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Vermögensausgleich Immobilie


| 29.12.2010 10:02 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Folgender Sachverhalt:
-Vermögensausgleichs im Rahmen eines Scheidungsverfahrens
-gemeinsame Immobilie ist im Grundbuch je zur Hälfte zwischen den Eheleuten eingetragen
-die kreditgebende Bank hat eine Grundschuld im Grundbuch eingetrgaen (Annuitätndarlehen)
-Kreditnehmer ist ausschliesslich der Ehemann
-er zahlt auch weiterhin die Raten
-Annuitätendarlehen ist erst zu rund 10% getilgt
-z.Zt. liegt der Immobilienwert unter dem Restdarlehensbetrag
-Ehefrau wohnt in der Immobilie, die Immobilie soll nicht verkauft werden
-weitere Punkte sollen im Vermögensausgleich ausgeglichen werden (weiteres Haus, Autos, Praxis usw.)

Fragen:
Wie werden die o.g. Sachverhalte bei dem Vermögensausgleich berücksichtigt?
Wem wird der Hauswert zugerechnet?
Wem werden die Schulden zugerechnet?
Spielt die Tatsache das nur der Ehemann den Kreditvertag unterschrieben hat eine Rolle?

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Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Fragen aufgrund des dargelegten Sachverhalts wie folgt:

Beim Zugewinnausgleich wird zum Anfang und zum Ende der Ehe für jeden Ehepartner jeweils getrennt ein Vermögensstatus aufgestellt. Das heisst also, dass das Anfangsvermögen jeweils für die Ehefrau und den Ehemanns sowie das jeweilige Endvermögen für die Ehefrau und den Ehemann getrennt ermittelt wird.

Der Zugewinn ist dann Endvermögen (unter Berücksichtigung von Schulden natürlich) minus Anfangsvermögen (ebenso werden Schulden berücksichtigt) jeweils für die Frau bzw. den Mann, im Ergebnis als ein vierfacher Vermögensstatus.

Der gemeinsame Zugewinn in der Ehe wird dann hälftig geteilt.

Deshalb spielt eine konkrete Zuordnung und die von Ihnen genannten Fragen für die Frage des Zugewinns keine entscheidende Rolle.

Das Haus (unterstellt, die Anschaffung erfolgte in der Ehezeit) fällt mit dem heutigen Wert abzüglich der Schulden/Lasten in das Endvermögen beider Partner zur Hälfte (weil im Grundbuch je Hälfteeigentum).

Wer den Kredit unterschrieben hat und auf wen diese lautet, spielt daher keine Rolle.

Für das weitere Haus trifft diese ebenso zu.

Praxis und Auto sind, sofern sie dem Mann gehören sollten, zu dessen Endvermögen zu zählen und entsprechend auszugleichen.


Allerdings ist darauf zu achten, dass Erbschaften, die während der Ehe angefallen sind (z.B. ein Haus) sowohl dem Endvermögen als auch dem Anfangsvermögen zugerechnet werden und sich damit dem Zugewinnausgleich weitgehend (für den inflationsbereinigten Wertzuwachs trifft das nicht zu, dieser fällt als Zugewinn an und ist auszugleichen) entzogen sind. Bei einer reiner Gelderbschaft, oder wenn das geerbete Haus verkauft wurde, wird es dann etwas komplizierter.

Wenn Ihre Ehefrau in der gemeinsamen Immobilie wohnen bleiben möchte, müsste Sie Ihnen die Hälfte des derzeitigen Marktwertes (Schulden sind da bereits berücksichtigt) ausbezahlen und hätte dann die gesamten Hausschulden zu tragen. Wenn die Restschulden höher sind als der derzeitige Verkehrswert, so verstehe ich Sie, müssten Sie Ihrer Ehefrau einen Ausgleich bezahlen, diese hätte dann aber auch die gesamten Hausschulden zu tragen, wofür es aber auch einer gesonderten Vereinbarung mit der Bank bedürfte.

Sofern Sie dies wünschen, wäre eine konkrete Berechnung ohne weiteres möglich, wobei die von Ihnen hier gezahlte Erstberatungsgebühr angerechnet würde.

Einen ersten Überblick über die bestehende Rechtslage hoffe ich gegeben und Ihnen damit weitergeholfen zu haben.

Sofern Sie weitere Hilfestellung benötigen, können Sie sich gerne an mich wenden.

Mit freundlichem Gruß

Michael J. Zürn
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 29.12.2010 | 12:28

Sehr geehrter Herr Zürn,

Sie schreiben:

Das Haus (unterstellt, die Anschaffung erfolgte in der Ehezeit) fällt mit dem heutigen Wert abzüglich der Schulden/Lasten in das Endvermögen beider Partner zur Hälfte (weil im Grundbuch je Hälfteeigentum).

Des weiteren schreiben Sie:

Wenn Ihre Ehefrau in der gemeinsamen Immobilie wohnen bleiben möchte, müsste Sie Ihnen die Hälfte des derzeitigen Marktwertes (Schulden sind da bereits berücksichtigt) ausbezahlen und hätte dann die gesamten Hausschulden zu tragen. Wenn die Restschulden höher sind als der derzeitige Verkehrswert, so verstehe ich Sie, müssten Sie Ihrer Ehefrau einen Ausgleich bezahlen, diese hätte dann aber auch die gesamten Hausschulden zu tragen, wofür es aber auch einer gesonderten Vereinbarung mit der Bank bedürfte.

Meine Nachfrage: Wenn der von Ihnen o.g. Sachverhalt eintreten würde, würde dann das Haus auch meiner Frau komplett gehören, d.h. im Grundbuch würde meine Hälfte auf sie überschrieben werden müssen?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 29.12.2010 | 12:42

Sehr geehrter Fragesteller:

besten Dank für Ihre Nachfrage, die ich wie folgt beantworte:

Meine Ausführungen beziehen sich auf den Fall, dass Ihre Ehefrau die Immobilie in ihr Alleineigentum übernimmt auch grundbuchmässig.


Ich hoffe, ich habe damit Ihre Nachfrage beantworten können, andernfalls müssten Sie nochmals melden.


Mit freundlichem Gruß

Michael J. Zürn
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 29.12.2010 | 13:09


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