüche zu stellen. Und die westenzlichen Punkte haben Sie erfasst.
Achten Sie bitte noch darauf, dass die Erziehungsberechtigten die Erklärung abgeben.
Hinsichtlich der Gerichtsstandvereinbarung dürfte fraglich sein, ob diese generell zulässig ist.
Ansonsten wünsche ich Ihnen viel Erfolg mit der Veröffentlichung und eine breite Zustimmung.

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