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Veröffentlichung von Bewertung einer Masterarbeit (zur Werbezwecken)

13.12.2020 15:36 |
Preis: 30,00 € |

Urheberrecht, Markenrecht, Patentrecht


Beantwortet von


Hallo!
Meine Masterarbeit an einer Universität wurde mit 1,0 bewertet und einem entsprechenden Text eines Professors. Diesen Text würde ich gerne auf meiner Website veröffentlichen (als Fotografie).
Darf ich das ohne Einwilligung? Wenn ja, auch mit der Unterschrift des Professors (und "LOGO" der Uni auf dem Papier) darunter?

Hintergrund ist, dass ich psychologische Gerichtsgutachterin bin und mich auch hierdurch abgrenzen möchte von der vielfach negativen Berichterstattung in der Presse und einer Vielzahl an offenkundig qualitativ unzureichend arbeitenden Gutachtern.

Ich weiß nicht, ob es von Belang ist: Dieser Studiengang Rechtspsychologie war ein postgradualer, ein berufsbegleitendes Studium zusätzlich zum vorhandenen Psychologie-Abschluss.
13.12.2020 | 22:25

Antwort

von


(676)
Stedinger Str. 39a
27753 Delmenhorst
Tel: 04221-983945
Web: http://www.drseiter.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Grundsätzlich hat der Professor das Urheberrecht auch an einer Rezension. Diese muss aber eine gewisse Schöpfungshöhe überwinden, um einen Schutz zu geniessen.

Ich würde jedoch - um sicher zu gehen - den Professor einfach fragen, er wird sich sicher freuen.

Die Unterschrift und das Logo würde ich jedoch nicht veröffentlichen. Ersteres vor allem, weil man ohnehin keine Unterschriften veröffentlichen sollte, um Fälschungen zu verhindern und das Logo dem Urheberrecht unterliegt.

Bitte klären Sie auch ab, ob die Uni für diese Prüfungsarbeit eventuell ein (Mit-) Eigentum erworben hat (siehe Studienbedingungen).

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Dr. Corina Seiter
Fachanwältin für Familienrecht, Fachanwältin für Strafrecht

Rückfrage vom Fragesteller 13.12.2020 | 22:45

Hallo,
danke für die Antwort. Es ergibt sich jedoch die zwingende Nachfrage:

Wird diese Schöpfungshöhe hier bei solchen Bewertungen von Abschlussarbeiten i.d.R. überwunden? Gibt es dazu Rechtssprechung?

Die Rezension beinhaltet 2 DIN A4 Seiten. Hiervon möchte ich allerdings nur einen prägnanten Teil veröffentlichen, sodass ca. max. 1 Seite übrig bleibt, ggf. macht dies einen Unterschied? Inhaltlich gibt er zum Teil deskriptiv wieder, was ich in der Arbeit gemacht habe (z.B. "der psychologische Befund folgt praktischerweise in seiner thematischen Gliederung den psychologischen Fragekomplexen....") sowie nimmt dann aber einige Wertungen vor ("Die Exaktheit der Sprache fällt sehr angenehm auf....Sämtliche Schlussfolgerungen....erscheinen........, gelegentlich sogar scharfsinnig....", "beeindruckt die Kandidatin durch...:").

Das Einholen einer Einverständnis kommt nicht in Frage, sodass ich auf eine juristische Einschätzung angewiesen bin, um nichts falsch zu machen.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 18.12.2020 | 19:46

Die Schöpfungshöhe ist schwammig, wie Sie sich denken können und muss im Einzelfall überprüft werden. Der Satz Veni Vidi Vici unterliegt dieser als prägnanter Satz sicherlich, anders als z.B. eine Grußformel mit eben gleicher Wortanzahl. Es kommt daher nicht so sehr auf die Länge der Dokumente an, sondern eher auch auf die Prägnanz. Jedoch ist dies wohl schon bei 2 Seiten anzunehmen, da hier sicherlich viele prägnante Sätze zu finden sind.
Rechtsprechung gibt es leider nicht heirzu.

Die Anforderungen an die Schöpfungshöhe der Rechtsprechung sind leider sehr niedrig.

Gehen Sie daher davon eher aus, dass diese hier gegeben ist. Zudem ist dann - wenn diese erreicht ist - das ganze Werk geschützt. Mithin sind auch einzelne Passagen nicht zulässig.

Sie können jedoch in der üblichen Zitierweise zu wissenschaftlichen Zwecken etwas verwenden. Hier soll das jedoch werblich geschehen, sodass ich daher davon abraten würde.

ANTWORT VON

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