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(Vermutlich leider) einfache Frage Erbrecht

| 23.03.2020 14:39 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


15:41

Mutter meines Mannes verstarb jung im Jahr 2000, Testament unbekannt, 2 Kinder (eines davon mein Mann) gingen leer aus. Ehemann der Mutter ("Stiefvater") erbte Elternhaus, welches Opa (der Vater der Mutter meines Mannes) ca. 1980 baute, vermutlich schuldenfrei.
Es hieß früher wohl, mein Mann und sein Bruder werden "berücksichtigt", wenn Stiefvater verstirbt.
Nun, nach 20 Jahren und mit 63, will Stiefvater Haus verkaufen für geschätzt 270 TEUR (er hängt emotional nicht daran). Mittelverwendung unbekannt.
Bruder und mein Mann hängen sehr an dem Haus. Haben angeboten es im Zuge einer "vorgezogenen Erbregelung zu ermäßigtem Preis" zu kaufen. Es besteht Renovierungsbedarf, so dass man wohl > 300 TEUR ausgeben müsste. Das ist zuviel Geld derzeit.
Beide könnten sich vorstellen in Summe (inkl. Renovierung) 200 TEUR zu zahlen, zur Selbstnutzung oder erstmal Vermietung, Hauptsache halten. Wird abgelehnt, er verlangt den Marktpreis.
Wir empfinden das als moralisch verwerflich, leider darunter wenn es bald anderen Menschen gehört, können aber vermutlich rechtlich nichts dagegen machen, oder?

23.03.2020 | 15:16

Antwort

von


(143)
Von-Groote-Str. 44
50968 Köln
Tel: 0221 44900095
Web: https://roger-neumann.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage beantworte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt:

Wenn es so ist, wie Sie schreiben, dann haben Sie leider recht:

Wenn der Stiefvater Alleinerbe und damit allein Eigentümer des Hauses geworden ist, kann er damit machen, was er will. Er braucht auf Ihren Mann und seinen Bruder keine Rücksicht zu nehmen.

Diese beiden hätten nach dem Tod der Mutter Pflichtteilsansprüche gehabt, die jedoch inzwischen verjährt sind.

Anders sähe die Sache aber aus, wenn der Stiefvater nicht Alleinerbe geworden ist, weshalb ich vorsorglich das folgende erläutere:

Alleinerbe kann der Stiefvater nur durch letztwillige Verfügung (Testament oder Erbvertrag) geworden sein. Wenn es kein Testament gab, sind die beiden Brüder Miterben und damit auch Miteigentümer des Hauses geworden und zwar in Erbengemeinschaft mit dem Stiefvater. In diesem Fall könnte der Stiefvater das Haus folglich nicht ohne Zustimmung der Brüder verkaufen.

Falls es also zur Frage der Existenz eines Testaments oder des Testamentsinhalts Unklarheiten gibt, sollte Ihr Mann beim zuständigen Nachlassgericht (Amtsgericht des letzten gewöhnlichen Aufenthalts der Mutter) eine Abschrift etwaiger letztwilliger Verfügungen anfordern.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Roger Neumann

Rückfrage vom Fragesteller 23.03.2020 | 15:29

Es hieß damals wohl, dass der überlebende Ehepartner alles erbt, und erst bei dem Tod des Letztversterbenden die Kinder 1/3 von allem erben sollen (Stiefvater hat auch noch einen Sohn). Kann das so geregelt worden sein?
Kann man denn nach 20 Jahren noch ein Testament beim Amtsgericht anfordern, falls dort hinterlegt damals?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 23.03.2020 | 15:41

Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Nachfrage. Das kann damals so geregelt worden sein. Das wäre der typische Fall eines gemeinschaftlichen Testaments.

Die Abschrift kann Ihr Mann auch nach 20 Jahren noch anfordern.

Ich hoffe, Ihnen damit weitergeholfen zu haben. Wenn noch etwas unklar ist, fragen Sie gern (ohne Mehrkosten für Sie) per E-Mail noch einmal nach.

Mit freundlichen Grüßen
Rechtsanwalt Roger Neumann

Bewertung des Fragestellers 02.04.2020 | 14:04

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