Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Veröffentlichte Email

| 23.07.2010 23:04 |
Preis: ***,00 € |

Internetrecht, Computerrecht


Ich habe im Jänner 2007 im Zuge des Libanon-Krieges aus Wut über die dabei von der israelischen Armee begangenen Kriegsverbrechen gegen die Zivilbevölkerung einer mit Sitz in Deutschland von einem deutschen Staatsbürger betriebenen "jüdischen" Internetseite eine nicht eben freundliche anti-israelische Email (allerdings ohne z.B. bzgl. Volksverhetzung oder NS-Verbotsgesetz strafrechtlich relevantem Inhalt) gesandt. Vor einigen Tagen musste ich feststellen, dass diese Internetseite meine NICHT zur Veröffentlichung bestimmte Email (vermutlich erst unlängst) mit Nennung meines Namens und meiner Email-Adresse online gestellt hat, sodass über google (Eingabe meines Namens) diese Email für jeden einsehbar ist, was mir ganz und gar nicht recht ist, da die Wortwahl dieser Email meinem Ansehen nicht eben zuträglich ist und ja auch bei der Jobsuche von potenziellen Arbeitgebern immer wieder gegoogelt wird...
Meine Frage: Ist es rechtlich zulässig was die Betreiber dieser Internetseite gemacht haben bzw. wenn nein wie kann ich dagegen vorgehen und ist ggf. Schadensersatz (Rufschädigung durch Verletzung des Briefgeheimnisses) möglich?
Besten Dank im Voraus für die rechtsverbindliche Auskunft!!

Sehr geehrter Fragensteller,

ich bedanke mich für Ihre Frage und hoffe Ihnen auf Basis Ihrer Angaben wie folgt weiterhelfen zu können:

Grundsätzlich ist es natürlich nicht zulässig privaten email-Verkehr zu veröffentlichen, der an eine bestimmte Person oder einen bestimmbaren Personenkreis gerichtet ist.

Soweit der Inhalt der Email (diesen sollten Sie mir ggf. zur Verfügung stellen, um eine dezidiertere Auskunft geben zu können) also diesen Bestimmungen genügt, ist eine namentliche Veröffentlichung natürlich nicht erlaubt. Dies verletzt Sie in Ihrem allg. Persönlichkeitsrecht und kann natürlich zu weiterführenden zivilrechtlichen Ansprüchen führen.

Grundsätzlich haben Sie zunächst einmal einen Anspruch auf Unterlassung. Diesen können Sie notfalls auch gerichtlich durchsetzen.

Ob Sie zudem Schadensansprüche haben, hängt grundlegend davon ab, ob Ihnen auch ein Schaden entstanden ist. Zwar gewährt auch die Verletzung des Persönlichkeitsrechts grundsätzlich einen Schmerzensgeldanspruch, doch dürfte dieser schwer zu beziffern sein und könnte ggf. sogar kontraproduktiv sein, soweit Sie mit Ihrer email selbst jemandem in seinem Persönlichkeitsrecht verletzt haben sollten.

Zusammenfassend bleibt also festzuhalten, dass Sie je nach Inhalt der Email und vor allem hinsichtlich der oder des Adressaten der Email grundsätzlich einen Unterlassungsanspruch gegen eine Veröffentlichung im www haben.

Darüber hinaus womöglich sogar einen Schmerzensgeldanspruch. Beides können Sie angesichts der deliktischen Natur sofort von einem Anwalt anmahnen und von einem Gericht entscheiden lassen.

Abschließend hoffe ich, Ihnen einen ersten Einblick* in die Rechtslage verschafft zu haben und stehe Ihnen jederzeit und ausgesprochen gern für (kostenlose) Rückfragen zur Verfügung!

Sollten Sie ein persönliches Gespräch wünschen, können Sie mich über 123recht.net auch im Wege einer (kostenpflichtigen) Telefonberatung konsultieren (<a target="_blank" href="http://www.123recht.net/loginvoip.asp?lawyerid=104930).">http://www.123recht.net/loginvoip.asp?lawyerid=104930).</a>

Da wir bundesweit tätig sind, vertrete ich Sie auch gerne anwaltlich, wenn Sie dies wünschen, wobei die Kommunikation auch via Email, Post, Fax und Telefon erfolgen kann und einer Beauftragung nicht entgegen steht.

Ich bedanke mich nochmals herzlichst für Ihre freundliche Frage und verbleibe mit freundlichen Grüßen aus München,

Ihr
Alexander Stephens

__________________________________________________________________________________

*Hinweis:
Bei der obigen Beantwortung Ihrer Frage, die ausschließlich auf Ihren Angaben basiert, handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes. Bitte berücksichtigen Sie deshalb, dass dies eine umfassende juristische Begutachtung nicht ersetzen kann und soll.
Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung unter Umständen sogar völlig anders ausfallen. Nutzen Sie deshalb die kostenlose Rückfragemöglichkeit, sollten noch Fragen offen stehen. Über eine positive Bewertung durch Sie würde ich mich sehr freuen.

Bewertung des Fragestellers 24.07.2010 | 01:14

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Kompetenter und freundlicher geht´s nicht!!"