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Vermietung einer Wohnung anteilig an meinen Partner

25.09.2018 15:57 |
Preis: 60,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Diplom Kaufmann Peter Fricke


Hallo,
ich habe mein Elternhaus erworben. Ich habe das ganze Haus kernsaniert.
Im EG habe ich mein Büro (bin selbständig) und im OG habe ich eine Wohnung mit meinem Lebenspartner (2 Schlafzimmer vorhanden). Ich habe ihm die Hälfte der Wohnung vermietet. Im DG ist eine Mietwohnung.

Habe derzeit eine Steuerprüfung. Die Finanzbeamtin will die anteiligen Sanierungskosten für das OG nicht anerkennen. Habe die Mieteinnahmen versteuert.

Wie kann ich argumentieren, dass ich die Sanierungskosten anteilig für die OG Wohnung absetzen kann?

Vielen Dank und viele Grüße
Doris

Einsatz editiert am 25.09.2018 19:33:09

Sehr geehrte Ratsuchende,

prinzipiell steht Ihnen der Erhaltungsaufwand als Abzugsposten entgegen, was Ihnen und dem Finanzamt aber auch geläufig sein wird.

Das Finanzamt wird ( denke ich ) das Abzugs- und Aufteilungsverbot bemühen. Danach dürfen und können Werbungsskosten, soweit sie AUCH privat von Nutzen sein können, nicht anteilig abgezogen werden. Googeln Sie mal alles, was Sie hier zu § 12 Nr. 1 EStG finden können, das erklärt sich mit ähnlichen Beispielen dann von alleine.

Die Betonung liegt auf "Auch". Meine Anzüge trage ich nur für die Arbeit, daher sind sie nicht abzugsfähig. Ich könnte Sie ja auch privat nutzen. Ihr private eigene Nutzung wird dem Abzug entgegenstehen.

Ich würde aber im Gegenzug dann die Zweckrichtung der Mietzahlungen verändern und diese als Zuschuss der allgemeinen Lebenskosten für die Wohnung in Empfang nehmen. So würden Sie zwar die Kosten nicht absetzen können, aus der gemeinsamen "Haushaltskasse" würde aber auch kein vermeidbarer Steuerbetrag für die Mieteinnahmen abfliessen.

Wenn das Finanzamt andere oder weitere Ansätze hat, wollen Sie mir das bitte mitteilen. Nach meiner Einschätzung wird der obige Grund der einzige sein, den man Ihrem "Steuermodell" entgegen halten kann.

Ein Streit wäre dann auch aussichtslos, weil Sie diesen vor der Rechtsbehelfsstelle mit den gleichen Argumenten im Einspruchsverfahren verlieren würden.

Mit besten Grüssen
Fricke
RA und Dipl. Kfm.

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