Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.463
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Vermoegenssteuer oder aehnliches in Deutschland?


03.07.2007 00:49 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht



Schweizerische und franzoesische Staatsbuergerin. Wohnsitz in Deutschland seit Ende 2003. In der Schweiz geboren, bis 2003 wohnhaft in der Schweiz.
Von Ende 2003 bis Ende 2006 in Deutschland beim Finanzamt als selbststaendige angemeldet.

Als ich ein Kind war, wohnhaft in der Schweiz, wurde mir:
1) eine Wohnung in Frankreich von meinem Vater geschenkt
2) Eine Wohnung in der Schweiz (Genf) wurde direkt in meinem Name gekauft

Bis 2003 war ich Studentin und habe nie Steuer in der Schweiz gezahlt. (einfache Steuererklaerung mit Studienbescheinigung).

In Deutschland habe ich dem Finanzamt nie gesagt, dass ich diese Wohnungen hatte – ich muss auch gleich sagen, dass die Wohnungen keine Einkuenfte generierten da mehr Schuld bzw. Kosten als Einkuenfte. Einkommen von diesen Wohnungen war also sowieso 0.

Im 2005 habe ich die Wohnung in Frankreich verkauft und in 2006 die Wohnung in der Schweiz auch verkauft. Das Geld aus diesen Verkaeufen liegt auf einem Konto in der Schweiz.

Ich moechte wissen:
was muss ich versteuern – wenn ueberhaupt?
Habe ich bisher etwas falsch (strafbar, gesetzwidrig) gemacht und wenn ja wieviel kann das kosten und wie soll ich am besten vorgehen?

Ich frage weil ich bisher in Deutschland nur meine Einkuenfte aus selbststaendiger Arbeit angegeben habe. In 2006 habe ich aber sehr wenig Einkuenfte aus selbststaendiger Arbeit gehabt, deswegen moechte jetzt das Finanzamt dass ich ueber die finanzielle Mittel Auskunft gebe, womit ich meinem Lebensunterhalt bestreite. Tatsaechlich habe ich von dem Geld aus den Verkaeufen der oben genannten Wohnungen gelebt. Ist dies versteuerbar, wenn ja welche Steuerart ist das und wie wird es berechnet? Welche Informationen bin ich verpflichtet, dem Finanzamt anzugeben?
Ueber eine erste kompetente Antwort und eventuell ausfuehrlichere Beratung freue ich mich
Mit freundlichen Gruessen
Sehr geehrte Fragestellerin,

im Rahmen einer Erstberatung beantworte ich Ihre Fragen wie folgt:
Eine Vermögensteuer gibt es in Deutschland im Gegensatz zu der Schweiz nicht; die Vermögensteuer wurde in Deutschland schon seit längerer Zeit abgeschafft.
Da Sie Ihren Wohnsitz (nur) in Deutschland haben (auf die Staatsanghörigkeit kommt es diesbezüglich nicht an), werden Sie in Deutschland grundsätzlich mit Ihrem Welteinkommen steuerpflichtig.
Aufgrund der geschilderten Sachlage wird sich der deutsche Fiskus nicht für die Veräußerung der Wohnungen interessieren, sondern nur für die Zinseinkünfte daraus. Wenn Sie keinen Wohnsitz in der Schweiz haben bzw. nicht in der Schweiz gemeldet sind, behalten die Banken Quellensteuer/Verrechnungssteuer ein, die Sie nicht zurückverlangen können.
Bitte übersenden Sie mir das Schreiben des Finanzamtes; wir werden uns diesseits sofort mit dem Finanzamt in verbindung setzen.
Für Rückfragen stehe ich Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion von „Frag einen Anwalt“ gerne zu Verfügung oder auch im Rahmen einer Mandatserteilung; am besten per mail: info@kanzlei-hermes.com


Mit besten Grüßen

RA Hermes

www.kanzlei-hermes.com
<%22http:/www.kanzlei-hermes.com%22>>Kanzlei für Steuerrecht

Nachfrage vom Fragesteller 05.07.2007 | 21:30

Sehr geehrter Herr Hermes,

sind denn die Quellensteuer/Verrechnungssteuer, die die Schweizer Banken behalten, die Steuer auf die Zinseinkuenfte? Habe ich richtig verstanden: die Steuer, die man als Person mit Wohnsitz in Deutschland fuer die Zinseinkuenfte zahlen muss, werden eigentlich direkt von dem Schweizer Bank behalten und sind die Quellensteuer/Verrechnungssteuer? Somit sind meine Steuer auf Zinseinkuenfte also eigentlich schon bezahlt?

Mit besten Gruessen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.07.2007 | 14:10

Vielen Dank für die Nachfrage.
Nach schweizerischem Recht wäre die Steuer "bezahlt", aber nicht unbedingt nach dem deutschen Steuerrecht. Dies richtet sich nach Ihrem persönlichen Steuersatz in Deutschland. Die Verrechnungssteuer in Höhe von 35 % wird von der Bank einbehalten und an die EStV abgeführt. Grundsätzlich sind Sie auch nicht berechtigt, sich die Verrechnungssteuer rückerstatten zu lassen, da Sie keinen Wohnsitz in der Schweiz haben, Art. 22 Abs. 1 VStG; Ausnahmen sind aber in diversen Doppelbesteuerungsabkommen geregelt.

Mit besten Grüßen

RA Hermes

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60176 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Kompetent und verständlich besten Dank ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Besten Dank!!! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen herzlichen Dank für die ausführliche Beantwortung meiner Frage! ...
FRAGESTELLER