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Vermieter will Kaution nicht auszahlen.

26.07.2010 20:25 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


21:55
Hallo, ich habe folgende frage:

Wir sind am 01.06.2010 aus einer mietwohnung ausgezogen, hierbei wurde die Wohnung korrekt übergeben, übergabeprotokoll liegt vor, nun sagt der vermieter das ein Schaden im Hausflur vorliegt der angeblich vor einem halben jahr entstanden ist, und er daher 150 Euro von der Kaution abziehen möchte, als wir jedoch da gewohnt haben, wurde dies nie erwähnt. Ist es rechtens das der Vermieter 150 Euro von der Kaution abzieht, nur weil er jetzt auf die idee gekommen ist, und im Übergabeprotokoll davon nichts erwähnt wurde? Der Vermieter ist bekannt , das er bei auszug immer etwas von der kaution abzieht?

Bitte um schnelle Antwort.
26.07.2010 | 21:13

Antwort

von


(140)
Saarlandstraße 62
44139 Dortmund
Tel: 0231 580 94 95
Web: http://www.rechtsanwalt-do.de
E-Mail:

Sehr geehrte Ratsuchende,

ich bedanke mich für Ihre Frage.

Der Vermieter dürfte Schwierigkeiten haben, mit seiner Forderung durchzudringen.

Grundsätzlich dürfte der Vermieter die Kaution ganz oder teilweise mit einer Forderung wegen schuldhaft verursachter Schäden an der Mietsache aufrechnen.

Dann müsste ein Anspruch des Vermieters gegen Sie bestehen. Ein solcher Anspruch kann sich daraus ergeben, dass der Mieter aufgrund von schuldhaftem, vertragswidrigem Verhalten einen Schaden an der Mietsache verursacht. Die zugrunde liegenden Tatsachen hätte der Vermieter darzulegen und zu beweisen. Der Vermieter beruft sich auf einen Anspruch wegen eines von Ihnen angeblich verursachten Schadens im Hausflur. Hier stellt sich die Frage, wie der Vermieter beweisen will, dass der Schaden von Ihnen verursacht wurde.

Selbst wenn ihm das gelingen sollte, könnte der Anspruch durch das Abnahmeprotokoll ausgeschlossen sein. Hat der Vermieter im Protokoll bestätigt, dass die Mietsache vertragsgemäß zurückgegeben wurde, kann er sich später grundsätzlich nicht mehr auf angebliche Mängel berufen. Es könnte sogar ein sog. negatives Schuldanerkenntnis vorliegen, mit dem der Vermieter rechtsverbindlich Ansprüche verneint.

Insofern können Sie selbstbewusst verlangen, dass der entsprechende Betrag nicht von der Kaution abgezogen wird.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen ersten Überblick verschaffen.

Falls Sie noch Fragen haben: Nutzen Sie die kostenlose Nachfragefunktion!

Wenn Sie möchten, werde ich gerne in der Sache für Sie tätig. Rufen Sie dazu gerne an unter 0231.580 94 95.

Abschließend bitte ich Sie, folgendes zu bedenken: Diese Plattform kann und will eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen. Zu einer umfassenden persönlichen Beratung gehört, dass Mandant und Rechtsanwalt gemeinsam alle relevanten Informationen erarbeiten. Das kann diese Plattform nicht leisten. Hier soll nur eine erste Einschätzung des von Ihnen geschilderten Sachverhalts gegeben werden. Es kann sich sogar eine ganz andere rechtliche Beurteilung ergeben, wenn Informationen hinzugefügt oder weggelassen werden.


Mit besten Grüßen
Sebastian Belgardt


Kanzleianschrift:
Großholthauser Str. 124
44227 Dortmund

Kontaktmöglichkeiten:

Telefon: 0231. 580 94 95
Fax: 0231. 580 94 96
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Internet: www.ra-belgardt.de

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Nachfrage vom Fragesteller 26.07.2010 | 21:29

Hallo, und vielen dank für die schnelle antwort.

Das sehe ich genauso, jedoch , wie habe ich mich zu verhalten? Soll ich einen Rechtsanwalt einschalten? Er will mir die Kaution nicht auszahlen, ausser ich willige ein, das er 150 Euro abzieht, er sagte , sollte ich nicht einwilligen, wird er eine Firma beauftragen den Schaden zu Reparieren und wird dann den Rechnungsbetrag abziehen, sogesehen erpresst er uns indem er sagt, entweder ihr stimmt zu , oder ich zögere alles hinaus, und werde euch am ende sowieso Geld abziehen, wir benötigen das Geld der Kaution jedoch schnellstmöglichst, da dort auch die Nebenkosten Pauschal gerechnet wurden, hat er doch meiner meinung Rechtlich keinen Grund die Kaution solange einzubehalten, welches verhalten wäre jetzt ratsam? Schriftverkehr? Anwalt?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 26.07.2010 | 21:55

Die Herausgabe der Kaution ist fällig, wenn eine angemessene Zeit nach der Räumung verstrichen ist, in der sich der Vermieter klar werden kann, welche Ansprüche gegenüber dem Mieter bestehen.
Eine angemessene kann natürlich alles und nichts heißen.

Sofern sämtliche gegenseitigen Forderungen klar sind, ist die Kaution entsprechend eigentlich sofort herauszugeben.
Viele Gerichte geben den Vermietern allerdings eine Prüf- und Überlegensfrist von etwa 2,5 - 3 Monaten.

In Ihrem Fall sollte es zweckmäßig sein, den Vermieter vermittels Schriftverkehr zu einer konkreten schriftlichen Aussage zu bewegen, warum er welchen Teil der Kaution einbehält oder auszahlt.

Eine anwaltliche Vertretung ist natürlich auch zweckmäßig, vor allem weil der Vermieter Sie offenbar unter Ausnutzung seiner Position zu einer für Sie ungünstigen Zustimmung bewegen will.

Sprechen Sie mich gerne an, wenn Sie möchten.

Ich wünsche einen schönen Abend,
Sebastian Belgardt
Rechtsanwalt

ANTWORT VON

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