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Vernichtung bzw. Rücksendung Bewerbungsunterlagen


16.10.2007 17:05 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht



Folgende Frage:
ich habe Bewerbungsgespräche bei einer Firma (Unternehmensberatung aus USA mit deutschen Niederlassungen/GmbH) geführt. Diese Firma ist der größte Konkurrent meines heutigen Arbeitgebers.

Während des Bewerbungsprozesses führte ich > 10 Gespräche, es wurde ein psychlogischer und IQ- Test durchgeführt, ich habe Referenzen benannt und unterschrieben, dass US Agenturen umfangreiche Erkundigungen (Führungszeugnis, Zeugnisse etc. etc.) einholen können.

Schließlich kam es nicht zu einer Zusammenarbeit. In Anbetracht des sensiblen Wettbewerbsverhältnisses möchte ich sicherstellen, dass mit meinen Unterlagen kein Schindluder betrieben werden kann. Ich habe die Firma aufgefordert alle Unterlagen, soft- & hardcopies, CV´s, Gutachten, Notizen etc. etc. entweder mir zu senden ohne Kopien einzubehalten oder die lückenlose Vernichtung der Unterlagen zu bestätigen.

Bislang habe ich keinerlei Rraktion erhalten.

Welche juristischen Möglichkeiten habe ich? Habe ich das (Arbeits-)Recht auf meiner Seite und könnte diese ggf. - auch wg. Datenschutz etc. - auf juristischem Wege einfordern?

Vielen Dank für Ihre Antwort.

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Sehr geehrter Ratsuchender,

vorweg möchte ich Sie darauf hinweisen, dass diese Plattform nur dazu dienen soll, Ihnen einen ersten Eindruck der Rechtslage zu vermitteln. Die Leistungen im Rahmen einer persönlichen anwaltlichen Beratung/Vertretung können und sollen an dieser Stelle nicht ersetzt werden.

Durch Weglassen oder Hinzufügen von wesentlichen Tatsachen kann die Beurteilung Ihres Anliegens anders ausfallen. Es können nur die wesentlichen Aspekte des Falles geklärt werden.

Aufgrund Ihrer Angaben beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Bei der Beantwortung meiner Frage, gehe ich davon aus, dass auf dieses Unternehmen deutsches Recht Anwendung findet.

Wenn Sie sich auf Aufforderung des potentiellen Arbeitgebers, sprich auf eine Stellenanzeige, bei diesem beworben haben, haben Sie einen Anspruch auf Rückgewähr Ihr Bewerbungsunterlagen. Diese verbleiben nämlich in Ihrem Eigentum, ob wohl Sie diese an den potentiellen Arbeitgeber versendet haben.

Haben Sie sich „blind“ beworben, das heißt, ohne dass eine Stellenausschreibung des potentiellen Arbeitgebers gegeben war, haben Sie keinen Anspruch auf Rückgewähr.

Sie sollten daher im ersten Fall, Rückgabe der Bewerbungsunterlagen unter Androhung von rechtlichen Schritten verlangen. Kommen Ihre Unterlagen beschädigt zurück, haben Sie sogar Anspruch auf Schadensersatz.

Ob Sie im Fall des Falles tatsächlich rechtliche Schritte einleiten wollen, sollten Sie gut überlegen. Sollten Sie später noch einmal sich bei diesem Unternehmen bewerben wollen, könnte Ihnen dies entgegenstehen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine erste rechtliche Orientierung bieten.

Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen,

Mareike Preu
Rechtsanwältin


www.kanzlei-preu.de

Nachfrage vom Fragesteller 16.10.2007 | 18:27

Vielen Dank für die Auskunft.

Eine Nachfrage: wie verhält es sich mit psychologischen Gutachten, IQ- Tests, externen Auskünften, Kopien von meinem eingereichten Lebenslauf etc. welche die Firma veranlasst und bezahlt hat. Habe ich Anspruch auf Einsicht und/oder Rückgabe/Vernichtung dieser Unterlagen welche nicht ich geschickt habe sondern im Laufe des Prozesses erstellt wurden?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 19.10.2007 | 08:12

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihr Nachfrage wie folgt:

Die Aufbewahrung von Daten eines Bewerbers, der nicht eingestellt wurde, aus einem Bewerbungsverfahren, egal ob in Papierform oder in digitaler Form ist nur dann zulässig, wenn der Bewerber hierin eingewilligt hat. Ohne Einwilligung sind die Daten nach Abschluss des Bewerbungsverfahrens bei Nichteinstellung zu löschen und der Bewerber hierüber zu informieren. Sollte ein berechtigtes Interesse des potentiellen Arbeitgebers an der weiteren Speicherung bestehen, kann hiervon abgewichen werden.

Der Anspruch auf die Löschung ergibt sich aus § 35 Bundesdatenschutzgesetz.

Mit freundlichen Grüßen,

Mareike Preu
Rechtsanwältin

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