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Vermisstenüberwachung: Familie für Handyortung des Vermissten, aber ich bin dagegen

16.09.2019 14:56 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung:

Ortung

Hallo,

in meiner Familie spielt sich derzeit eine kleine Tragödie ab.

Mein Bruder, 30, hat eine schwierige Lebensphase, äußerte mehrmals Todesgedanken (aber kündigte nie einen Selbstmord an) und verschwand die letzten Tage über Nacht, nach einem Streit.

Die Familie ging zur Polizei, stellte den Fall einseitig als Selbstmordversuch dar, natürlich wurde die Polizei dadurch aktiv, und seitdem wird sein Handy geortet.

Gestern stellte sich heraus, dass er 800 km zurücklegte, so dass er unmöglich tot sein kann. Allem Anschein nach sucht er bloß Distanz, da es vermutlich sogar ein Fehler war, dass er nach Jahren der Abwesenheit wieder engen Kontakt mit der Familie suchte.

Die Sorge meiner Familie ist verständlich, aber es kommt mir vor, als würde sie übers Ziel hinausschießen.

Es behagt mir nicht, dass sie sein Handy ohne sein Wissen (für bislang unbegrenzte Zeit) überwachen. Aus Prinzip. Was, wenn es sich 3 Monate hinzieht?

Ich gedenke die nächsten Tage mit der Polizei zu sprechen, um die einseitige Darstellung vielleicht doch um Details zu erweitern. Zwar ist er ein schwieriger Mensch, hat eine noch schwierige Lebensphase, aber er zog sich früher bewusst öfter von der Familie zurück. Ich nehme in kauf, dass es hinterher heißt, sollte er sich doch das Leben nehmen, ich hätte verhindert, dass sie ihm hätten helfen können. Aber erschließt sich nicht, wie wechselnde Ortungsdaten 800 km überhaupt helfen sollen, außer, dass ein Mensch hier offenbar einfach so überwacht wird. Wohlgemerkt, er stellt weder eine Gefahr für andere dar, noch war er jemals straffällig gewesen.

Wie ist die Rechtslage? Wie lange darf die Polizei überwachen? Muss ich Anzeige gegen meine Familie stellen (was ich tunlichts vermeiden möchte, natürlich)? Was kann ich der Polizei darstellen, um sie zu einem Umdenken zu bewegen?

Viele Grüße

16.09.2019 | 16:22

Antwort

von


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Stedinger Str. 39a
27753 Delmenhorst
Tel: 04221-983945
Web: http://www.drseiter.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Als Erwachsener hat er das Recht gefunden zu werden oder nicht - daher halte ich die Ortung rechtlich für bedenklich! Ggf. muss er eingewiesen werden, wenn eine Gefahr für sein Leben besteht - aber wenn dies nicht mehr gegeben ist, ist dies auch nicht mehr möglich. Menschlich kann ich die Ortung verstehen.

Teilen Sie Ihre Bedenken der Polizei mit! Sofern es keinen Beschluss durch einen Richter gibt, wäre dies zudem nicht zulässig!

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Dr. Corina Seiter
Fachanwältin für Familienrecht, Fachanwältin für Strafrecht

ANTWORT VON

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