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Vermögenswirksame Leistungen/ stille Teilhaberschaft


14.10.2006 13:32 |
Preis: ***,00 € |

Gesellschaftsrecht



Werte Damen und Herren,
im Jahre 2000 legte ich über einen Vermittler meine VL bei der ProHeim GmbH in Zwickau als stiller Teilhaber an. 2004 kündigte ich diese Teilhaberschaft aus finanz. Gründen. Nach langem hin und her bekam ich nun bescheid, das ich keine Auszahlung meiner angelegten VL, da die Gesellschaft in 2004 verluste von etwa 2 Mio€ erwirtschaftet hat. Daran bin ich beteiligt und habe daher normalerweise eine Schuld von ca. € 300, die aber großzügigerweise nicht von mir gefordert wird. Nun meine Fragen.
Muß ich wirklich damit zufrieden sein, das mein Geld(ca. 1900 €) futsch ist? Seit Kündigung und annahme der Kündigung war nie die Rede von Verlusten. Ende 2005 bekam ich sogar nocheinmal auszüge mit meinen eingezahlten VL.
Hochachtungsvoll
R.G.
Sehr geehrter Ratsuchender,

ich bedanke mich für Ihre Anfrage, die ich wie folgt nach Ihren Angaben beantworten möchte.

Ich kann den Kollegen Bartels darin unterstützen, dass eine eingehende Beratung selbstredend nur unter Kenntnisnahme des Gesellschafts-/Beteiligungsvertrages möglich ist.
Ich möchte Sie auch nicht davon abhalten, in der nächsten Woche Kontakt mit dessen Büro aufzunehmen.

Vorab möchte ich dennoch auf Ihre hier eingebrachte Mailberatung eingehen, um Ihnen einen ersten Eindruck zu vermitteln.
Vermutlich ist davon auszugehen, dass Sie damals sich über den Vermittler eine atypische stille Beteiligung haben zuführen lassen, die Sie an den Gewinnen bzw. Verlusten der Gesellschaft teilhaben lassen.
Hätten Sie damals sich einet typisch stillen Teilhaberschaft bzw. Beteiligung unterzogen, würde es lediglich zu einer angemessenen bzw. vertraglich festgelegten Kapitalverzinsung kommen.
In der Konsequenz hätten Sie dann nichts mit den etwaigen Gewinnen oder Verlusten der Gesellschaft zu tun.

Sollten tatsächlich Verluste entstanden sein, mit denen Sie konfrontieren sind, würde Ihre Kündigung, die zudem auch wirksam sein müsste, lediglich Ihr Gesellschaftereigenschaft als atypische stiller Beteiligter beenden.
Im Extremfall, wozu es jedoch wieder der Kenntnis des Gesellschaftsvertrages bedarf, könnte es sogar zu einer Nachschusspflicht führen, so dass nicht Sie eine Forderung gegen die Gesellschaft hätten, sondern etwaig umgekehrt.
Dies lässt sich selbstredend in dieser Beratung, die nur allgemein über die typische bzw. atypische Beteiligung informieren kann, nicht klären.

Im Übrigen sollte ggf. noch eine Haftung des Vermittlers wegen Falschberatung oder unzureichender Aufklärung über die Risiken einer atypischen stillern Beteiligung im Zusammenhang mit der Beteiligung an Gewinnen und Verlusten der Gesellschaft eingehend zu prüfen sein.

Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben.


Mit freundlichen Grüßen
Bernd Zahn
Rechtsanwalt

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