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Vermietung von Eigentum und selbst Mieter bleiben?

| 10.10.2013 23:15 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Zusammenfassung: Beim kauf einer Immobilie zur Vermietung können Werbungskosten grundsätzlich unabhängig von der eigenen WOhnsituation geltend gemacht werden.

Sehr geehrte Damen und Herren,

meine Frau und ich planen ein Einfamilienhaus bzw. eine Doppelhaushälfte zu bauen bzw. zu erwerben. Unter Umständen würden wir bei entsprechenden Angeboten auch ein Zweifamilienhaus bauen oder erwerben, doch dann dürfte die Angelegenheit eindeutiger werden.

Unsere Frage: Kann das Finanzamt den Abzug der daraus resultierenden Werbungskosten streichen, weil wir gleichzeitig in einem ähnlichen Objekt in einer ähnlichen Lage zur Miete wohnen anstatt umzuziehen?

Hintergrund: Wir wohnen zu einer relativ günstigen Miete seit 2 Jahren in einer Doppelhaushälfte, die meinen Eltern gehört (siehe auch: http://www.frag-einen-anwalt.de/forum_topic.asp?topic_id=146759&), wir fühlen uns hier wohl und wollen hier wohnen bleiben.

Zum einen stehen Grundstücke in unmittelbarer Nachbarschaft zum Verkauf, zum anderen gibt es hin und wieder Immobilienangebote in der Nähe. Zur langfristigen Altersvorsorge und um von der günstigen Zinssituation zu profitieren, interessieren wir uns für den Erwerb einer Immobilie mit dem Plan diese zu vermieten.

Wie bewerten Sie dir Abzungsmöglichkeit der Werbungskosten? Macht Neubau oder Erwerb einer bestehenden Immobilie einen Unterschied? Was ist zu beachten? Welche Bedenken gibt es? Ändert sich die rechtliche Lage für meine Eltern (siehe verlinkter Artikel)?

Freundlich grüßt
Stefan K.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich im Rahmen einer Erstberatung, des gebotenen Einsatzes und aufgrund des von Ihnen geschilderten Sachverhalts wie folgt beantworten möchte:

Zu Ihrer Ausgangsfrage:

Grundsätzlich müsen Sie sich hinsichtlich des Werbungskostenabzuges keine Sorgen machen.

Ausgaben, die Sie zur Erziehlung von Einkünften aus Vermietung und Verpachtung tätigen, können grundsätzlich als Werbungskosten bzw. Betriebsausgaben abgezogen werden.

Zwar gibt es auch hier natürlich Ausnahmen, auf die im Einzelnen in diesem Rahmen hier nicht eingegangen werden kann. Die Tatsache, dass Sie selber zur Miete wohnen, egal ob bei Ihren Eltern oder sonstwo, stellt aber ganz sicher keien solche Ausnahme dar.

Problematisch wird es nur dann, und diesen Fall behandelt der von Ihnen zitierte Artikel, wenn ein Leistungsaustausch zwischen Familienangehörigen stattfindet, der einem Fremndvergleich nicht standhält (also bei Verträgen, die mit Dritten so nicht geschlossen worden wären)und bei dem es keinen wirtschaftlichen Hintergrund gibt, sondern einzig den, Steuern zu sparen.

Erwerben Sie also die Immobilie, um diese zu vermieten, können Sie unabhängig von Ihrer eigenen Wohnungssituation grundsätzlich die Herstellungs-, Anschaffungs- und Erhaltungsaufwendungen als Werbungskosten geltend machen.

Soviel zu Ihrer Ausgangsfrage. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass ich auf Ihre weiteren Fragen nur ganz kurz eingehen kann. Die Fragen, was beim Kauf einer Immobilie steuerlich zu beachten ist und welche Bedenken bestehen könnten, können nur im Rah,en einer Gesamtbetrachtung Ihrer persönlichen konkreten Situation erfolgen. Zudem kann eine derart umfassende Beratung in diesem Rahmen und bei diesem Einsatz beim besten Willen nicht erfolgen.

Trotzdem kurz:

Der Unterschied zwischen Neubau und Altbau, also Erwerb einer älternen Bestandsimmobilie liegt im wesentlichen bei den Abschreibungsmöglichkeiten. Je nach Alter der Immobilie gelten hier andere Regelungen. Somit kommt es nicht mehr so sehr darauf an, ob selbst gebaut oder gekauft wird. Entscheidenden ist das Alter der Immobilie.

Welche Abschreibungsmöglichkeiten für Sie am sinnvollsten sind, kann wiederum nur unter Betrachtung der Gesamtsituation gesagt werden, also: Zustand des Gebäudes, Kaufpreis, Finanzierungsaufwand etc.

Besprechen Sie dies mit Ihrem Steuerberater. Bei Investitionen wie der von Ihnen geplanten ist eine solche Beratung unbedingt zu empfehlen.

Ich hoffe, Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft haben zu können, wie er im Rahmen einer Erstberatung möglich ist und bedanke mich nochmals für die Anfrage.

Bitte beachten Sie, dass diese Webseite lediglich dazu dient, Ihnen einen erste Einschätzung zur Rechtslage zu liefern. Eine ausführliche und persönliche Beratung soll und kann hierdurch nicht ersetzt werden.

Außerdem kann das Fehlen oder Hinzufügen wesentlicher Angaben im Sachverhalt zu einer anderen rechtlichen Einschätzung führen.



Bei Nachfragen nutzen Sie unbedingt die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Sebastian Baur

Bewertung des Fragestellers 14.10.2013 | 11:44

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