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Vermieter hat mich bei neuem Mieter schlecht gemacht....


| 24.03.2006 09:55 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Stefan Steininger



Hallo,
Im Nov. letzten Jahres trennte ich mich von meinem Mann da ich nur Ärger mit ihm hatte.Ich blieb in der Wohnung die wir im Nov.2003 mit annähernd 9500€ selber renoviert hatten da der Vermieter kein Geld hatte. Ausgemacht war ein zinsloses Darlehen also anstatt 540€ Miete nur 340€ Miete auf 3 Jahre gerechnet,es sollte zusätzlich eine neue heizung eingebaut werden von dem Darlehen.
Tja,der Vermieter hat sich als Bauingeneur mächtig verrechnet,den ohne Heizung sind wir schon bei über 9500€ angekommen.
Ich lebe mit 5 Kinder seit über 2 Jahren mit nur einem gaskachelofen in einem Zimmer und habe kein warmes Wasser .Hätte er so eine Wohnung überhaupt vermiten dürfen ohne Heizung???
Seit November 2003 haben wir in der Wohnung gearbeitet. Also bis zum Tage der Unterzeichnung des Mietvertrages, sind bis dato Arbeitsstunden und Materialkosten
angefallen. Vielmehr haben wir Ihnen es zu verdanken, dass sich manches weit hinausgezögert hat, da aufgrund ihrer Fehlplanungen, innovative Lösungen gefragt waren.
Bis heute hat die Wohnung kein aktzeptables Warmwassersystem oder Heizsystem.

Eins glaube ich Ihnen sowieso nicht mehr. Ich glaube Ihnen nicht, dass sie von dem tatsächlichen Zustand der Wohnung nichts gewusst haben. Weiterhin sind Ihre Berechnungen
Absichtlich falsch gewesen. Aber sie wussten haargenau, dass wir den Mietvertrag unterzeichen würden, da wir ja schon soviel hineingesteckt haben. Das nenne ich Betrug.
Sie haben eine Familie mit 5 Kindern absichtlich ins offene Messer rennen lassen, da ihre damalige Finanzsituation sehr prekär war, wie sie bei uns heute ist.

Im Januar 2004 haben wir Ihnen ein undichtes Fenster gemeldet. Bis heute ist nichts gemacht. Angeblich nach dem Schreiben ihres Anwalts ist ja alles beauftragt worden.
Alle ihre Ausführungen sind bis heute nicht erledigt worden, deswegen haben wir unsere Mieten nur unter Vorbehalt der Rückforderung überwiesen.

Zum Thema Fehlplanungen.
Sie als Bauingeneur mussten wissen, dass jeder Durchlauferhitzer von der Enrw genehmigt werden muss. Sie mussten wissen, dass jedes neue Bad mit einem FI-Schalter ausgestattet werden muss. Dadurch sind uns Mehrkosten entstanden, aber die hatten sie ja nicht zu vertreten.
Bis zum 15. Dezember sind 356 Arbeitstunden angefallen. Materialkosten bewegen sich bis zum 15.12 bei 3856,33 €. Das macht zusammen 7416,33 €. Also seit dem 15.12 schuldeten sie uns 7416,33 €. Unverzinst. Als erstes berechne ich Ihnen auf das von uns gewährte Darlehen 17 % Zinsen. Des Weiteren mache ich eine Mietminderung in Höhe von 50 % geltend. Wegen undichter Fenster, wegen der Unbeheizbarkeit der hinteren Zimmer, deren Temperatur im Winter unter 15 Grad sinkt. Immens hoher Heizkosten wegen der lapidaren Isolierung und dem regen Austausch der kalten und warmen Luft. Die Wohnung hat Mängel auf die wir sie nicht nur einmal hingewiesen haben. Im März des letzten Jahres haben wir sie darauf aufmerksam gemacht, dass wir schon weit über den vereinbarten Betrag sind, aber da kam keine Reaktion von Ihnen. Sie spielen sich hier auf, als jemand der irgendwelche Sachen fordern kann. Dabei haben sie unsere Kosten vollkommen außer Acht gelassen.
Mich interessiert es auch nicht was die Erbengemeinschaft sagt.Wir leben seit über 2 Jahren unter erbärmlichen Bedingung
Dazu kommt das seit dem 15.12.2003 weitere Kosten und Arbeitsstunden angefallen sind. Alles in allem noch einmal 2127,57 € . Eine detaillierte Auflistung aller Arbeitstunden sowie den Einkäufen liegt unterdessen beim Rechtsanwalt. Des Weiteren behalten wir uns vor, vor allem nach Ihrem Einschreiben, ob wir sie auf Schadensersatz verklagen und Anzeige wegen Körperverletzung, Erpressung und Betruges erstatten. Das nächste wäre, das Sozialamt die Kopie der eingebrachten Leistungen, sowie über den genauen Zustand der Wohnung zu informieren. Des Weiteren fordere ich sie auf, die Wohnung so herzurichten, dass alle aber wirklich alle Mängel abgestellt werden.
Mängel :

