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Vermietung Wohnung und Untervermietung durch Dritten

13.11.2018 08:31 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


10:14

Wir haben ein großes Haus mit Einliegerwohnung. Die Einliegerwohnung haben wir an Herr X vermietet mit Erlaubnis der Untervermietung. Er wollte die Wohnung angeblich für seine Mitarbeiter.
Nun stellt sich heraus, dass er die Wohnung an Studenten usw. untervermietet. Zum Teil konnten wir die Untermietverträge einsehen. Dort ist nicht er als Untervermieter, sondern seine Lebensgefährtin eingetragen, die doch überhaupt nichts damit zu tun.

Mittlerweile haben wir das Mietverhältnis zum Herrn X gekündigt und zwar einmal nach § 573 a BGB (28.02.2019) und einmal ordentlich wegen Eigenbedarf, dass unser Sohn krankheitsbedingt Unterstützung von uns benötigt (30.11.18).

Bisher hat er Widerspruch eingelegt, aber noch keine Begründung.

Er vermietet über ebay-Kleinanzeigen nach wie vor weiter bzw. seine Lebensgefährtin.
Er selbst ist einwohnermelderechtlich nicht auffindbar. Wir wissen nur, dass er sich bei seiner Lebensgefährtin aufhält.

Wie gehen wir genau vor? Welche Möglichkeiten haben wir? Da wir nicht genau wissen, welche o.g. Kündigung greift, ist für uns unklar, ob wir zum 30.11.18 schon Räumungsklage erheben sollten?
Welche rechtlichen Schritten können wir gegen Herrn X und auch gegen die Lebensgefährtin einleiten? Sie vermietet ja unter, ohne Berechtigung.

13.11.2018 | 09:14

Antwort

von


(745)
Wrangelstrasse 16
24105 Kiel
Tel: 0431-895990
Web: http://www.kanzlei-steidel.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sofern der Eigenbedarf tatsächlich geltend gemacht werden kann, sollten Sie schon nach dem 30.11.2018 Räumungsklage erheben. Der Prozess wird sich über den weiteren Kündigungstermin ( 28.02.2019 ) hinzuziehen, so dass dann auch die weitere Kündigung Gegenstand des Prozesses wird. Dies ist auch unproblematisch zulässig. Die Kündigung kann also auf verschiedene Gründe gestützt werden.

Sie könnten sogar noch eine weitere Kündigung wegen schwerwiegender Vertragsverletzungen ( § 573 BGB ) aussprechen. Der Mieter überlässt die Mietsache einem Dritten ( der Lebensgefährtin ) und dann auch noch zu einem unerlaubten Zweck ( Untervermietung durch eine Dritte ). Dies stellt eine nicht unerhebliche Vertragsverletzung dar, die einen Kündigungsgrund liefert. Ich würde Ihnen daher durchaus empfehlen, eine weitere Kündigung mit dieser Begründung ( schriftlich ) auszusprechen.

Als weitere rechtliche Schritte können Sie die Lebensgefährtin zur Unterlassung der unbefugten Untervermietung auffordern. Außerdem können Sie die Mieter darüber in Kenntnis setzen, dass diese Mietverträge mit einer dazu unbefugten Person abgeschlossen haben und daher mit einer baldigen Räumungsverpflichtung zu rechnen ist.

Ich empfehle Ihnen, anwaltliche Vertretung in Anspruch zu nehmen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Sascha Steidel
Fachanwalt für Familienrecht

Rückfrage vom Fragesteller 13.11.2018 | 09:51

Die Mietverträge mit der unbefugten Person sind dann unwirksam? Diese Mieter bekomme ich auch nur mit einer Räumungsklage raus?

Vorab vielen Dank für Ihre Antwort, die mir schon geholfen hat.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 13.11.2018 | 10:14

Sofern Sie Räumungsklage gegen den Mieter erheben, muss diese auf sämtliche Personen erstreckt werden, die Besitz an den vermieteten Räumlichkeiten haben. Die Untermieter und ggf. die Lebensgefährtin müssen also mit verklagt werden. Anderenfalls haben Sie anschließend keinen Räumungstitel gegen diese Personen.

ANTWORT VON

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