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Vermieter zieht Zusage zurück

26.11.2013 09:38 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Sehr geehrte Damen und Herren,

wur haben eine Wohnung über eine Internet-Börse gesucht und auch über einen Makler gefunden.

Wir reichen alle Unterlagen ein und geben dezidiert Kleinhundehaltung und Katzen an; Unterlagen werden vom Makler entgegengenommen und an die Hausverwaltung/Eigentümergemeinschaft weitergeleitet.

Makler gibt uns im Anschluss schriftliche Zusage über die Vergabe an uns (nach Rücksprache mit der HV/Eigentümern) und bestellt uns schriftlich zur Mietvertragsunterzeichnung in die Räume der HV. Dabei benennt er direkt Einzelheiten und Passi über Zusatzklauseln im Mietvertrag bzgl. Restauration im EG und der Hundehaltung, die er als Mietvertragsbestandteil von der HV auferlegt bekommen hat.

Zur Mietvertragsunterzeichnung erschienen gibt die Hausverwalterin an, ja, die Vergabe wurde zuerst positiv entschieden, man hätte es sich nun jedoch wohl anders überlegt und sie warte noch ein letztes Telefonat mit den Eigentümern ab.

Dieses wird geführt und nun wird der Mietvertrag verweigert. Es wurde sich anders überlegt.

Makler bestätigt in der Zwischenzeit als Zeuge schriftlich, dass die Vergabe der Wohnung an uns auch ihm gegenüber zugesagt wurde und er die unerwartet plötzliche Absage nicht verstehen kann.

Die neue Wohnung ist erheblich günstiger als die derzeitige; ist hier Schadenersatz durchsetzbar?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Das Gesetz schreibt im Gegensatz zur Kündigungserklärung für das Zustandekommen eines Mietvertrags keine Schriftform vor. Das heißt, dass ein Mietvertrag grundsätzlich zwischen den Parteien mündlich geschlossen werden kann.

Allerdings müssten sich die Parteien dann auch einig gewesen sein hinsichtlich der wesentlichen Vertragsbestandteile, das heißt wenigstens über die genaue Wohnung, Miethöhe und Mietbeginn. Zudem müssten auch beide Parteien den Mietvertrag bereits vor der schriftlichen Unterzeichnung als zustandegekommen angesehen haben.

Im Streitfalle müssten Sie als Kläger das Zustandekommen des Mietvertrags beweisen, was aber unter Umständen durch den Makler möglich wäre. Allerdings tragen Sie ein gewisses Prozess- und Kostenrisiko.

Sollte der Vertrag bereits zustandegekommen sein, haben Sie zunächst einen Anspruch aber Gebrauchsüberlassung der Wohnung. Sollte dies aufgrund einer Weitervermietung an Dritte dem Vermieter nicht möglich sein, können Sie in der Tat Schadensersatzansprüche geltend machen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Gunnar Wessel, Rechtsanwalt


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