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Vermögensschaden


01.08.2006 15:34 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,

für 5 meiner Kundinnen habe ich bei einem neuen Anbieter Extension (Strähnen zur Haarverlängerung bestellt. Bei diesen Kunden kam es innerhalb kürzester Zeit zu massiven Problemen mit den Bondings (Keratin wird mittels Wärmezange erwärmt und an das natürliche Haar geklebt). Diese lösten sich auf und verklebten das ganze Haar. Mit hohem Zeizaufwand wurden die Haare entfernt und die auf Kulanz nachgelieferten Extensions, eingearbeitet. In dieser Zeit konnten wir keine Wertschöpfung betreiben. Der Zeitliche Aufwand war sehr hoch. Ich habe dem Lieferanten den Zeitaufwand in Rechnung gestellt und eine Zahlungsfrist gesetzt. Er weigert sich zu zahlen, da er für deise Art von Schäden nicht haftbar zu machen sei. Wie und in welcher Form muß ich in diesem Fall handeln.

mfG

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Sehr geehrte Fragestellerin, sehr geehrter Fragesteller,

bei Ihrem Problem geht es um die Sachmängelhaftung des Verkäufers. Der Verkäufer ist verpflichtet, die verkaufte Sache dem Käufer frei von Sachmängeln zu übergeben und zu übereignen.
Frei von Sachmängeln waren die Sachen hier nach Ihrer Darstellung nicht, was Sie aber im Endeffekt beweisen müssten.(Für das eingewandte Nichtvertretenmüssen Ihres Verkäufers wäre jedoch dieser beweispflichtig).
Erfüllt der Verkäufer seine Verpflichtung nicht, hat der Käufer das Recht
-Nacherfüllung zu verlangen (was Ihnen hier nichts bringt)
-vom Vertrag zurücktreten oder den Kaufpreis zu mindern (was Ihnen hier ebenfalls nichts bringt)
-Schadensersatz zu verlangen (was für Sie in Betracht kommt).
Nach § 281 BGB setzt der Schadensersatzanspruch grundsätzlich voraus, daß dem Schuldner/Verkäufer eine angemessene Frist zur Leistung oder Nacherfüllung bestimmt wurde. Das ist jedoch dann entbehrlich, wenn (und das ist hier der Fall) "besondere Umstände vorliegen, die unter Abwägung der beiderseitigen Interessen die sofortige Geltendmachung des Schadensersatzanspruchs rechtfertigen."
Beim vertragsgemäßen Verarbeiten der Haarverlängerungsteile haben sich diese als unbrauchbar erwiesen und Schäden bei Ihnen verursacht. Darin liegen die besonderen Umstände, die die sofortige Geltendmachung des Schadensersatzes rechtfertigen.
Zum Umfang des Schadensersatzes: Es ist der Zustand herzustellen, der bestehen würde, wenn der zum Ersatz verfplichtende Zustand nicht eingetreten wäre. Wären die gelieferten Strähnen fehlerfrei gewesen, hätten Sie nicht Zeit und Geld für die Schadensbeseitigung aufwenden müssen, dieser Schaden ist also zu ersetzen.
Sie haben zunächst schon richtig gehandelt, indem Sie Ihren Schaden geltend gemacht haben. Wenn sich Ihr Schuldner weigert zu zahlen würde das Verfahren den üblichen Gang nehmen (Mahnbescheid, Klage). Ich empfehle Ihnen jedoch auf jeden Fall, einen Kollegen vor Ort zu beauftragen, der zunächst anwaltlich den Anspruch (nachdem er ihn auch der Höhe nach überprüft hat) außergerichtlich geltend macht, was oft schon zum Erfolg führt.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine erste Orientierung geben und stehe für weitere Nachfragen zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Hensdiek
Rechtsanwalt
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