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Vernehmung bei der Polizei

16.11.2005 17:04 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Stiefbruder ist am Freitag zur Vernehmung der hießigen Polzei geladen: Es liegt eine Betrugsanzeige gegen ihn vor, er hat vor 2 Jahren nach seiner selbständigen Tätigkeit die EV abgegeben, steht aber seit über einem Jahr wieder in einem festen Arbeitsverhältnis. Jetzt hat er eine Rechnung nicht bezahlt, bzw. er streitet sich mit dem Rechnungssteller weger der Lieferung seit längerer Zeit herum, dieser legt es jetzt so aus , als wollte, bzw. will mein Bruder diese Rechnung nicht bezahlen. Hat natürlich das Mahnverfahren betrieben, und festgestellt, dass die EV abgegeben wurde. Jetzt erfolgt anzeige wegen Betrugs.

Frage: Muß mein Bruder zur Vernehmung bei der Polizei erscheinen, oder kann er erklären, daß er keine Angaben machen möchte? Kann dies schriftlich seinerseits erfolgen? Er will auf keinen Fall Angaben machen und schon gar nicht zur Vernehmung bei der Polizei. Hat er das Recht dazu, fernzubleiben oder ist sein Erscheinen dort rechtlich erforderllich?Genügt es, wenn er der Polzei in einem Brief mitteilt, dass er nicht erscheint und auch keine angaben machen will. Er will sich auf alle Fälle erstmal mit einem anwalt besprechen.

danke für Ihre Beantwortung.

Freundliche Grüße aus Weissenhorn

Ute Perone

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Sehr geehrter Ratsuchender,

es besteht keine gesetzliche Verpflichtung, bei der Polizei als Beschuldigter auszusagen. Einer entsprechenden Ladung braucht keine Folge geleistet zu werden.

Es ist also kein Problem, wenn Ihr Bruder der Polizei mitteilt, er werde nicht zu dem Termin erscheinen.

Es ist aber zu beachten, dass dieses Recht zum Fernbleiben nur bei der Polizei und der Staatsanwaltschaft besteht. Einer Ladung zu einer richterlichen Vernehmung ist dagegen Folge zu leisten.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas J. Lauer
Rechtsanwalt

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