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Vermögen beim Unterhalt

13.04.2016 23:52 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Dr. Corina Seiter


Zusammenfassung: Kindesunterhalt Vermögen Unterhaltsschuldner

Hallo,
ich habe erfahren, dass ich Vater geworden bin.
Nun soll ich einen Fragebogen zu meinen Vermögensverhältnissen ausfüllen, damit das Jugendamt weiß, ob ich Unterhalt zahlen muss/kann.

Dabei stellen sich mir folgende Fragen:
Zählt zu meinem Einkommen das Kindergeld, das meine Eltern für mich bekommen?

Und:
Ich muss angeben, ob ich Bausparverträge habe. Wenn ich angebe, dass ich welche habe, kann es dann sein, dass ich diese auflösen muss, um meiner Unterhaltspflicht nachzukommen?
Ich möchte ungern, dass ich deshalb mein Erspartes (rund 5000 Euro) aufgeben muss, nur damit ich Unterhalt zahlen kann.

Und 3.:
Kann es sein dass ich mein Auto verkaufen muss, um Unterhalt zahlen zu können? Es ist circa 800 Euro wert.

Ich verdiene monatlich 1120 Euro und das Kind ist 4 Monate alt.

Was kommt auf mich zu? Kann ich meine Bausparverträge angeben, ohne befürchten zu müssen, dass ich diese auflösen muss? Oder sollte ich diese lieber umschreiben lassen? Beispielsweise auf meine Eltern? So habe ich ja kein Vermögen mehr, an das der Staat könnte.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Grundsätzlich haben Sie alle Anstrengungen zu unternehmen, den Mindestunterhalt für Ihr Kind zu gewährleisten.
Es wird jedoch keiner verlangen, dass Sie Ihr Auto verkaufen, da Sie ja auch dieses z,B. zur Sicherung von Einnahmen benötigen (um zur Arbeit zu kommen).

Kindergeld zählt nicht als Einkommen.

Da Sie ein Anrecht auf Altersvorsorge haben, gehe ich davon aus, dass Ihr Erspartes zum Schonvermögen gehört.

Sie haben ohnehin keine andere Wahl, als die Angaben wahrheitsgemäß zu machen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 24.05.2016 | 12:07

Hallo noch einmal,
ich habe noch eine Frage zur Berechnung des Unterhalts:
Ich habe eine betriebliche Altersvorsorge in Höhe von 100 Euro abgeschlossen. Diese wird direkt vom Bruttolohn abgezogen. Dadurch vermindert sich ja mein Einkommen. Auf der Gehaltsabrechnung steht ja dann nur das Netto, das durch durch die AV gemindert wird. Ich weiß, dass man 4 Prozent des Gehalts für die AV anrechnen lassen kann. Aber gilt dies auch, wenn die betriebliche AV direkt vom Bruttolohn abgezogen wird? Dadurch verringert sich ja mein Nettoeinkommen und ich müsste demnach weniger Unterhalt zahlen.

Darüber hinaus frage ich mich, ob mein Selbstbehalt einfach um 10 Prozent gekürzt werden darf, weil ich noch bei meinen Eltern wohne? Laut Bescheid habe ich normalerweise einen Selbstbehalt von 1080 Euro, aber dieser wird um 10 Prozent gekürzt, weil ich noch bei meinen Eltern lebe. Ist das rechtens? Dadurch muss ich nämlich deutlich mehr Unterhalt zahlen.

Viele Grüße

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 24.05.2016 | 15:18

Grundsätzlich wird dann, wenn Sie keine Miete zahlen oder Kostgeld bei Ihren Eltern abgeben müssen, die Miete, die bereits bei der Düsseldorfer Tabelle "eingepreist" ist, als Wohnwert hinzugerechnet werden. Dies können 10% sein oder aber auch mehr oder weniger. Das ist von Gericht zu Gericht verschieden und hängt auch vom Einzelfall ab.

Die Altersvorsorge ist unabhängig, ob es eine betriebliche oder private ist mit 4% vom Brutto zu berücksichtigen. Haben Sie mehr, wird die Summe einfach nicht angerechnet oder Ihr Nettoeinkommen erhöht (wenn es abgezogen wird).

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