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Vermietung von Ferienwohnungen über AirBnB und Co. - Rechtlicher Rahmen?

13.10.2021 17:47 |
Preis: 55,00 € |

Gesellschaftsrecht


Beantwortet von


Hallo!

Wir sind 3 Personen und haben vor knapp 2 Monaten damit angefangen uns ein Ferienwohnungsbusiness aufzubauen. Wir mieten Privatwohnungen an, möblieren diese schick und stellen sie dann auf Vermietungsplattformen wie AirBnB für Gäste zum Übernachten ein.

Aktuell haben wir eine Wohnung bereits in Betrieb, 3 weitere sollen kurzfristig folgen.

Langfristig wollen wir 10 Wohnungen+ für Gäste über das ganze Jahr in unserer Heimatstadt (Bundesland Bremen) anbieten.

Nun stellt sich für uns die Frage nach dem rechtlichen Rahmen.

-> Welcher rechtliche Rahmen würde sich für solch eine Unternehmung am besten eignen, vor allem langfristig? Wir hatten zunächst geplant eine GbR zu gründen. Jedoch stellt sich für uns die Frage, ob das überhaupt nötig sei, da unseres Wissens nach ein Gewerbebetrieb bei der Vermietung von Wohnungen erst besteht, wenn z.B. Verpflegung o. ä. angeboten wird. Ohne Gewerbebetrieb und ohne Gewerbe könnten wir somit Gewerbesteuer sparen, so unserer Gedanke. Wäre also gar kein Gewerbe zu gründen auch eine Option? Und wenn ein Gewerbe rechtlich notwendig ist, welche Rechtsform eignet sich hier am besten?

-> Was wären weitere wichtige rechtliche/steuerliche Unterschiede?


Wir freuen uns sehr darauf, wenn Sie für uns Licht ins Dunkeln bringen würden.


Vielen Dank!

13.10.2021 | 19:45

Antwort

von


(725)
Wichlinghauser Markt 5
42277 Wuppertal
Tel: 0202 697 599 16
E-Mail:
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Sehr geehrter Fragesteller,

auf Grundlage der durch Sie mitgeteilten Informationen beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Es kommt letztlich darauf an auf welche Weise Sie die Wohnungen anmieten und wie stark Sie dabei mit den Eigentümern kooperieren wollen.

Angesichts der Anzahl der Wohnungen, die Sie vermieten würde ich davon ausgehen, dass das als gemeinsame Aktivität auf jeden Fall bereits jetzt eine GbR ist und auch bereits als gewerblich einzustufen ist. Wenn Sie allerdings jeweils alleine die Wohnungen anmieten, ausstatten und untervermieten, dann wäre diese Schwelle noch nicht gerissen. Bei 10 Wohnungen würde man das aber annehmen.

Ansonsten wäre eine GbR für Sie die günstigste Möglichkeit das gemeinsam als Business zu betreiben. Dabei ist der Vorteil, dass Sie steuerlich günstiger stehen aber weiterhin eine persönliche Haftung droht.

Wenn Sie sich vor einer persönlichen Haftung schützen wollen wäre eine UG oder eine GmbH für Sie eine Lösung. Dabei fallen aber weitergehende Steuern und ein wesentlich höherer Verwaltungsaufwand an, der auch kostenintensiv ist.

Im Hinblick auf ein mögliches Zweckentfremdungverbot und damit eine mögliche drastische Einschränkung Ihres Geschäftsmodells wäre eine UG bzw. GmbH aber natürlich ein sehr großer Schritt und würde sich evtl. dann auch nicht mehr lohnen.

Letztlich hängt Ihre Entscheidung neben den Kosten vor allem von der Frage ab wie Sie am besten die Wohnungen anmieten können. Vermutlich wird man, wenn Sie die geplante Nutzung offen gegenüber dem Vermieter kommunizieren, lieber an eine GmbH vermieten. Aber die Frage ist, ob man dann nicht auch unmittelbar eine höhere Miete verlangen wird.

Vor diesem Hintergrund erscheint mir in der derzeitigen Phase der Unternehmensentwicklung eine GbR die günstigste und flexibelste Form für Sie.

Wenn Sie ohnehin die Wohnungen als Einzelpersonen anmieten und nicht alle zusammen, dann wäre das keine GbR und hatte den Vorzug, dass man Sie bis zu einer gewissen Grenze tatsächlich nicht als gewerblich nach der Gewerbeordnung einstufen würde.

Mit freundlichen Grüßen


Rückfrage vom Fragesteller 13.10.2021 | 22:36

Vielen Dank für Ihre Antwort!

Die Wohnungen sind alle von uns als Einzelpersonen angemietet worden, also nicht von uns allen 3 gemeinsam. (Es steht jeweils immer nur eine Person im Vertrag).

Das bedeutet, wenn ich Sie richtig verstanden habe, dass wenn jeder von uns 3 sagen wir jeweils eine Wohnung als Einzelperson anmietet, also noch von keinem Gewerbe ausgegangen werden kann, richtig?

Und sobald wir aber gemeinsam anmieten, oder mit allen einzeln angemieteten Wohnungen in den Bereich von 5-10 Wohnungen insgesamt kommen, von da ab dann von einer gewerblichen Tätigkeit nach der Gewerbeordnung ausgegangen wird, richtig?

Vielen Dank für Ihre kurze Bestätigung dieser Rückfragen.

MfG


Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 13.10.2021 | 23:42

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich auch Ihre Rückfrage:

Ja, es ist richtig, dass Sie wenn Sie als Einzelpersonen agieren nicht so schnell gewerblich sind, weil dann jeder für sich zählt was die üblichen Grenzen der Gewerblichkeit betrifft. Das könnten Sie jedenfalls vorerst sicher zu ihrem Vorteil nutzen.

Mit freundlichen Grüßen

ANTWORT VON

(725)

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