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Vermieter terrorisiert Mieter

31.08.2013 20:51 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Sebastian Scharrer, LL.M., Dipl.-Jur.


Ich wohne jetzt seit Oktober 2012 in dieser super schönen Wohnung mit überdachter
Terrasse und durfte auch meine Freigänger-Katze mitnehmen und bin nun in einer sehr
lauten und nervigen Wohnung gelandet, was vorher nicht abzusehen war.

Meine Vermieterin und Ihr Sohn machen mir das Leben zur Hölle. Ich bin den ganzen
Tag nicht zu Hause, da ich arbeiten muss ( von ca. 5.15 bis 16.30 Uhr). Ich habe einen
Hin- u. Rückweg von jeweils 34 km. Trotzdem fängt meine Vermieterin erst dann ( sie ist
74 Jahre alt und Rentnerin, Ihr Sohn 44 Jahre und Beruf Sohn) zu kochen, putzen oder
anderen Sachen, die sehr laut sind zu machen. Auch hört man wirklich jeden Schritt,
der in der oberen Wohnung gegangen wird,und das durch jeden Raum. Jede Küchenmöbel-
tür wird zugeschlagen jedes Wort, das sie mit Ihrem Sohn wechselt kann man hören, ohne
dass man die Worte versteht, es ist so hellhörig, dass ich nicht mal in Ruhe die Zeitung am
Samstag in Ruhe lesen kann ( es sei denn, ich lese sie bereits um 6.00 Uhr, da meine
Vermieterin erst ab 7.00 Uhr Krach macht).

Dadurch dass ich so früh aufstehe, gehe ich natürlich auch füh zu Bett. Das weiss meine
Vermieterin, aber Sie macht trotzdem bis 22.00 oder 23.00 Uhr Trouble (wie den Fernseher
sehr laut, ewig etwas hinschmeissen und Schranktüren schlagen). Ich habe Sie auch schon darauf angesprochen, aber da hiess es nur, dass Sie ja bis 22.00 Uhr laut sein kann
wie sie will. Das Haus ist übrigens sehr hellhörig, meine Fenster sind auch nicht isoliert
und somit bekomme ich auch noch den Straßenverkehr (ich wohne in der Nähe der
Autobahnabfahrt A30, wo viele abfahren um wiederum von hier zur A2 kommen) mit.

Der Sohn meiner Vermieterin ist selbstständig ( Landwirtschaftsarbeiter) und meint, dass
er, wenn er nach Hause kommt ca. 19.00Uhr noch seine Maschinen (Benzinbetrieben)
zu warten, und dann kommt auch diese Geräuschkulisse noch dazu. Ich bin mittlerweile
psychisch so am Ende (weil kein Reden hilft), das ich auf dem Zahnfleisch gehe.Ich weiss
auch nicht wie ich mich wehren kann, da ich alleine bin und neine Vermieterin und Ihren
Sohn gegen mich habe.

Ich habe schon in Erwähnung gezogen, einen Schallpass machen zu lassen, aber ist
der auch anerkannt? Können Sie mir sagen, wie ich Ruhe bekommen kann?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Ihre Beschreibung der Situation spricht dafür, dass ein Mangel gegeben ist. War aber Ihnen die Hellhörigkeit des Wohnung bereits bei Vertragsschluss bekannt, ist kein Sachmangel gegeben. Aufgrund des Sachmangels können Sie die Miete angemessen mindern. Hier ist aber sehr große Vorsicht geboten, da die Nichtzahlung auch eines Teils der Miete zu einer Kündigung führen kann. Um die Höhe der Mietminderung bestimmen zu können, benötigen Sie ein Lärmgutachten. Der Schallpass kann hier kein Privatgutachten ersetzten. Im Zweifelsfall wird gegen die Richtigkeit der Messung garantiert kommen, dass das Gerät nicht fachgerecht aufgestellt wurde oder andere Bedienfehler gegeben sind. Ob dieses Gerät auch geeicht ist, ist des Weiteren fraglich. Daher empfehle ich Ihnen, falls Sie den rechtlichen Weg beschreiten möchten, sich an einen Sachverständigen für Lärmmessungen zu wenden. Durch die Bestreitung des Rechtsweg wird allerdings das Mietverhältnis nachhaltig gestört.

Eine sinnvolle Alternative hierfür ist eine Streitschlichtung. Als ersten Schritt würde ich Ihre Vermieterin zu Ihnen einladen. Hierbei sollten Sie das Problem sachlich ansprechen und Ihre Vermieterin bitten, die gewöhnlichen Tätigkeiten nachzugehen. Hierbei soll den Sohn UND der Vermieterin vorgeführt werden, welcher Lärm bei Ihnen ankommt. Sollte dies nicht gelingen, so können Sie sich entweder an einen Mediator wenden.

Aus meiner Erfahrung heraus folgt in der Regel eine Auflösung des Mietverhältnisses nach einem solcher Streitigkeit. Sollte nur Ihre Wohnung und die Wohnung ihrer Vermieterin in dem gleichen Gebäude sein, so kann die Vermieterin erleichtert nach § 573a Abs. 1 BGB ohne Kündigungsgrund kündigen.

Ich hoffe, meine Antwort hat Ihnen weitergeholfen. Diese Beantwortung Ihrer Frage kann nicht eine individuelle Beratung ersetzten. Selbstverständlich können Sie sich für weitere Fragen, Beratungen und Vertretungen unter Anrechnung der Gebühr für diese Frage an mich wenden.

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