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Vermögenssicherung/Schadenersatz gegen Vorstand


21.08.2005 16:14 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann



SACHVERHALT

Der Alleinvorstand D der kleinen Aktiengesellschaft X ist den Vorwürfen ausgesetzt Gesellschaftsmittel der X veruntreut zu haben.
Hier muss eine Schadenersatzforderung geltend gemacht werden.
Gelder der X wurden vermutlich von D in seine GmbH Y transferiert.
An der Y ist D Alleingesellschafter und Geschäftsführer.
G hat nunmehr einen Insolvenzantrag für die Y gestellt.

FRAGE

Wie kann im Zuge des Insolvenzverfahrens der Y beziehungsweise der Liquidation der Y im Interesse der X kurzfristig verhindert werden, dass Gelder aus der Y an D gezahlt werden bis zum Abschluss des Schadenersatzprozesses der X gegen D?

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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Zunächst ist nicht verständlich, wieso eine Rückzahlung des von D in die Y-GmbH transferierten Betrages an diesen unterbunden werden sollte. Denn wenn die Schadensersatzklage der X gegen D erfolgreich sein sollte, wird es im Interesse der X sein, daß D auch liquide ist, und über das Geld verfügen kann.

Davon abgesehen steht nach Erföffnung des Insolvenzverfahrens aber § 81 InsO einer Verfügung der Y-GmbH über die Gelder entgegen. Denn mit Eröffnung des Verfahrens verliert die Gemeinschuldnerin die Verfügungsbefugnis über die Insolvenzmasse. Die Verwaltung des Vermögens obliegt dann, bis zur Beendigung des Verfahrens, dem Insolvenzverwalter.

Wenn es sich bei den Geldern um veruntreutes Vermögen der X-AG handelt, wird der streitige Betrag aber nicht der Y-GmbH zustehen, und also nicht gem. § 35 InsO zum Vermögen der Y-GmbH, und damit nicht zur Insolvenzmasse gehören. Dies müsste aber ggf. konkret geprüft werden.

In beiden Fällen wird, nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens, eine Auszahlung der Gelder durch den Insolvenzverwalter an D jedenfalls nicht zulässig sein.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben.


Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann
Rechtsanwalt

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