- Keine Heizung in den hinteren Räumen
- Undichtigkeit der Fenster
- Sicherstellung der Warmwasserbreitung
- Bestellung der verrotteten Tür
- Einbau des Abzugskanal im Bad
- Entfernung des Schimmels im Keller
- Entfernung der Mäuse in ihrem Haus


Jetzt hatte ich eine neue Wohnung gefunden,hatte schon angefangen zu renovieren als ich bemerkte das mir mein alter Vermieter hinterherspionierte,habe 4 Zeugen dafür,2 Tage später trat der neue Vermieter vom Mietvertrag ab weil er angeblich gehört hätte das ich Mietschulden hätte.
Das is eine bodenlose sauerei,den nicht ich schulde ihm Mieten sondern mein alter Vermieter mir,ich sehe nicht ein weiterhin zu zahlen ohne Gegenleistung von ihm.
Kann ich ihn anzeigen wegen Rufmord? Ferner noch wegen Betrugs? Da er uns bewußt in eine marode Bruchbude gelockt hatte die wie ein Faß ohne Boden ist.
Ist es grob fahrlässig von ihm gewesen?
kann ich ihn auch wegen Körperverletzung in dem Sinne anzeigen da er bewußt in Kauf genommen hat das ich mit meinen kindern hier bitterlich friere und kein warmes wasser habe???
Viel zu lesen,aber ich bin echt verzweifelt........
Sehr geehrte Fragestellerin,
sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, diese möchte ich an Hand Ihrer Angaben wie folgt beantworten:

Im Hinblick auf die falschen Anschuldigungen dürfte der Tatbestand der üblen Nachrede erfüllt sein, so dass eine Anzeige Erfolg versprechend sein dürfte.

Hiergegen steht Ihnen auch ein Unterlassungsanspruch gegen der Vermieter zu. Das Gericht kann – nach entsprechender außergerichtlicher Ablehnung durch den VM – einen solchen Unterlassungsanspruch aussprechen.

Weiterhin können Sie (ggf. sollte genauer geprüft werden) eine negative Feststellungsklage erheben. In dieser würde das Gericht feststellen, dass die vermeintliche Forderung des VM nicht besteht.

Betrug sehe ich hier insoweit nach summarischer Prüfung nicht erfüllt, als dass eine Täuschung über den Zustand der Wohnung nach Ihrer Schilderung nicht vorlag; dies ist jedoch Tatbestandsmerkmal.

Ein Schadenersatzanspruch wegen der falschen Äußerungen wäre ebenfalls dem Grunde nach denkbar.

Alles in Allem kann ich Ihre Situation sehr gut verstehen, wie Sie sehen gibt es aber verschiedene juristische Möglichkeiten (incl. der Mietminderung auf ggf. Null). Sie sollten sich vertrauensvoll an einen Kollegen vor Ort wenden, der das richtige Vorgehen mit Ihnen erörtern kann.

Ich hoffe, Ihre Frage umfassend und zu Ihrer Zufriedenheit beantwortet zu haben. Für das entgegengebrachte Vertrauen bedanke ich mich recht herzlich. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen


Stefan Steininger
Rechtsanwalt

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