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Veröffentlichung von Ergebnislisten im Internet durch Dritte.

20.01.2019 15:44 |
Preis: 30,00 € |

Internetrecht, Computerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Alexander Dietrich


Sehr geehrte Damen und Herren,
wir betreiben eine Internetseite auf der wir Ergebnisse von sportlichen Ereignissen veröffentlichen und kostenlos zur Verfügung stellen. Die Ergebnisse werden über das Jahr in Ranglistenform (Ranglisten-Position, Name, Ergebnis) dargestellt und schlussendlich ergibt sich eine Jahresrangliste.

Die Ergebnisse selbst sind bereits öffentlich auf einer internationalen Webseite publiziert und einsehbar. Jeder Sportler hat seine Daten auf diese Webseite hochgeladen und dabei seine Einwilligung zur Veröffentlichung gegeben, in dem er die für diese Webseite gültige Bedingungen akzeptiert.

Es stellt sich jetzt in Zeiten von DSVGO die Frage, inwieweit auch wir als Dritte das Recht zur Veröffentlichung in Anspruch nehmen können, da wir keine explizite Einwilligung der Ranglistenteilnehmern haben. Auf der anderen Seite verwenden und publizieren wir nur schon bereits öffentlich einsehbar Daten noch einmal.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:

Hierbei müsste man zunächst eine Unterscheidung zwischen der Art der Sportler treffen. Profisportler wie etwa Bundesligaspieler gelten als Unternehmer und werden somit nicht von der DSGVO erfasst. Eine Veröffentlichung wäre zu dulden. Hobbysportler sind Privatleute und werden somit von der DSGVO erfasst. Dazwischen gibt es aber sicherlich einen breiten Graubereich.

Grundsätzlich ist es so, dass eine Einwilligung immer nur für das konkrete Medium erteilt wird und nicht generell für eine Veröffentlichung im Internet. Daher können Sie sich nicht erfolgreich darauf berufen, dass die Einwilligung bereits gegenüber einer anderen Webseite erteilt wurde. Dies wäre lediglich ein Faktor, der bei der Bemessung der Höhe eines Bußgeldes wegen Datenschutzverletzung zu berücksichtigen wäre von der Aufsichtsbehörde.

Da Ihnen gemäß Art. 7 Abs. 1 DSGVO die Beweislast für die Einwilligung obliegt, muss ich Ihnen dazu raten, dass Sie diese explizit einholen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen
Alexander Dietrich
Rechtsanwalt

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