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Vermögen in Spanien


| 23.06.2007 14:23 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin als einziges Kind laut gemeinschaftlichem Testament meiner Eltern Alleinerbe (Schlusserbe) mit rechtsgültigem Erbschein. Mein Mutter verstarb 1984, mein Vater 2001.

Mein Vater war ein sehr schwieriger Mensch. Wir hatten seit 1991 keinen Kontakt mehr. Er war recht vermögend (über 1 Million), besaß mehrere Immobilien in Deutschland, die er nach und nach verkauft hat.
Die letzten Jahre lebte er mit einer Frau in deren Haus zusammen, die es sehr auf sein Geld abgesehen hatte und der es nur recht war, dass ich mit meinem Vater zerstritten war.

Nach dem Tod meines Vaters behauptete diese Lebensgefährtin, dass mein Vater sein ganzes Vermögen an der Börse verloren hatte, was aber nicht stimmt (was ich durch meinen Erbschein bei den Banken schnell herausgefunden habe).

Da er das gemeinschaftliche Testament nach dem Tod meiner Mutter, nach dem ich Alleinerbe war, nicht mehr ändern konnte, mich aber um jeden Preis enterben wollte, schaffte er das Vermögen nach Spanien, so dass in Deutschland - auch vor dem Finanzamt - kein Vermögen mehr vorhanden war.

Im Innenverhältnis mit einem spanischen Immobiliengesellschafter kaufte er teure Immobilien in Mallorca, die offenbar auch im Innenverhältnis - äußerlich nicht sichtbar - an die ebenfalls ins Deutschland lebende Geliebte vererbt wurden nach seinem Tod. Ich selbst habe als Alleinerbe (!)nichts geerbt außer Schulden, die ich jetzt erst abbezahlt habe.

Mein Problem: Sämtliche Unterlagen meines Vaters bzgl. des Immobilienerwerbs in Spanien befinden sich im Haus der Lebensgefährtin, die dieselben nicht herausrückt. Auf mein Drängen hin hat sie sogar eine eidesstattliche Erklärung abgegeben, dass sie angeblich nichts von einem Immobilienerwerb in Spanien weiß (was zu 100 Prozent gelogen ist).

Ich habe durch Hilfe eines spanischen Anwalts, der persönliche Kontakte hatte, herausgefunden, dass mein Vater wertvolle Immobilien an einem Ort in Mallorca erworben hat. Ich kenne mittlerweile also den genauen Ort und sogar den Namen des Gesellschafters (viele Deutsche haben dort Immobilien unter dem Namen einer Gesellschaft erworben, wahrscheinlich am Finanzamt vorbei). Die Immobilien wurden im Rahmen einer Gesellschaft erworben, so dass mein Vater im Grundbuch namentlich nicht auftaucht. Es handelt sich um Vermögenswerte von ca. 500 000,- Euro.

Mein Problem: ich habe als Geringverdiener weder das Geld für einen Prozess, noch für einen guten Anwalt - schon gar nicht bei dem Streitwert. Und ich habe keinerlei schriftliche Beweise, da die Lebensgefährtin natürlich keine Unterlagen herausrückt.

Was kann ich tun ? Gibt es Anwälte, die auf Erfolgsbasis arbeiten ? Ich wäre bereit, bei Erfolg bis zu 30 Prozent des aquirierten Erbes in Spanien zu zahlen. Es muss jemand sein mit Auslandbindug, spanischen Übersetzungsmöglichkeiten etc. Vielleicht wäre es sinnvoll, mit dem Gesellschafter zu kooperieren, so dass dieser mir die Unterlagen aushändigt. Bislang hat er dies nicht getan, wohl auch im Hinblick darauf, dass dann das Finanzamt aufmerksam wird. Vielleicht bräuchte ich nur einen Anwalt, der dem Gesellschafter ein tolles Angebot auf spanisch macht. Ich bin jedenfalls bereit, jeden großzügig prozentual bei Erfolg zu beteiligen, der mir hilft.

Falls jemand eine wirklich gute Idee hat, was ich tun kann, bitte melden.

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Sehr geehrte Fragestellerin,

grundsätzlich arbeiten Rechtsanwälte nach Stundenhonorar oder sie rechnen nach dem RVG ab. Bisher war eine Bezahlung auf Erfolgsbeteilung gesetzlich verboten. Es gibt jetzt ein Urteil, das sagt, dass dieser Grundsatz eingeschränkt werden müsse, wenn es der Wunsch des Mandanten ist. Der Gesetzgeber hat jetzt die Aufgabe, das Gesetz dementsprechend zu ändern.

Sie sollten weiterhin versuchen, an die Kaufverträge zu kommen. Auch die Immobilienfirma ist zur Auskunft verpflichtet. Dehalb ist IHre Idee an dieser SEite weiter zu forschen, gut.

Wenn alles an die Geliebte geflossen ist, z.B. im Wege der Schenkung, dann haben Sie als Erbe einen Anspruch gegen die Geliebte.
Fakt ist, dass das Geld nicht an der Börse verloren worden ist. Die Geliebte muss also weiterhin darlegen, was mit dem Geld passiert ist. Dies sollen Sie wenn nötig, gerichtlich weiter verfolgen.
Es gibt auch die Möglichkeit der Prozesskostenhilfe.
Am besten Sie wenden sich an eine Kanzlei mit STandort in Deutschland und in Spanien. Versuchen Sie es z.B. auch über die Rechtsanwaltskammer oder über den Anwaltsuchservive.
Die Abgabe einer falschen eidesstattlichen Versicherung ist strafbar. Hier könnten Sie an eine Anzeige der Lebensgefährtin denken.



Nachfrage vom Fragesteller 24.06.2007 | 12:00

Vielen Dank für die Antwort. Dass es mittlerweile möglich ist, dass Anwälte auch gegen Erfolgshonorar arbeiten dürfen, wusste ich noch nicht. Mein Problem ist, dass die Gesellschaft nicht bereit ist, mir die Unterlagen auszuhändigen, weil sie Angst hat. Unter Firmierung dieser Gesellschaft haben viele vermögendende Deutsche Immobilien gekauft, die sie beim Finanzamt nicht angegeben haben. Insofern hält man sich dort sehr bedeckt, und es nicht ganz und gar nicht leicht, an Unterlagen zu kommen. Ich versuche es trotzdem nochmal, vielleicht mit einem Angebot der Beteiligung, sehe aber nur geringe Chancen.

Eine Frage habe ich noch: nach wieviel Jahren verjährt eine eidesstattliche Erklärung ?


Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 24.06.2007 | 17:36

Eine vorsätzliche Versicherung an Eides Statt verjährt in fünf Jahren, eine fahrlässige Versicherung an Eides Statt verjährt in drei Jahren.
Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg.

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"Hat mir wieder Mut gemacht und war insofern für mich aufbauend und hilfreich. Ich werde nicht locker lassen, die Kaufverträge zu bekommen, eine andere Chance sehe ich nicht. Haben Sie herzlichen Dank ! "
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