Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
484.435
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Vermieter kündigt uns wegen Eigenbedarf


| 03.01.2018 12:22 |
Preis: 40,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle



Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt,

wir bitten Sie um Ihre Einschätzung der Lage bezüglich Abwehr von Kündigung einer Mietwohnung nach 17 Jahren wegen Eigenbedarf. (Wie so oft, war der Auslöser eine Diskusion über eine unzulässige Mieterhöhung...)

Der Vermieter nannte in seiner Begründung 3 Gründe. Von diesen 3 Gründen sind inzwischen 2 Gründe entfallen. Nur ein Grund ist geblieben :
Der knapp 20jähriger Sohn des Vermieters benötigt unsere 110 qm Wohnung, weil im Haus des Vermieters (geschätzte 150 qm) für ihn zu wenig Platz ist.

Wie schätzen Sie unsere Chance diese Kündigung abzuwehren?

Vielen Dank für Ihre Mühe!
Sehr geehrter Ratsuchender,


aufgrund Ihrer Sachverhaltsdarstellung dürften die Chancen für einen erfolgreiche Abwehr bei mehr als 50:50 liegen, auch wenn eine Einschätzung ohne Kenntnis der Gesamtumstände naturgemäß schwer ist.


Ein überhöhter Wohnbedarf rechtfertigt keine Eigenbedarfskündigung, und dieser überhöhte Bedarf könnte - vorbehaltlich der Kenntnis der Kündigungsbegründung - dann vorliegen, wenn ein alleinstehendes Kind in die Mehrzimmerwohnung mit rund 110 Quadratmetern einziehen will; das ist komplett überzogen, sofern nicht besondere Umstände vorliegen (LG München, Urt.v. 23.05.1990, Az.: 14 S 25530/89).


Da dann ggfs. so ein Bedarf nicht angemessen sein kann, könnten auch die Chancen zur Abwehr der Kündigung eben besser als 50:50 sein.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg
Bewertung des Fragestellers 09.01.2018 | 20:11


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Vielen Dank Herr Rechtsanwalt Bohle,
mit Ihrer Einschätzung haben Sie uns Mut gemacht !"