Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Vermögensverzeichnis


26.07.2005 10:39 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht



Sehr geehrte Rechtsanwälte, -anwältinen,

ich habe von meinem Siefvater ein Vermögensverzeichnis zur Berechnung des Pflichtteiles bekommen, welches ich in zwei Punkten nicht nachvollziehen kann.

Vorgeschichte:

Meine Mutter ist im März 2003 verstorben. Sie hatte nocheinmal geheiratet (mein Stiefvater), daraus erging ein Sohn, der im März 2003 21 Jahre alt war und bereits 5 Monate im ersten Semester eines Studiums war.
Nachdem ich im Erbvertrag Klauseln fand, die einer Enterbung gleichkommen, verlangte ich den Pflichtteil. Darauf erstellte er das Vermögensverzeichnis.

Unter Passiva macht er nun Verpflichtungen von noch 55 Monaten Studium geltend. Die monatlichen Verpflichtungen werden mit dem üblichen Unterhaltssatz für Studenten angegeben, Dieser Betrag wird mit 55 multipliziert und es ergibt sich eine höhere Summe, die meinen Pflichtteil (1/8) deutlich reduziert.

Unter Passiva sind Kosten meines Stiefvaters für eine Reise angegeben, die wg. meiner Mutter nicht durchgeführt wurde.

Mein Stiefvater war 24 Jahre Bürgermeister und macht jetzt als 60 jähriger Anwalt (ohne Berufserfahrung) Inkasso Eintreibungen. Meine Mutter war Alkoholikerin und ich ihm "ein Dorn im Auge" weil ich das Akloholproblem 5 Jahre vor ihrem Tod angesprochen habe.

Sind seine Angaben rechtens, lohnt sich ein Rechtsstreit.
Auf welche Paragraphen kann ich mich beziehen?


Die ist bereits meine 3. Anfrage, bisher war ich sehr zufrieden mit Ihren Service.


MfG Herr M.B.













.

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Herr M.B.,

ich nehme an, daß sich mit der Beantwortung dieser Frage Ihre allgemeine Nachfrage hinsichtlich einer erbrechtlichen Frage erledigt hat.

In der Sache selbst richtet sich Ihr Pflichtteilsanspruch nach dem Wert des Nachlasses zum Zeitpunkt des Todestages Ihrer Mutter.
§ 2311 BGB regelt hier:

"§ 2311
Wert des Nachlasses

(1) Der Berechnung des Pflichtteils wird der Bestand und der Wert des Nachlasses zur Zeit des Erbfalls zugrunde gelegt. Bei der Berechnung des Pflichtteils eines Abkömmlings und der Eltern des Erblassers bleibt der dem überlebenden Ehegatten gebührende Voraus außer Ansatz.

(2) Der Wert ist, soweit erforderlich, durch Schätzung zu ermitteln. Eine vom Erblasser getroffene Wertbestimmung ist nicht maßgebend. "

Es geht also zunächst darum, den Wert zu ermitteln. In einem zweiten Schritt werden hiervon die Verbindlichkeiten, die auf den Nachlaß entfallen, abgezogen.
Die angeblichen Unterhaltsverpflichtungen hinsichtlich der Studiums fallen nicht darunter. Mit dem Tod Ihrer Mutter erlischt deren Unterhaltspflicht. Ihr Stiefvater kann hier also nicht einfach für 55 Monate angebliche Zahlungsverpflichtungen einsetzen. Abgesehen davon, ist vollkommen unklar, woraus sich der Zeitraum ergeben soll.

Diese Verpflichtungen werden also nicht abgezogen.

Die Reisekosten könnten nur dann abgezogen werden, wenn Ihre Mutter, aus welchem Grund auch immer, die Erstattung dieser Kosten schuldet. Hier ist für mich allerdings nicht ersichtlich, woraus sich ein derartiger Erstattungsanspruch ergeben sollte. Wenn es allein Kosten Ihres Stiefvaters sind, hat dies mit dem Nachlaß nichts zu tun.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Weiß
Rechtsanwalt und auch Fachanwalt für Arbeitsrecht
Esenser Straße 19
26603 Aurich
Tel. 04941 60 53 47
Fax 04941 60 53 48
e-mail: info@fachanwalt-aurich.de
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60078 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführlich, verständlich und klar geschrieben. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Vasel erschien mir sehr kompetent, da er auch bei angedachtem weiteren Verfahren meines Steuerberaters fundierte Bedenken, gerade paradoxerweise bezüglich eventuell sich daraus ergebender steuerlicher Nachteile, hatte ... ...
FRAGESTELLER
3,2/5,0
Ohne Paragraphenangabe, alles pi x Daumen, man hätte zb § 850d ZPO oder sowas erwähnen können, Frage wurde obendrein unvollständig beantwortet aber Alles in Allem eine kleine Übersicht, musste im Endeffekt trotzdem alles Nachschlagen ... ...
FRAGESTELLER